Formel 1 Leclerc übt Selbstkritik nach turbulentem Monza-Rennen BAKU, AZERBAIJAN - APRIL 27: Charles Leclerc of Monaco and Ferrari looks dejected after crashing during qualifying for the F1 Grand Prix of Azerbaijan at Baku City Circuit on April 27, 2019 in Baku, Azerbaijan. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 7. September 2026 Charles Leclerc F1-News Ferrari Formel 1 Lewis Hamilton Monza-Triumph für Andrea Kimi Antonelli: Goldener Tag für Italien, aber eine Enttäuschung für Ferrari Der Grand Prix von Italien hat sich für Ferrari zu einem äußerst schmerzhaften Heimspiel entwickelt. Lewis Hamilton und Charles Leclerc gerieten bereits in der ersten Schikane aneinander. Nur wenig später erlebte Charles Leclerc einen schweren Abflug in der Parabolica und musste das Rennen vorzeitig beenden. Hamilton sah unterdessen kostbare Punkte im Kampf gegen die Konkurrenz verloren gehen. Der erste Zwischenfall ereignete sich unmittelbar nach dem Start. Lewis Hamilton ging als Vierter ins Rennen, verwickelte sich jedoch in der ersten Schikane in einen Zweikampf mit seinem Teamkollegen. Der Brite kam dabei von der Strecke ab und rutschte durch das Kiesbett, wodurch er bis auf die zehnte Position zurückfiel. Hamilton machte über den Boxenfunk sofort deutlich, wer seiner Meinung nach die Verantwortung trug. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Erneute Diskussion über Stallregie „Charles hat mich von der Strecke gedrückt“, beklagte sich Hamilton. Für Leclerc verschlechterte sich die Situation kurz darauf massiv: In der zweiten Runde verlor der Monegasse in der Parabolica die Kontrolle über sein Auto und schlug hart in die Reifenstapel ein, was das vorzeitige Aus bedeutete. Die Ereignisse kommen für Ferrari zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Bereits nach dem vergangenen Grand Prix der Niederlande hatte Hamilton Kritik geäußert, da das Team seiner Ansicht nach keine klare Stallregie zugunsten von Leclerc ausgegeben hatte. Nach dem Rennen in Monza wurde Hamilton daher gefragt, ob Ferrari ihm im Kampf gegen die Mercedes-betriebene Konkurrenz an der Spitze der Weltmeisterschaft mittlerweile Priorität hätte einräumen müssen. „Dieser Punkt ist längst überschritten. Dafür ist es jetzt zu spät, und ich habe viele Punkte auf diese Jungs verloren“, sagte Hamilton. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Wir werden für den Rest der Saison unser Bestes geben und weiter attackieren, aber sie liegen klar vor uns.“ Leclerc war nach seinem Crash vor allem darauf bedacht zu verhindern, dass der Vorfall erneut Spekulationen über einen internen Machtkampf bei Ferrari befeuert. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer versucht, dieses Narrativ zu kreieren, dass wir gegeneinander arbeiten.“ „In Zandvoort wurde darüber schon viel zu viel geredet“, sagte Leclerc. „Hier stimmt es allerdings, dass wir es mit Lewis in Kurve eins meiner Meinung nach übertrieben haben.“ Hamilton war mit der Hoffnung nach Monza gereist, seinen sechsten Sieg auf der italienischen Traditionsstrecke einzufahren, womit er seine kleine Chance auf einen achten Weltmeistertitel hätte am Leben erhalten können. Stattdessen verlor er erneut an Boden. „Das tut weh“, sagte Hamilton. „Das tut absolut weh. Danke an alle. An die Tifosi, danke für all die Liebe, die ihr uns entgegengebracht habt.“ „Es tut mir leid, dass wir euch nicht das Ergebnis liefern konnten, auf das ihr gehofft habt.“ Laut Hamilton fehlte es dem Ferrari vor allem an Speed auf den Geraden. „Ich habe wirklich alles gegeben. Wir hatten einfach nicht den Topspeed auf den Geraden.“ „Gegenüber den Jungs um mich herum und vor mir war ich meistens eine leichte Beute.“ „Wir werden intern alles analysieren und versuchen herauszufinden, was wir hätten besser machen können.“ Zusätzliche medizinische Checks für Leclerc Nach seinem Unfall wurde Leclerc im Medical Center an der Strecke untersucht, wobei er angab, Probleme mit der Sicht zu haben. Daher sind zusätzliche Kontrollen geplant, bevor die Formel 1 am kommenden Wochenende nach Spanien reist, wo der erste Grand Prix auf dem neuen Madring-Circuit ausgetragen wird. „Ich denke, dass ich noch einige zusätzliche Untersuchungen vor mir habe.“ „Diese werden wahrscheinlich heute Abend und morgen stattfinden, um sicherzustellen, dass ich für Madrid voll einsatzfähig bin“, sagte Leclerc. „Davon ist auszugehen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Ferrari verlässt Monza somit mit mehr Fragen als Antworten. Die Kollision zwischen den beiden Piloten und der Crash von Leclerc sorgen erneut für Zündstoff bei der Debatte um die interne Zusammenarbeit. Gleichzeitig wird der Rückstand in der Meisterschaft immer schwieriger aufzuholen. Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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