Formel 1

Max Verstappen erhält Warnung vor Nürburgring-Rennen: „Nicht drängeln“

Max Verstappen erhält Warnung vor Nürburgring-Rennen: „Nicht drängeln“
Max Verstappen performing at ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie on the 21th of March 2026, photographed by Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool NLS2: 58. Barbarossapreis, Nürburgring-Nordschleife 2026 - Foto: Gruppe C Photography // Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool // SI202603250265 // Usage for editorial use only //

Ein Rennen auf dem Ring ist eben etwas völlig anderes als ein Formel-1-Grand-Prix.

Max Verstappen bereitet sich auf sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vor. Der viermalige Weltmeister wird den legendären Langstreckenklassiker am 16. Mai in Angriff nehmen, doch der Weg dorthin verlief nicht ohne Hindernisse.

Bernd Mayländer, der Stammfahrer des Safety-Cars in der Formel 1 und Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Jahr 2000, hat Verstappen bereits seine Ratschläge mit auf den Weg gegeben.

„Ich verfolge alles, was er am Nürburgring macht“, so Mayländer gegenüber RacingNews365. „Es ist großartig, dass wir einen Formel-1-Champion haben, der beim 24-Stunden-Rennen antritt. Das ist gut für den Sport, die Fans und die Meisterschaft.“

Mayländer weiß wie kaum ein anderer, was nötig ist, um die Strecke zu bezwingen. Er versuchte siebenmal zu gewinnen und war letztlich nur einmal erfolgreich. Seine wichtigste Lektion ist eine, die sich Max Verstappen – gewohnt an das kurze, aber intensive Format eines Grands Prix – gut einprägen sollte.

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„Denk an die Zielflagge“

„Mein wichtigster Rat? Wir hatten im Jahr 2000 ein perfektes Auto und ein perfektes Team, aber in jedem Briefing war die Botschaft dieselbe: Die Fahrer müssen mit dem Team zusammenarbeiten. Wenn du weißt, dass das Auto gut ist und der Speed stimmt, dann denk an die Zielflagge. Geh nicht zu viel Risiko ein“, erklärt Mayländer.

Er warnte zudem vor den spezifischen Herausforderungen der Nordschleife. „Der Verkehr ist die größte Lektion, die ich lernen musste. Pushe nicht zu hart von innen heraus. In den letzten dreißig Jahren haben wir gesehen, dass selbst die schnellsten Autos es nicht schaffen, wenn sie zu viel Risiko eingehen.“

„Wir hatten im Jahr 2000 auch einen Fahrer, der viel Risiko einging. Wir mussten ihn wirklich bremsen und sagen: ‚Hey, bleib sicher.‘ Wir standen auf der Pole, aber du musst nicht als Erster durch die erste Kurve. Das Rennen ist unglaublich lang. Wenn du nach der ersten Runde nicht führst, tust du es vielleicht nach Runde fünfzig. Diese Option besteht immer, solange du das Auto ganz lässt.“

Verstappens Vorbereitung

Verstappen bestreitet die 24 Stunden in der Startnummer 3, einem Mercedes-AMG GT3, an der Seite der Werksfahrer Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella. Alle drei verfügen über umfassende Erfahrung auf der Nordschleife.

Das Rennen steht schon lange auf Verstappens Wunschliste. „Der Nürburgring ist ein besonderer Ort. Es gibt keine andere Strecke wie diese. Die 24 Stunden am Nürburgring standen schon sehr lange auf meiner Bucket List, daher bin ich sehr froh, dass wir das nun realisieren können“, so Verstappen selbst.

Die Vorbereitung läuft gründlich, aber nicht fehlerfrei. Verstappen gewann im vergangenen Jahr sein erstes NLS-Rennen auf der Nordschleife in einem Ferrari GT3. In diesem Jahr bestritt er sein erstes Vorbereitungsrennen im Mercedes, erneut mit Juncadella und Gounon, und auch diesmal schien der Sieg sicher. Das Team dominierte das vierstündige NLS2-Rennen mit einem Vorsprung von fast einer Minute.

Doch im Nachgang stellte sich heraus, dass das Team sieben Reifensätze verwendet hatte, anstatt der maximal erlaubten sechs. Der Sieg wurde aberkannt und der Erfolg ging an das BMW-Duo Dan Harper und Jordan Pepper von Rowe Racing.

Der Fehler unterlief während des Qualifyings, als das Team verschiedene Reifenmischungen bei niedrigen Temperaturen testete. Nachdem Juncadella meldete, dass sich der erste Satz der weichen Mischung nicht gut anfühlte, schickte das Team Gounon mit einem zweiten Satz derselben Mischung auf die Strecke, wodurch das erlaubte Kontingent überschritten wurde.

Mercedes-AMG-Chef Stefan Wendl reagierte enttäuscht. „Wir sind als Erste über die Ziellinie gefahren, wurden aber nachträglich disqualifiziert. Auf der Nordschleife muss alles passen. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Analyse, das Lernen und die Vorbereitung auf die kommenden Rennen und das 24-Stunden-Highlight“, so Wendl.

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Qualifikation

Verstappen nutzte die frei gewordene Zeit durch die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien, um weitere Kilometer auf der Nordschleife zu sammeln.

Er bestätigte seine Teilnahme an den 24h-Qualifiers am 18. und 19. April, bei denen er zwei vierstündige Rennen zusammen mit Lucas Auer auf der vollständigen, 25,378 Kilometer langen Nordschleifen-Variante bestreiten wird.

Nach einem zusätzlichen Testtag auf der Strecke gab Verstappen auch eine kurze Reaktion über die sozialen Medien ab. „Schnell auf der Nordschleife. Ich habe es wirklich genossen“, schrieb er. Bemerkenswert für jemanden, der in der Formel 1 zuletzt offen seinen Unmut über das neue Reglement für 2026 geäußert hatte.

Die Auswirkungen von Verstappens Teilnahme auf die Veranstaltung sind enorm. Im Jahr 2025 lockte seine Präsenz bereits fast 300.000 Zuschauer an die Strecke – ein Rekord für das Event. Für 2026 ist das Nennlimit von 150 Teams zum ersten Mal seit Jahren wieder vollständig ausgeschöpft.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring startet am Samstag, den 16. Mai, nur zwei Wochen nach dem Grand Prix von Miami.

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