Formel 1 Max Verstappen schlägt zurück und zieht deutliches Fazit: „Dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation“ SHANGHAI, CHINA - MARCH 15: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on prior to the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 15, 2026 in Shanghai, China. (Photo by Sam Bagnall/Sutton Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603150194 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 30. April 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Miami Max Verstappen Vor Miami GP: Max Verstappen kritisiert FIA-Anpassungen und sieht grundlegende Probleme in der Formel 1 Praktisch ab dem Moment, als er das neue Auto zum ersten Mal in Barcelona pilotierte, äußerte sich Verstappen kritisch. Er verglich das Fahrgefühl mit der Formel E auf Steroiden. Seiner Meinung nach ist der Fokus auf das Energiemanagement schlichtweg nicht das, was die Formel 1 sein sollte. In Miami bekräftigte er diesen Standpunkt. Als er während seiner Medienrunde gefragt wurde, ob die jüngsten Anpassungen den Fahrspaß zurückbringen könnten, antwortete er gewohnt nüchtern. „Dafür ist mehr nötig als nur ein bisschen Kosmetik“, so Verstappen. Er wertet die Gespräche mit der FIA und der Formel 1 zwar als positives Signal, dämpfte jedoch umgehend die Erwartungen. „Das ist ein kleiner Schritt. Für das kommende Jahr ist definitiv mehr nötig als nur ein wenig Feinschliff.“ Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Fahrer fordern mehr Mitspracherecht Verstappen sprach sich zudem über den Austausch mit der FIA und der Formel 1 aus. „In ein paar Jahren, wenn ich vielleicht nicht mehr dabei bin, hoffe ich, dass zukünftige Fahrer gegenüber den Organisatoren mehr Mitspracherecht erhalten. Ich denke, die meisten Piloten hier verstehen sehr gut, was nötig ist, um die Formel 1 zu einem guten und attraktiven Produkt zu machen.“ Mit einer Spitze in Richtung der Entscheidungsträger fügte er hinzu: „Wäre das bereits vor fünf oder sechs Jahren so gewesen, befänden wir uns jetzt vielleicht nicht in dieser Situation.“ Verstappen hatte bereits zuvor durchblicken lassen, dass die Richtung, in die sich der Sport entwickelt, aus seiner Sicht grundlegend falsch ist. „Das Problem ist schlichtweg, dass man diese Regeln zwar ein bisschen nachbessern kann, aber etwas ganz fundamental nicht stimmt“, erklärte Verstappen bei einem Event von Viaplay. „Nicht jeder wird das öffentlich zugeben, aber es ist so.“ Domenicali sieht kein Problem Formel 1-Chef Stefano Domenicali sieht das anders. Er ließ in der vergangenen Woche verluten, dass das aktuelle Reglement in seinen Augen die Anforderungen voll erfüllt und es dem Sport an nichts fehle. Verstappen wurde in Miami ebenfalls auf diese Aussage angesprochen und reagierte diplomatisch. „Mir geht es allein um die Reinheit des Sports und das, was wir brauchen. Als Fahrer können wir das beurteilen, denn wir sitzen im Auto. Aber jeder versteht, dass die Formel 1 nicht nur Sport, sondern auch ein Geschäft ist. Deshalb spielt oft die Politik eine Rolle.“ Dieses Spannungsfeld zwischen der sportlichen Seite und den kommerziellen Interessen besteht seit Jahren, wird jedoch in dieser Saison so deutlich gespürt wie nie zuvor. Verstappen steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Lando Norris stellte fest, dass die Formel 1 durch eine einzige Regeländerung von den besten zu den schlechtesten Autos gewechselt ist. Fernando Alonso taufte die Rennserie nach einem schwierigen Wochenende in China in „Battery World Championship“ um. Red Bull hofft, Verstappen mit Upgrades zu überzeugen Abseits der Regel-Problematik bereitet Verstappen auch sein Bolide Kopfzerbrechen. In den ersten drei Rennen konnte er lediglich zwölf Punkte sammeln und liegt damit im Klassement hinter Fahrern wie Pierre Gasly und Oliver Bearman. Für einen Piloten mit vier Weltmeistertiteln ist dies eine höchst ungewöhnliche Situation. Red Bull-Teamchef Laurent Mekies erklärte kürzlich gegenüber Sky Sports, dass das Team alles daransetzt, Verstappen ein Auto zur Verfügung zu stellen, mit dem er voll angreifen kann. Im Vorfeld von Miami absolvierte Verstappen bereits einen Filmtag in Silverstone, um wieder in den Rhythmus zu kommen. „Es tut gut, nach einer kleinen Pause wieder im Auto zu sitzen. Auch wenn es nur ein Filmtag ist, ist es schön, alle wiederzusehen“, so Verstappen. Er räumte ein, dass sich die Unterbrechung für das Team kaum wie Erholung anfühlte. „Ich weiß, dass wir eine ziemlich lange Pause hatten, aber es war nicht wirklich Urlaub, da das Team hart gearbeitet hat, um zu verstehen, was wir am Auto verbessern können“, merkte der Limburger an. Ob die Upgrades ausreichen, um Verstappen zufriedenzustellen, bleibt abzuwarten. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“