Formel 1

Krisenstimmung bei Aston Martin spitzt sich zu: „Konnte meine Hände und Füße kaum noch spüren“

Krisenstimmung bei Aston Martin spitzt sich zu: „Konnte meine Hände und Füße kaum noch spüren“

Dunkle Wolken über Silverstone: Aston Martins ehrgeiziges Projekt steckt in der Sackgasse – Piloten hadern mit unfahrbarem Auto.

Fernando Alonso hat nach seinem vorzeitigen Aus beim China-Grand-Prix erneut deutliche Kritik an der Situation bei Aston Martin geäußert, wobei vor allem die extremen Vibrationen des Honda-Motors im Fokus stehen. Der Spanier musste sein Rennen nach 32 von 56 Runden vorzeitig beenden, da es physisch schlichtweg nicht mehr tragbar war.

„Die Vibrationen waren schrecklich. Ab Runde 20 konnte ich meine Hände und Füße kaum noch spüren.“

Aston Martin erlebte ohnehin ein dramatisches Wochenende: Keines der beiden Autos erreichte das Ziel. Lance Stroll schied bereits zuvor aufgrund eines Batterieproblems aus, während Alonso selbst entschied, das Auto abzustellen, da eine Weiterfahrt keinen Sinn mehr ergab.

„Wir lagen bereits eine Runde zurück und fuhren an letzter Stelle. Dann macht es keinen Sinn, so weiterzumachen.“

Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten

Lies auch: Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten

Probleme waren während des Rennens schlimmer

Laut Alonso waren die Probleme im Rennen sogar noch gravierender als in den Trainingseinheiten und dem Sprintrennen, obwohl das Team geglaubt hatte, Fortschritte erzielt zu haben.

„Im Rennen war es schlimmer als am Freitag und Samstag. Ich weiß nicht, warum.“

Diese Fortschritte erwiesen sich zudem als künstlich herbeigeführt. Aston Martin hatte versucht, die Vibrationen unter anderem durch eine Senkung der Motordrehzahl zu reduzieren.

„Wir haben das Problem teilweise gelöst, indem wir beispielsweise die Drehzahl gesenkt haben.“

Artikel geht weiter unter dem Video.

„Aber das hilft natürlich nicht, wenn man im Rennen Energie regenerieren muss, um sich zu verteidigen.“

Damit spricht Alonso ein grundlegendes Problem des neuen 2026er Reglements an: die enorme Bedeutung des Energiemanagements. Der zweimalige Weltmeister übt deutliche Kritik.

„Dies ist eine Meisterschaft des Energiemanagements.“

Seiner Meinung nach machen nur noch die Starts wirklich Spaß, da dort jeder mit einer vollen Batterie beginnt.

„Die Starts sind noch gut. Jeder hat dann den gleichen Batteriestand, also voll. Ich lag plötzlich in den Top Zehn.“

Doch danach falle Aston Martin aufgrund des schwachen Energiehaushalts schnell wieder zurück.

„Danach fällt man zurück in diese Batterie-Weltmeisterschaft, und darin sind wir einfach nicht gut.“

Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“

Lies auch: Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“

Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich

Lies auch: Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen