Formel 1 Interpol nimmt Ermittlungen gegen F1-Fahrer auf: 22 Millionen Euro teurer Koenigsegg One:1 spurlos verschwunden Von A. Schenk 12. Mai 2026 F1-News Formel 1 Ermittlungen gegen Adrian Sutil: Ex-Formel-1-Pilot im Visier der Justiz In dem Fall geht es um den Verdacht auf Betrug und Unterschlagung im Zusammenhang mit seiner umfangreichen Sammlung seltener und wertvoller Fahrzeuge. Sutil bestreitet alle Vorwürfe entschieden. Das spektakulärste Element der Ermittlungen ist das Verschwinden eines Koenigsegg One:1, eines der seltensten und teuersten Hypercars der Welt. Von dem schwedischen Modell wurden zwischen 2014 und 2015 lediglich sieben Exemplare gefertigt. Der Wert wird in verschiedenen Medienberichten auf bis zu 22 Millionen Dollar geschätzt. Inzwischen wurde Interpol eingeschaltet, um den Verbleib des Fahrzeugs zu klären. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Wie können solche Fahrzeuge unbemerkt verschwinden? Sutils Anwälte zeichnen ein anderes Bild der Situation. Sein Verteidiger Dirk Schmitz spricht von möglicher Erpressung im Umfeld des Falls. „Die Botschaft war klar: Autos raus oder es gibt Konsequenzen“, so Schmitz. Er fügt hinzu, dass Fahrzeuge dieser Exklusivität aufgrund ihres einzigartigen Charakters und des begrenzten Marktes, auf dem sie gehandelt werden können, kaum unbemerkt verschwinden können. Artikel geht unter dem Bild weiter. Nach Berichten von Auto Motor und Sport soll Sutil vor der Eskalation einen anonymen Anruf erhalten haben. Der Anrufer soll sich als Vladimir vorgestellt und eine Verbindung zur russischen Wagner-Gruppe angedeutet haben. Diese Informationen wurden bislang nicht unabhängig verifiziert. Die Behörden untersuchen die Umstände rund um Sutils Autosammlung, die seit Jahren als außergewöhnlich gilt. Neben dem Koenigsegg One:1 umfasst die Sammlung unter anderem einen Koenigsegg Regera, einen Rolls-Royce Phantom, einen Ferrari California und mehrere andere hochwertige Sportwagen. Eines der markantesten Stücke ist ein Mercedes 600, der sich zuvor im Besitz von Elvis Presley befunden haben soll. Ein PS pro Kilogramm Sutil war sieben Jahre lang in der Formel 1 aktiv. Er gab sein Debüt 2007 für das Spyker-Team beim Grand Prix von Australien und fuhr danach bis einschließlich 2011 für das Nachfolger-Team Force India. Nach einer Saison außerhalb der Formel 1 kehrte er 2013 zu Force India zurück. Seine letzte Saison als Stammfahrer absolvierte er 2014 bei Sauber, bevor er 2015 noch als Test- und Ersatzfahrer bei Williams tätig war. Insgesamt bestritt er 128 Grands Prix. Der Koenigsegg One:1 verdankt seinen Namen dem Leistungsgewicht von exakt einem PS pro Kilogramm. Das Auto leistet 1.360 PS bei einem Gewicht von 1.360 Kilogramm. Das macht ihn technisch einzigartig und auf dem Gebrauchtmarkt praktisch unersetzbar. Fahndung zugleich leichter und schwieriger Solche Fahrzeuge sind in einem begrenzten Kreis von Sammlern und Händlern weltweit bekannt, was die Suche gleichzeitig leichter und schwieriger macht. Leichter, weil das Auto für Insider sofort erkennbar ist. Schwieriger, weil es sich möglicherweise in Privatbesitz befindet, fernab der Öffentlichkeit. Die Ermittlungen dauern an. Wo sich der vermisste Koenigsegg One:1 befindet, ist bislang unbekannt. Wann Klarheit über die Vorwürfe gegen Sutil und den Verbleib des Fahrzeugs herrschen wird, ist ebenfalls noch offen. Der Fall vereint Elemente, die selten zusammenkommen: ein bekannter ehemaliger Formel 1-Pilot, ein unauffindbares Hypercar im Wert von zweistelligen Millionenbeträgen und anonyme Drohanrufe. Es ist eine Angelegenheit, die in den kommenden Monaten wohl weiterhin für viel Aufmerksamkeit sorgen wird. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“