Formel 1 Lewis Hamilton musste seinen Ferrari-Test „blind“ absolvieren Formula 1 driver Lewis Hamilton of Scuderia Ferrari HP participates in the Formula 1 pre-season testing at the Bahrain International Circuit for the 2026 season in Sakhir, Bahrain, on February 12, 2026. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 11. April 2026 Charles Leclerc F1-News Ferrari Formel 1 Lewis Hamilton Pirelli Kurioser Test für Lewis Hamilton: Brite nimmt „blind“ im Ferrari Platz Lewis Hamilton nahm in der vergangenen Woche am Steuer des SF-26 auf der Rennstrecke von Fiorano Platz. Auffallend war dabei, dass Hamilton keine Ahnung hatte, was er genau testete. Das entspricht exakt der Herangehensweise, mit der Pirelli seine Reifentests organisiert: Der Fahrer fährt „blind“ und gibt lediglich seine Eindrücke an den Reifenhersteller weiter. Während einer zweitägigen Regenreifensession auf der Ferrari-Hausstrecke spulte der siebenfache Weltmeister zwei neue Prototypen ab. Am ersten Tag stand der Full-Wet-Reifen im Mittelpunkt, wobei ein neues Profildesign evaluiert wurde. Derselbe Prototyp wurde bereits zuvor von Red Bull und Racing Bulls in Suzuka direkt nach dem Großen Preis von Japan getestet. Ziel ist es zu verstehen, wo der Umschlagpunkt zwischen dem Full-Wet und dem Intermediate liegt – ein Faktor, der unter echten Rennbedingungen entscheidend für die Strategie ist. Fiorano ist eine der wenigen Rennstrecken in Europa, auf der die Fahrbahn künstlich bewässert werden kann. Dies ermöglicht es Pirelli, die Intermediates und Regenreifen außerhalb des regulären Saisonplans weiterzuentwickeln. Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Ferrari erhält keinen Zugriff auf die Daten Am zweiten Testtag legte Hamilton 461 Kilometer zurück. Das entspricht 155 Runden mit einer Bestzeit von 1:00.470. Über beide Tage kombiniert absolvierte er 884 Kilometer oder insgesamt 297 Runden. Gemäß den Pirelli-Bedingungen ist es Ferrari nicht gestattet, Einstellungen am Set-up zu ändern oder Upgrades zu evaluieren. Der Run-Plan wird vollständig von Pirelli vorgegeben, und Hamiltons Feedback geht ausschließlich an den Reifenhersteller zurück. Ferrari selbst erhält keinen Zugriff auf die Daten. Dies ist nicht die einzige Aktivität von Ferrari während der Kalenderpause, die durch den Ausfall der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien entstanden ist. Das italienische Team hat zudem einen privaten Test geplant, bei dem dann tatsächlich am Auto selbst gearbeitet werden darf. Ferrari arbeitet an neuen Software-Algorithmen für das Energiemanagement, die eines der Kernprobleme von Lewis Hamilton in Japan beheben sollen. Seine Power Unit lieferte weniger Leistung als die seines Teamkollegen Charles Leclerc – und das auf eine Weise, die Hamilton selbst als „sehr verwirrend“ beschrieb. Artikel geht weiter unter der Abbildung. Ferrari hofft, dieses Software-Update bis Miami einsatzbereit zu haben, steht jedoch vor einer knappen Deadline. Auch an anderer Stelle ist Pirelli vor Miami im Einsatz: Am 14. und 15. April ist eine zweitägige Trockenreifensession auf dem Nürburgring geplant, bei der McLaren und Mercedes ihre Stammfahrer einsetzen. Lando Norris und Oscar Piastri werden voraussichtlich für McLaren vor Ort sein, während Mercedes mit George Russell und Andrea Kimi Antonelli an der Reihe ist. Dabei handelt es sich um Tests für trockenes Wetter, bei denen die Teams mehr Freiheiten in der Evaluierung haben, als es bei den Pirelli-Programmen der Fall ist. Für Hamilton markiert der Fiorano-Test den Beginn einer intensiven Vorbereitung auf Miami. Nach seinem enttäuschenden sechsten Platz in Japan, bei dem er machtlos sowohl von seinem Teamkollegen als auch von der Konkurrenz überholt wurde, brennt der Brite auf ein Comeback in Florida. In der Weltmeisterschaft belegt er den vierten Rang mit 31 Punkten Rückstand auf den Führenden Antonelli. Ferrari liegt in der Konstrukteurswertung mit 90 Punkten auf Platz zwei, doch der Rückstand auf Mercedes beträgt nach drei Rennen bereits 45 Zähler. Der Große Preis von Miami ist für Ferrari und Hamilton mehr als nur das nächste Rennen. Es ist der erste Moment, in dem die Upgrades unter echten Rennbedingungen getestet werden können. Ob die Software-Anpassungen am Energiemanagement für Hamilton im Vergleich zu Leclerc wirklich den Unterschied ausmachen, wird sich in Florida zeigen. Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Lies auch: Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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