Formel 1 Hiobsbotschaft für Max Verstappen: Toto hat recht Von A. Schenk 27. August 2026 F1-News FIA Formel 1 Max Verstappen Mercedes Bitteres FIA-Urteil für Verstappen. In der Formel 1 herrscht in dieser Saison eine seltene Einigkeit bei der Frage, welcher Hersteller momentan den leistungsstärksten Motor liefert. Sogar die Teamchefs von Mercedes und Red Bull geben exakt dieselbe Antwort. Dennoch kommt der Automobilweltverband FIA mit seinen offiziellen Messungen zu einem völlig anderen Ergebnis – und genau dieses Urteil macht die ohnehin schon schwierige Saison für Max Verstappen noch komplizierter. Die FIA veröffentlichte diese Woche nämlich die Ergebnisse der ersten beiden Bewertungsrunden eines brandneuen Messsystems, und diese fallen für den Niederländer unglücklich aus. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Mehr PS Vier der fünf Motorenhersteller erhalten Spielraum, um ihre Power Unit zu verbessern, während für eine Partei nichts zu holen ist. Ausgerechnet das Team von Verstappen muss zusehen, wie die Konkurrenz aufholen darf. Der Motorsportverband kontrolliert seit dieser Saison zu festen Zeitpunkten, wie viel Leistung jeder Verbrennungsmotor tatsächlich liefert. Hersteller, die hinter dem stärksten Triebwerk zurückliegen, dürfen über das sogenannte ADUO-System zusätzliche Anpassungen vornehmen und erhalten darüber hinaus mehr Testzeit sowie finanziellen Spielraum innerhalb des Budget Caps. Aus dem ersten Messzeitraum ging Red Bull Ford Powertrains als Benchmark hervor, und dieses Bild hat sich laut Verband seitdem nicht verändert. Der Rennstall aus Milton Keynes darf daher als einziger keine Änderungen an seinem Aggregat vornehmen. Artikel geht weiter unter dem Bild. Mercedes liegt den Messungen zufolge zwischen 2 und 4 Prozent hinter dem Spitzenreiter und darf in diesem Jahr eine zusätzliche Anpassung vornehmen sowie eine weitere im Jahr 2027. Audi, Ferrari und Honda wiesen einen Rückstand von mehr als 4 Prozent auf und erhalten jeweils zwei zusätzliche Möglichkeiten sowohl 2026 als auch 2027, während in der zweiten Bewertungsrunde keine neuen Rechte vergeben wurden. „Die FIA hat im Rahmen unseres ADUO-Bewertungsprozesses eine gründliche und umfassende Analyse durchgeführt“, erklärte FIA-Direktor Nikolas Tombazis in einem Statement. „Dies ist das erste Jahr von ADUO, daher gibt es logischerweise Aspekte, die wir im Laufe der Zeit in Absprache mit allen Herstellern nachjustieren können.“ Sogar Mercedes zeigt auf sich selbst Das Bittere für Red Bull liegt im Aufbau des Systems begründet. Die Messungen berücksichtigen nämlich ausschließlich den Verbrennungsteil, der etwa die Hälfte der Gesamtleistung liefert, während der elektrische Antrieb außen vor bleibt. Die genehmigten Upgrades dürfen anschließend jedoch auf beide Komponenten angewendet werden. Red Bull legte daher Protest ein und forderte eine Neubewertung, doch die FIA wies diesen Antrag ab. Unterdessen glaubt im Paddock kaum jemand daran, dass das Team tatsächlich über den stärksten Antriebsstrang verfügt. Sogar Toto Wolff gab nach dem Grand Prix von Belgien zu, dass sein eigener Hersteller vorne liegt. „Wir hatten bei allen Mercedes-Motoren ein Problem, wodurch uns Leistung auf den Geraden fehlte, und das hat ihn hart getroffen. Das liegt zu hundert Prozent bei uns“, so Wolff gegenüber Sky Sports über die Probleme von George Russell. Red Bull-Teamchef Laurent Mekies schloss sich dem vollumfänglich an. „Toto hat recht. Ich denke auch, dass sie den leistungsstärksten Antrieb haben. Sie hatten an diesem Wochenende definitiv wieder einen ordentlichen Vorteil auf den Geraden“, so der Franzose. Für Verstappen kommt die Entscheidung zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn der viermalige Weltmeister belegt nach zwölf Rennen mit 112 Punkten nur den sechsten Platz in der WM-Wertung und wartet noch immer auf seinen ersten Saisonsieg. Red Bull kommt in der Konstrukteurswertung zudem nicht über den vierten Platz hinaus. Die Konkurrenz schläft derweil nicht: Honda trat in Zandvoort bereits mit einer aktualisierten Power Unit an, und auch Ferrari sowie Audi haben eines ihrer genehmigten Upgrades bereits eingelöst, während Mercedes seinen Joker vorerst noch zurückhält. Völlig aussichtslos ist die Situation jedoch nicht, denn der dritte Messzeitraum läuft von Zandvoort bis einschließlich Mexiko-Stadt. Sobald ein anderer Hersteller Red Bull überholt, entsteht auch für das Team von Verstappen wieder Entwicklungsspielraum. 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