Formel 1

Max Verstappen teilt gegen die F1 aus: „Das ist Anti-Racing“

Max Verstappen teilt gegen die F1 aus: „Das ist Anti-Racing“
SUZUKA, JAPAN - MARCH 28: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing is interviewed prior to final practice ahead of the F1 Grand Prix of Japan at Suzuka Circuit on March 28, 2026 in Suzuka, Japan. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603280033 // Usage for editorial use only //

Max Verstappen zurück auf dem Podium: Frustration über F1-Entwicklung wächst trotz Kanada-Erfolg

Der Niederländer beendete das Rennen als Dritter hinter Sieger Andrea Kimi Antonelli und Lewis Hamilton, nutzte das Rennen jedoch vor allem dazu, erneut Kritik an der aktuellen Fahrzeuggeneration der Formel 1 und dem künftigen Reglement zu üben.

Im Anschluss sprach Max Verstappen bemerkenswert offen über seine Erfahrungen außerhalb der Formel 1; erst vergangene Woche bestritt er das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem Mercedes-AMG GT3. Dieses Wochenende habe ihm laut eigener Aussage schmerzlich vor Augen geführt, wie weit sich die Formel 1 vom puren Rennsport entfernt hat.

„Ich weiß jetzt, wie es sich in anderen Motorsport-Kategorien anfühlt, und dann hierher zurückzukommen, ist nicht besonders angenehm“, sagte Verstappen gegenüber Sky Sports.

Damit bezog er sich auf den Unterschied zwischen dem GT-Sport und der modernen Formel 1, in der Energiemanagement und die Steuerung der Batterie eine immer größere Rolle spielen. Obwohl Verstappen betonte, dass er nach einem Podestplatz nicht nur negativ klingen wolle, war seine Botschaft eindeutig.

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Verstappen will nicht nur negativ sein

„Ich möchte nach so einem Rennen nicht zu negativ sein, aber ich weiß, wie es sich anfühlt, echtes Rennsport-Feeling zu haben und reine Überholmanöver zu setzen.“

Diese Worte decken sich mit der Kritik, die er in den vergangenen Monaten häufiger geäußert hat. Vor allem das geplante Reglement für 2026 bleibt ein Quell der Irritation für den viermaligen Weltmeister.

Laut Verstappen legen die neuen Regeln zu viel Gewicht auf die elektrische Leistung und das Energiemanagement, wodurch die Fahrer im Qualifying und im Rennen nicht mehr durchgehend am Limit fahren können.

„In dieser Situation, vor allem im Qualifying, ist das Anti-Fahren und Anti-Racing. So sollte die Formel 1 nicht sein“, stellte er fest.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Die FIA und die Teams einigten sich kürzlich darauf, ab 2027 das Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb auf eine 60/40-Verteilung anzupassen.

Das bedeutet mehr Fokus auf den traditionellen Verbrennungsmotor und weniger Abhängigkeit von elektrischer Energie. Verstappen sieht darin einen notwendigen Schritt, um den Sport sowohl für die Fahrer als auch für die Fans attraktiver zu machen.

„Ich hoffe wirklich, dass wir diese 60/40-Verteilung nächstes Jahr bekommen, denn ich glaube fest daran, dass das helfen kann“, sagte er.

Dabei machte er deutlich, wenig Geduld für politische Diskussionen zu haben, die die Einführung verzögern könnten. Die Kommentare von Verstappen kommen zu einem brisanten Zeitpunkt.

Noch keinen Tag zuvor hatte er in Kanada heftige Kritik an Red Bull geübt, aufgrund technischer Entscheidungen und mangelnder Kommunikation während des Qualifyings. Zu diesem Zeitpunkt klang er sichtlich frustriert, sowohl über das Auto als auch über die Ausrichtung des Teams.

Der Podestplatz am Sonntag brachte zwar ein besseres Ergebnis, änderte jedoch nichts an seiner grundsätzlichen Sicht auf den Sport. Für Verstappen geht es im Motorsport nach wie vor um direktes Racing und instinktive Duelle auf der Strecke. Genau darin sieht er momentan ein Problem in der Formel 1.

Seine Erfahrung auf dem Nürburgring scheint diese Überzeugung nur noch bestärkt zu haben. Während es im GT-Sport laut Verstappen um pures Angreifen, Verteidigen und das Fahren nach Gefühl geht, erlebt er die Formel 1 immer häufiger als technische Management-Übung, bei der die Fahrer ständig über Energieverbrauch, Reifen und Batteriestrategie nachdenken müssen.

Dass Verstappen trotz eines Podiumsneutrums erneut so deutliche Worte findet, zeigt, wie ernst er die Situation nimmt. Der Niederländer bleibt eine der einflussreichsten Stimmen innerhalb des Sports, und seine Kritik am aktuellen Kurs der Formel 1 wird immer lauter.

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