Formel 1 Max Verstappen analysiert geringe Zeitabstände: Darum kommen selbst Ersatzfahrer nah an die Spitze heran Von A. Schenk 28. August 2026 F1-News Formel 1 Liam Lawson Max Verstappen Red Bull Max Verstappen beobachtet Fortschritte bei den Red-Bull-Junioren Liam Lawson lag als Red Bull-Ersatzmann in Zandvoort deutlich näher an der Spitze als noch vor einem Jahr. Ist das der Beweis dafür, dass sich die besten Formel 1-Piloten mit der neuen Fahrzeuggeneration nicht mehr entscheidend absetzen können? Die komplexen Autos der neuen Generation und ihr Einfluss auf die Ergebnisse wurden im Laufe ihres ersten Jahres bereits unter vielen Gesichtspunkten diskutiert. Zandvoort liefert nun Belege für einen interessanten Aspekt: Nivelliert das exzessive Energiemanagement das Feld und beraubt es die Top-Piloten der letzten Zehntelsekunden? In Zandvoort mussten kurzfristig zwei Fahrer einspringen: Lawson übernahm das Cockpit des verletzten Isack Hadjar bei Red Bull. Tsunoda rückte in den dadurch frei gewordenen Racing Bulls-Sitz nach. Die beiden benötigten in ihrem neuen Umfeld kaum Zeit zur Akklimatisierung, obwohl sie erst am Dienstag davon erfahren hatten. Lawson lag im Sprint-Qualifying lediglich 0,365 Sekunden hinter Verstappen, im Qualifying am Samstag verkürzte er den Rückstand auf 0,115 Sekunden. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Tsunoda fuhr noch nie auf der Strecke Ebenso beeindruckend ist Tsunoda, der im Gegensatz zu Lawson die aktuelle Generation noch nie auf der Strecke bewegt hatte, bevor er am Freitag in das erste freie Training startete. Dennoch fehlten Tsunoda im Sprint-Qualifying ebenfalls nur 0,360 Sekunden auf Stammfahrer Lindblad, und im Qualifying kam er bis auf 0,102 Sekunden heran. Dass sich Tsunoda aus dem Stand innerhalb von zwei Tagen in einem ihm völlig unbekannten Auto bei seinem ersten Einsatz mit der 2026er-Generation bis auf ein Zehntel an Lindblad herinarbeiten kann und Lawson im gleichen Zeitraum bis auf ein Zehntel an einen Fahrer vom Kaliber eines Max Verstappen herankommt, ist durchaus bemerkenswert. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Die bereits länger existierende Theorie besagt, dass das mit den neuen Motoren verbundene exzessive Energiemanagement die Unterschiede zwischen den Fahrern erheblich abflacht. Die elektrische Energie wird bekanntlich fast ausschließlich mit maximaler Effizienz auf den Geraden genutzt. Darauf hat der Fahrer keinen Einfluss. Aber weil ein solcher Energiemangel herrscht, bewegen sich die Autos in Kurven und Bremszonen oft nicht am Grip-Limit, um dort die Batterie zu laden. Und wenn Kurven nicht am Limit gefahren werden, wo macht der Fahrer dann noch den Unterschied? Max Verstappen stimmt dem zu, als er am Samstag nach dem Qualifying darauf angesprochen wird. „Vor allem im Qualifying, denke ich. Mit diesen Autos ist es viel einfacher, das Limit zu finden, weil einem an so vielen Stellen Batterieleistung fehlt.“ Ein Teil davon wurde seit Beginn der Saison verbessert. Dennoch verweisen die Fahrer nach dem Qualifying auf Elemente des Antriebsstrangs, welche die Konstanz beim Finden des Limits beeinflussen, so Teamchef Andrea Stella. Dass die Autos fundamental weniger Grip haben als die Ground-Effect-Autos, macht sie vor allem beim Beschleunigen, wo sie gleichzeitig mehr Leistung haben, schwieriger zu fahren als die Vorgänger. Aber hängt das mit der Kritik von Verstappen nicht nur teilweise zusammen? Die Autos mögen in bestimmten Phasen schwierig zu fahren sein, aber nicht in allen Phasen. Teile der Herausforderung, vor allem das Suchen des Limits in schnellen Kurven, wurden eliminiert. Schwieriger, bei hoher Geschwindigkeit das Limit zu finden Wenn es nur noch in langsamen Kurven und beim Beschleunigen schwierig ist, aber nicht in den schnellen Kurven, dann macht das die Autos unter dem Strich für viele Fahrer möglicherweise einfacher. Denn im Grunde ist es schwieriger, bei hoher Geschwindigkeit das Limit zu finden. Man hat weniger Zeit für Entscheidungen und Reaktionen und wird für Fehler härter bestraft. Letztlich waren es meist die Linienwahl in schnellen Kurven und die spätestmöglichen Bremspunkte am Grip-Limit, mit denen sich die besten Qualifying-Spezialisten früher unterschieden. Genau diese Elemente sind 2026 weitgehend neutralisiert. So mögen die Autos zwar schwierig zu fahren bleiben, aber die besten Piloten können nicht mehr im gleichen Maße wie früher den Unterschied ausmachen. Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Formel 1 „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Formel 1 Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Formel 1 Nico Rosberg sieht Gefahr für Kimi Antonelli im Titelkampf und warnt vor den möglichen Folgen Formel 1 Lewis Hamilton bezeichnet Ferrari als die Wunderwaffe im Mercedes-Titelkampf Formel 1 Kimi Antonelli lässt Tür zu Ferrari offen und kassiert umgehend Warnung von Toto Wolff
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