Formel 1

Illegales Auto: Droht Red Bull die Disqualifikation?

Illegales Auto: Droht Red Bull die Disqualifikation?
Red Bull driver Max Verstappen at the Miami International Autodrome, ahead of the 2026 Miami Grand Prix which will take place on Sunday. Picture date: Thursday April 30, 2026. (Photo by Bradley Collyer/PA Images via Getty Images)

Max Verstappen meldet sich für Sonntagabend in der ersten Startreihe zurück, doch bei Red Bull sind noch längst nicht alle Probleme gelöst.

Red Bull muss sich am frühen Sonntagmorgen vor den FIA-Stewards verantworten, nachdem das österreichische Team beim Qualifying zum Grand Prix von Miami am Samstag mutmaßlich gegen das technische Reglement verstoßen hat.

Der Unterboden am Auto von Isack Hadjar erwies sich nach dem Zeittraining als zu breit. Damit droht dem Franzosen die Disqualifikation aus der Wertung des Qualifyings, was ein Zurückfallen vom neunten auf den letzten Startplatz zur Folge hätte.

Der Technische Delegierte der FIA, Jo Bauer, stellte bei der technischen Abnahme nach dem Qualifying fest, dass die Bodenplatten an beiden Seiten von Hadjars Boliden um zwei Millimeter über das zulässige Referenzvolumen hinausragten.

Dies stellt einen Verstoß gegen Artikel C3.5.5 des technischen Reglements der Formel 1 dar. Bauer leitete die Angelegenheit an die Sportkommissare weiter, die den Fall bereits am Sonntag um sieben Uhr morgens behandelten. Bei technischen Vergehen ist der Ausschluss aus der jeweiligen Session die Standardstrafe.

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Red Bull debütiert in Miami mit neuem Unterboden

Hadjars Auto war lediglich einer von dreizehn Wagen, die nach dem Qualifying ausgewählt und gezielten technischen Kontrollen unterzogen wurden. Der RB22 von Max Verstappen wurde zwar gewogen, durchlief jedoch nicht dieselbe umfassende Prüfung wie das Fahrzeug seines Teamkollegen.

Red Bull debütierte in Miami mit einem neuen Unterboden. Dieser neue Boden ist nur eine Komponente eines umfangreichen Update-Pakets, mit dem Red Bull insgesamt sieben Modifikationen am RB22 vornimmt.

In der technischen Beschreibung, die das Team bei der FIA eingereicht hat, heißt es, dass die überarbeitete Geometrie des Unterbodens Änderungen an der vorderen Bodenstruktur aufnimmt und anschließend in die Seitenkästen übergeht, um an die Motorabdeckung anzuschließen.

Ziel ist es, mehr Abtrieb zu generieren und gleichzeitig die Strömungsstabilität am Heck beizubehalten. Hadjar selbst erlebte kein einfaches Qualifying. Der Franzose klagte über die Fahrbarkeit und schaffte es nicht, eine fehlerfreie Runde zusammenzubringen.

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„Ich habe es einfach nicht auf den Punkt gebracht“, erklärte er.

„Ich habe Kurve eins nicht erwischt, und wenn man Kurve eins verpasst, sind auch die Kurven zwei und drei bereits kompromittiert.“

„Dort fing es an, und danach überhitzen die Reifen zu stark, worafhin man für den Rest der Runde den Preis zahlt.“

Auch die Bedingungen spielten Hadjar nicht in die Karten.

„Es ist eine sehr schwierige Strecke mit wenig Grip und hohen Asphalttemperaturen.“

Sollte die Disqualifikation bestätigt werden, bedeutet dies für Red Bull einen erneuten herben Rückschlag, auch in Miami.

Das Team hatte ein umfassendes Update-Paket mitgebracht, in der Hoffnung, gegenüber den schwierigen Auftaktrennen einen Schritt nach vorn zu machen. Doch ein technischer Fehler bei der Abnahme macht diesen Plan zunichte, noch bevor das Rennen begonnen hat.

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