Formel 1

Lewis Hamilton weigert in Silverstone ins Auto zu steigen

Lewis Hamilton weigert in Silverstone ins Auto zu steigen
MONTREAL, QUEBEC - MAY 24: Second placed Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari in the Drivers Press Conference during the F1 Grand Prix of Canada at Circuit Gilles-Villeneuve on May 24, 2026 in Montreal, Quebec. (Photo by Minas Panagiotakis/Getty Images)

Lewis Hamilton sorgt im Vorfeld des Grand Prix von Großbritannien für Aufsehen.

Der siebenmalige Weltmeister erwägt offenbar, ein markantes Promotion-Event der Formel 1 auszulassen. Laut verschiedenen britischen Medienberichten spielt eine Diskussion um die Vergütung der Fahrer dabei eine entscheidende Rolle.

Im Vorfeld des Rennens in Silverstone steht ein besonderes LEGO-Rennen auf dem Programm. Alle 22 Formel 1-Piloten sollen etwa neunzig Minuten vor dem Start des Grand Prix eine Runde in speziell angefertigten LEGO-Fahrzeugen über die Strecke absolvieren.

Jedes Auto besteht aus rund 28.000 LEGO-Steinen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 15 km/h. Während der Pressekonferenz vor dem Rennwochenende ließ Lewis Hamilton jedoch durchblicken, dass sich seine Begeisterung für die Aktion in Grenzen hält.

„Ich werde es nicht tun“, so der Ferrari-Pilot.

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Fahrer erhalten kaum Honorar für Promotion-Einsätze

Damit schien er seine Teilnahme ernsthaft infrage zu stellen. Britischen Medien zufolge sei Hamilton unzufrieden darüber, dass die Fahrer keine zusätzliche Vergütung für ihren Beitrag zu der Werbeaktion erhalten.

Obwohl Formule 1-Piloten vertraglich dazu verpflichtet sind, an verschiedenen Marketingaktivitäten mitzuwirken, gibt es regelmäßig Debatten darüber, wo die Grenze zwischen obligatorischer Promotion und kommerziellen Events verläuft, für die ein separates Honorar angemessen wäre.

Trotz der Aussagen von Hamilton gehen die Organisatoren weiterhin davon aus, dass der siebenmalige Weltmeister letztlich wie geplant am Start erscheinen wird. Ferrari wurde demnach bereits kontaktiert, um die Bedeutung der Teilnahme zu unterstreichen.

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An diesem Wochenende werden rund 175.000 Fans in Silverstone erwartet, weshalb das LEGO-Rennen einen wichtigen Bestandteil des Rahmenprogramms bildet.

Das Konzept ist im Übrigen nicht völlig neu, da bereits im vergangenen Jahr beim Grand Prix von Miami ein ähnliches Event organisiert wurde. Damals trat jedoch nur ein Fahrer pro Team in einem zweisitzigen LEGO-Auto an.

Für Ferrari nahm in Miami Charles Leclerc hinter dem Lenkrad Platz, während Hamilton das Geschehen von der Seitenlinie aus verfolgte. Mit einem Lächeln blickte er darauf zurück.

„Ich habe Charles das machen lassen. Es war köstlich zu sehen, wie alle ineinander gekracht sind. Ich weiß nicht, ob ich mich dieses Jahr selbst in das LEGO-Auto setze.“

Zu den genauen Gründen für seine Zweifel wollte sich Hamilton nicht weiter äußern.

„Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Das ist etwas, das ich lieber abseits der Öffentlichkeit bespreche.“

Hamilton siegte neunmal in Silverstone

Abgesehen von der Diskussion um das LEGO-Rennen konzentriert sich Hamilton primär auf sein Heimspiel. Der Brite konnte den Grand Prix von Großbritannien bereits neunmal gewinnen – öfter als jeder andere Fahrer – und blickt daher zuversichtlich auf das Wochenende.

„Meine Ingenieure fragen mich ständig, wie ich hier normalerweise fahre und was ich im Auto spüre. Hoffentlich kann ich sie in die richtige Richtung lenken“, erklärte Hamilton.

„Ich denke nicht ununterbrochen an den Sieg. Es geht darum, die bestmögliche Performance abzuliefern und die Energie der Fans aufzusaugen.“

„Wie Nigel Mansell einst sagte: Das Publikum gibt dir das entscheidende Quäntchen Extra-Speed.“

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