Formel 1

Max Verstappen hat genug: „Ich freue mich am meisten darauf, nach Hause zu gehen“

Max Verstappen hat genug: „Ich freue mich am meisten darauf, nach Hause zu gehen“
NORTHAMPTON, ENGLAND - JULY 03: Sprint 3rd qualifier Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in parc ferme during Sprint Qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Great Britain at Silverstone Circuit on July 03, 2026 in Northampton, England. (Photo by Simon Galloway/LAT Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202607030371 // Usage for editorial use only //

Verstappen blockt Titelfragen ab: Nach Silverstone zählt für ihn nur eins

Zum ersten Mal seit Jahren musste sich Max Verstappen in einem Qualifying seinem Teamkollegen geschlagen geben.

Isack Hadjar fuhr in Silverstone die fünftschnellste Zeit, während Verstappen nicht über den siebten Platz hinauskam und fast acht Zehntelsekunden auf Polesetter Kimi Antonelli verlor.

Der viermalige Weltmeister verspürte nach der Session wenig Lust, über seine Titelchancen zu sprechen, und machte deutlich, wonach ihm der Kopf steht.

„Das sollen sie mich nicht mehr fragen. Ich freue mich vor allem darauf, morgen Abend wieder nach Hause zu fahren“, so Verstappen gegenüber De Telegraaf. Auch als Journalisten ihn darauf hinwiesen, dass Darts-Star Michael van Gerwen in Silverstone vor Ort sei und ein gemeinsamer Darts-Abend vielleicht für Ablenkung sorgen könnte, blieb er bei seiner Meinung. Er wird direkt nach dem Rennen die Heimreise antreten.

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Der Samstag verlief für den Niederländer von schlecht bis noch schlechter. Im Sprintrennen kam er von Startplatz drei nicht über die sechste Position hinaus, da sein RB22 beim Start schlecht wegkam und zudem mit Reifenverschleiß zu kämpfen hatte.

Im Qualifying meldete er bereits in Q2 über den Boxenfunk, dass sein Motor nicht normal reagiere. Die Probleme hielten über den Rest der Session an, und Verstappen schloss mit der sarkastischen Bemerkung ab, dass es immer schlimmer werde.

Vor allem der Mangel an Top-Speed bereitet ihm Sorgen. Laut Verstappen frisst das zusätzliche Energie aus der Batterie, da das Auto länger mit Vollgas gefahren werden muss.

Am Ende der Runde ist die elektrische Leistung dann vollständig aufgebraucht. Gegenüber Viaplay erklärte er, dass das Problem interessanterweise nur auf seiner Seite der Garage auftrat, während Hadjar nicht davon betroffen war. Verstappen zieht sogar in Erwägung, Teile für das Rennen austauschen zu lassen, selbst wenn dies eine Gridstrafe oder einen Start aus der Boxengasse zur Folge hätte.

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Kein Fahrspaß mehr in Silverstone

Neben der technischen Misere hielt Verstappen auch mit seinem Unmut über die neue Fahrzeuggeneration nicht hinter dem Berg. Silverstone war immer eine seiner Lieblingsstrecken, doch mit dem 2026er-Reglement ist davon wenig übrig geblieben.

„Ich gehe davon aus: Je schneller man ist, desto besser ist es, oder? Aber für mich gab es leider keinen Fahrspaß. Ich meine, es ist immer noch eine großartige Strecke. Ich weiß, wie es sich früher angefühlt hat. Es ist ein wenig anders, sagen wir es mal so. Das Problem ist, dass man vor den Kurven so viel abbremsen muss. Das macht es deutlich weniger interessant“, so Verstappen.

Das Streckenlayout bietet nur wenige Möglichkeiten, die Batterie während der Fahrt wieder aufzuladen. Dadurch bricht die Leistung ein, bevor die Runde beendet ist – genau das Problem, über das Verstappen in dieser Saison schon öfter klagte und das er bereits zuvor mit Mario Kart verglichen hatte.

Sein zweiter Platz in Österreich in der Vorwoche schien noch auf Besserung hinzudeuten, doch er selbst warnte schon damals, dass ein einzelnes gutes Ergebnis wenig aussagt. In Silverstone behielt er recht.

„Die Leute bringen Updates. Ich habe es letzte Woche schon gesagt: Man kann jetzt gut aussehen, aber wenn die anderen Upgrades bringen, machen sie wieder einen Schritt und dann fehlt einem erneut etwas. Ich denke, das ist hier ein bisschen der Fall. Zudem war die Balance unseres Autos nicht gut und aus irgendeinem Grund fehlte der Top-Speed. Das konnten wir während des Qualifyings nicht lösen. Das bereitet mir größere Sorgen, denn es zeigt deutlich, dass es ein Problem gibt“, erklärte Verstappen.

Verstappen ist bis einschließlich 2028 an Red Bull gebunden, doch in seinem Vertrag soll eine Klausel stehen, die es ihm ermöglicht, nach dieser Saison zu gehen. Sein Management soll bereits Gespräche über einen Wechsel zu McLaren geführt haben.

In der Meisterschaft belegt Verstappen derzeit den siebten Rang. Sein Rückstand auf WM-Spitzenreiter Antonelli, der am Sonntag mit einer Zeit von 1:28,111 von der Pole startet, beträgt 103 Punkte.

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