Formel 1 Lando Norris erklärt detailliert das Problem der Formel 1: „Ich will gar nicht überholen“ Screenshot Von A. Schenk 31. März 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Japan Lando Norris McLaren F1-Reglement 2026: Lando Norris zweifelt an versprochenem Einfluss der Fahrer Der amtierende Weltmeister findet nach dem Rennen in Suzuka deutliche Worte zu einem fundamentalen Problem mit dem neuen Hybrid-Antriebsstrang. Kurioserweise hat er zu wenig Kontrolle über sein eigenes Auto. Norris beschrieb eine Situation aus dem Rennen, die dies verdeutlicht. In der legendären 130R-Kurve begann die Batterie plötzlich von selbst, Energie abzugeben. Die Motorsoftware gibt dies so vor, und der Fahrer hat darauf keinen Einfluss. Die Folge war, dass er Lewis Hamilton überholte, obwohl er das eigentlich gar nicht beabsichtigt hatte. „Ich wollte Lewis überhaupt nicht überholen. Es ist einfach so, dass meine Batterie Energie abgibt, obwohl ich das eigentlich nicht will, aber ich kann nichts dagegen tun“, so Norris. Lies auch: Bittere Analyse zu Lewis Hamilton: „Diese Leidenschaft sehe ich bei ihm nicht mehr“ Konteransage Da die Batterie im Anschluss leer war, konnte Hamilton auf den Geraden sofort kontern. „Ich habe ihn überholt, aber danach war meine Batterie leer und er ist einfach wieder an mir vorbeigefahren“, erklärte der McLaren-Pilot. Hierbei geht es um das sogenannte Deployment, also die Art und Weise, wie der Elektromotor die Energie über eine Runde verteilt. Dies wird vollständig durch die Motorsoftware gesteuert. Der Fahrer kann zwar selbst entscheiden, wann er den Boost-Modus aktiviert, auf das Basisverhalten des Antriebsstrangs hat er jedoch keinen Einfluss. „Wenn man schon davon abhängig ist, was der Antriebsstrang macht, sollte der Fahrer zumindest die Kontrolle darüber haben. Das ist nicht der Fall“, so Norris. Die Situation in der 130R macht das Problem greifbar. Dass die Batterie dort Energie abgibt, ist an sich nicht das Problem. Wenn jedoch ein anderes Auto direkt vor einem fährt, wird es gefährlich. „Ich muss vom Gas gehen, weil ich ihm sonst hinten draufreite. Und ich darf nicht wieder Gas geben, weil die Batterie dann Energie abgibt, was ich aber nicht will“, erklärte Norris. Letztlich überholte er Hamilton vor der Schikane, weil es keine andere Option gab. „Ich kann nichts dagegen machen“, so Norris. Das Reglement für 2026 wurde mit dem erklärten Ziel eingeführt, den Fahrer wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Weniger Downforce, mehr Einfluss für den Piloten. Für den Hybrid-Anteil des Antriebs gilt in der Praxis das Gegenteil. Norris stand nach Japan damit nicht alleine da. Bereits während des Qualifyings herrschte Unmut im Fahrerlager. Carlos Sainz wies auf ein Paradoxon im System hin. „Je härter man pushte, desto langsamer wurde man“, so der Williams-Pilot. Kurven sind jetzt nur noch Ladestationen Fernando Alonso fügte hinzu, dass schnelle Kurven faktisch zu Ladestationen für den Akku umfunktioniert wurden, was den Fahrstil fundamental verändert. Auch das Qualifying an sich gefiel Norris nicht. Er gab zu, dass die Session in Suzuka zwar besser verlief als an vorangegangenen Wochenenden, es aber noch viel Luft nach oben gebe. „Wir wollen einfach Vollgas fahren. Ich will hier nicht vom Gas gehen und von der 130R bis zur letzten Kurve sechzig Stundenkilometer verlieren“, so der britische Champion. Seine Forderung ist letztlich simpel. Er möchte, dass der Fahrer selbst bestimmen kann, wann die Batterie Energie abgibt, damit die Software ihn nicht in Situationen zwingt, die er selbst nie wählen würde. „Als Fahrer hat man einfach zu wenig Kontrolle. So sollte es nicht sein“, meint Norris. Die FIA ist über die Unzufriedenheit informiert, und Norris hofft auf Anpassungen. Reglementänderungen mitten in der Saison sind technisch und juristisch komplex, doch die Kritik der Fahrer ist breit genug, um ernst genommen zu werden. „Es gibt vieles zu verbessern. Die FIA weiß das. Ich hoffe, dass sie es auch tun“, so Norris. Die Teams haben ihre Autos auf Basis der aktuellen Spezifikationen gebaut, und Anpassungen erfordern Zeit. Im Fernsehen sieht die Formel 1 spektakulär aus. Im Cockpit fühlt es sich für einige Fahrer jedoch mehr nach Mitfahren als nach echtem Rennsport an. Lies auch: Warum man aufpassen sollte, wenn ein Motorradfahrer an seinen Helm tippt (auch als Autofahrer) Lies auch: LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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