Formel 1

Max Verstappen: Interview in Japan verstieß gegen Formule-1-Richtlinien

Max Verstappen: Interview in Japan verstieß gegen Formule-1-Richtlinien
SUZUKA, JAPAN - March 29, 2026: Max Verstappen, from Netherlands competes for Red Bull Racing. Race day for the 2026 Formula 1 Japanese Grand Prix

Max Verstappen gerät nach brisanten Aussagen im BBC-Interview unter Beschuss

Das Interview, das Max Verstappen beim Großen Preis von Japan gegenüber BBC Sport gab, war nicht nur spektakulär, sondern verstieß im Nachhinein auch gegen das Formel-1-Reglement. Dies verleiht einem Gespräch, das ohnehin bereits für viel Wirbel sorgte, eine zusätzliche Brisanz.

In Suzuka sprach Verstappen offen darüber, dass er ein Karriereende zum Saisonabschluss in Betracht zieht. Über den Rücktritt des viermaligen Weltmeisters wird schon länger spekuliert, nun thematisiert er ihn selbst öffentlich. Die neuen 2026er-Autos bereiten ihm keinerlei Fahrspaß.

Verstappen bezeichnete das Reglement als „Anti-Fahren“ und stellte die Frage in den Raum, ob sich das Weitermachen für ihn überhaupt noch lohnt. Diese Aussagen gingen um die Welt, doch auch die Umstände, unter denen sie entstanden sind, zogen nachträglich große Aufmerksamkeit auf sich.

BBC-Journalistin Jennie Gow stellte Verstappen nämlich fünf Fragen, obwohl die Broadcaster gemäß den Formel-1-Richtlinien auf zwei Fragen pro Fahrer beschränkt sind. Ihr Kollege Andrew Benson erklärte später, dass Gow die Stimmung bei Verstappen spürte und die Chance auf einen Scoop ergriff.

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Red Bull wollte Verstappen bereits maßregeln

Max Verstappens PR-Managerin Anna Webster hätte nach der zweiten Frage einschreiten können, tat dies jedoch nicht. Das war vermutlich eine bewusste Entscheidung, da ein abruptes Ende einen völlig falschen Eindruck hätte erwecken können.

Für Verstappen ist es wichtig, das Gefühl zu haben, seine Meinung frei äußern zu dürfen, auch wenn ihm das gelegentlich Kritik einbringt. Bei Red Bull sorgte das Interview für Unruhe.

Das Team wollte Verstappen bereits maßregeln, nachdem er zuvor an jenem Wochenende einen Journalisten aus seiner Pressekonferenz geworfen hatte. Die Frage, ob Verstappen tatsächlich geht, wird hitzig debattiert, wobei die Meinungen der Experten auseinandergehen.

Laut The Race wurde im Paddock von Suzuka gemutmaßt, dass sein Ärger so groß sei, dass ein Abschied mitten in der Saison nicht undenkbar wäre. Seine Loyalität gegenüber Red Bull bedeutet jedoch denselben Quellen zufolge, dass er das Jahr zumindest zu Ende fahren wird.

Martin Brundle ließ verlauten, dass ihn die gesamte „Hört-er-auf-oder-nicht“-Saga mittlerweile enorm langweilt und ist der Meinung, dass der Ball nun bei Verstappen liegt, eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft zu treffen.

Damon Hill mutmaßte, dass Verstappen mit seinen Aussagen vor allem versucht, Druck auf die FIA auszuüben, um Regeländerungen zu erzwingen. Ob das funktioniert, bleibt abzuwarten, da der Spielraum für Anpassungen innerhalb der laufenden Saison begrenzt ist.

Was auch immer die Zukunft bringt: Verstappen wird dem Team höchstwahrscheinlich als Red-Bull-Athlet verbunden bleiben, selbst wenn er mit dem Rennfahren aufhört. Das würde zudem die Tür für ein eventuelles späteres Comeback offenhalten, sollte er tatsächlich zurücktreten.

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