Formel 1

Max Verstappen befürchtet großes Problem für den Sonntag: „Ich musste anfangen zu lachen“

Max Verstappen befürchtet großes Problem für den Sonntag: „Ich musste anfangen zu lachen“
Formula 1 driver Max Verstappen of Oracle Red Bull Racing competes during the Formula 1 Japan Suzuka race at the Suzuka Formula 1 circuit in Suzuka, Japan, on March 29, 2025. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images)

Max Verstappen erwartet: Silverstone könnte eines der schwierigsten Wochenenden der Saison werden

Trotz der deutlichen Fortschritte, die Red Bull beim Großen Preis von Österreich erzielen konnte, befürchtet der viermalige Weltmeister, dass die Charakteristik von Silverstone die Schwachstellen der aktuellen Formel-1-Hybridautos offenbaren wird.

Laut Verstappen könnte sich die ikonische Strecke dadurch ganz anders anfühlen, als es Fans und Fahrer gewohnt sind. Nach seinem zweiten Platz in Österreich sprach Max Verstappen ausführlich über die Herausforderungen, die ihn in Silverstone erwarten.

Vor allem die Art und Weise, wie die aktuellen Hybrid-Antriebe mit der elektrischen Energie umgehen, bereitet ihm Sorgen. Bei der Simulatorarbeit im Vorfeld des Rennwochenendes bemerkte er sofort, dass die Batterie auf dem britischen Kurs deutlich schneller leer ist als auf anderen Strecken.

„Ich liebe die Strecke, aber ich bin ein paar Runden im Simulator gefahren und musste einfach lachen“, erzählte Verstappen.

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In Silverstone geht der Batterie schneller der Saft aus

„Um ehrlich zu sein, fühlte es sich wie eine andere Strecke an. Man hat über die Runde kaum Batterie übrig. Es ist permanent Vollgas.“

„Es wird sich aufgrund des Streckenlayouts ganz anders anfühlen als das, was wir in Silverstone gewohnt sind.“

Die Ursache liegt laut dem Niederländer in den Eigenschaften der aktuellen Hybrid-Power-Units. Seit der Einführung des neuen Motorenreglements spielt die elektrische Energie eine weitaus größere Rolle für die Gesamtperformance eines Formel-1-Autos.

Die Batterie muss während der Fahrt ständig über die Energierückgewinnung beim Bremsen aufgeladen werden, woraufhin diese gespeicherte Energie auf den Geraden wieder abgegeben wird – und genau hier liegt in Silverstone das Problem.

Der britische Grand-Prix-Kurs ist bekannt für seine rasend schnellen Kurvenkombinationen wie Maggotts, Becketts und Copse. Obwohl die Strecke über einige lange Geraden verfügt, gibt es relativ wenige harte Bremszonen, in denen die MGU-K ausreichend Energie zurückgewinnen kann.

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Dadurch erschöpft sich der Akku laut Verstappen schneller als auf Strecken, auf denen häufiger hart gebremst wird.

„In Österreich hat man lange Geraden und harte Bremszonen, sodass man die Batterie aufladen kann“, erklärte Verstappen.

„Hier gibt es zwar auch lange Geraden, aber in einer schnellen Kurve kann man die Batterie nicht wirklich laden, und dann hat man auf der nächsten Geraden nicht viel zum Einsetzen übrig. Das wird ein schwieriges Wochenende.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Verstappen Kritik an der aktuellen Motorengeneration der Formel 1 übt. Der Red-Bull-Pilot hat sich in den vergangenen Jahren häufiger über die große Rolle geäußert, die das Energiemanagement heutzutage spielt.

Seiner Meinung nach sind die Fahrer immer mehr damit beschäftigt, die Batteriekapazität zu verwalten, während es beim Racing seiner Ansicht nach darum gehen sollte, das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Trotz dieser Sorgen reist Red Bull mit Zuversicht nach Silverstone.

Das Team hat in den vergangenen Monaten große Fortschritte bei der Entwicklung des Autos gemacht. In Österreich erzielte Verstappen sein bestes Saisonergebnis und bewies erneut, dass mit ihm zu rechnen ist. Teamchef Laurent Mekies sieht deutliche Fortschritte.

„Wir sind mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf die Pace, die man für einen Sieg benötigt, in die Saison gestartet.“

„Das Miami-Paket hat uns bis auf eine halbe Sekunde herangebracht, und jetzt mit dem Paket vom Sonntag scheinen wir innerhalb des letzten Zehntels zu liegen. Es ist definitiv in Reichweite.“

Auch Lewis Hamilton zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung bei Red Bull. Der Ferrari-Pilot, der sich in Österreich mit dem fünften Platz begnügen musste, erwartet, dass das Team erneut eine gewichtige Rolle spielen wird.

„Das Gewicht, das sie aus dem Auto genommen haben, ist enorm. Es zeigt, dass sie ein gutes Auto haben.“

Wie steuert Red Bull die Batteriekapazität?

„Sie haben viele Upgrades gebracht und sie werden in den nächsten Rennen ein Faktor sein, mit dem man rechnen muss.“

Dennoch äußerte Hamilton indirekt auch einen Vorbehalt. Mercedes gehört in dieser Saison zu den stärksten Teams, wenn es um das effiziente Laden und Einsetzen der elektrischen Energie geht. Gerade auf einer Strecke wie Silverstone kann dies einen entscheidenden Vorteil bringen.

Für Verstappen wird es daher ein Rennen, in dem nicht nur der Speed des Autos zählt, sondern vor allem die Art und Weise, wie Red Bull die verfügbare Batteriekapazität verwaltet.

Sollte der Simulator die Realität korrekt vorhergesagt haben, könnte der Energiehaushalt zum größten Hindernis werden. Damit droht Silverstone zum ersten Mal seit Jahren ein Grand Prix zu werden, bei dem nicht nur die Fahrer, sondern vor allem die Batterie darüber entscheiden, wie hart tatsächlich Rennen gefahren werden kann.

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