Formel 1

Hiobsbotschaft für George Russell kurz vor dem Miami Grand Prix

Hiobsbotschaft für George Russell kurz vor dem Miami Grand Prix

Teamkollege Kimi Antonelli bereit für harten Kampf in Miami: „Wissen, woran wir arbeiten müssen“

Nach fünf Wochen Pause kehrt die Formel 1 nach Florida zurück. Der Große Preis von Miami ist das vierte Rennen der Saison und für Kimi Antonelli die Chance, seinen beeindruckenden Saisonstart weiter auszubauen.

Der 19-jährige Italiener in Diensten von Mercedes führt das Klassement mit 72 Punkten an und ist damit der jüngste WM-Spitzenreiter in der Geschichte der Königsklasse.

Antonelli gewann die vergangenen beiden Grands Prix in China und Japan und hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem ernsthaften Titelkandidaten entwickelt.

Teamkollege George Russell belegt mit 63 Punkten den zweiten Platz. Russell gewann den Saisonauftakt in Australien, musste sich danach jedoch zweimal seinem jungen Teamkollegen geschlagen geben. Mercedes führt auch die Konstrukteursweltmeisterschaft mit einem komfortablen Vorsprung von 45 Punkten vor Ferrari an.

„Ich habe versucht, während der Pause aktiv zu bleiben“, so Antonelli. „Es war gut, sich Zeit zu nehmen, um die ersten drei Rennen zu reflektieren: was ich gut gemacht habe und was man besser machen könnte.“

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Angepasstes Reglement und Upgrades der Konkurrenz

Doch Antonelli blickt nicht nur zurück. In Miami erwartet er nämlich mehr Gegenwind als in den ersten drei Rennen. Mehrere Teams bringen Upgrades an die Strecke, zudem führt die FIA Anpassungen am Motorenreglement durch, das seit dieser Saison in Kraft ist.

Die neuen Regeln rund um den Hybrid-Antrieb sorgten in den Auftaktrennen bereits für Aufsehen, nachdem es in Japan zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen war: Oliver Bearman crashte heftig, nachdem Franco Colapinto plötzlich verzögert hatte. Die nun umgesetzten Anpassungen sollen das Energiemanagement optimieren und die Sicherheit erhöhen.

„Es wird ein sehr interessantes Wochenende für uns. Wir werden sehen, wie wir uns schlagen. Unsere Rivalen werden sicher näher herankommen und wir werden dieses Wochenende vielleicht härter kämpfen müssen, aber wir werden unser Bestes geben und konzentriert bleiben“, erklärt Antonelli.

McLaren meldete bereits, mit dem Auto einen großen Schritt gemacht zu haben. Auch Ferrari und Red Bull hoffen, mit Updates näher an Mercedes heranzurücken.

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Startprobleme erfordern Zeit

Abseits der sportlichen Aspekte muss Antonelli auch einen technischen Schwachpunkt angehen. Teamchef Toto Wolff wies den Piloten bereits darauf hin, dass seine Starts besser werden müssen. In den ersten drei Rennen verlor er beim Erlöschen der Ampel jeweils mehrere Positionen. Während der Pause hat er gemeinsam mit dem Team an einer Lösung gearbeitet, doch diese erweist sich als komplex.

„Wir haben in der Pause einige Probestarts absolviert. Ich habe mit dem Team daran gearbeitet, das Problem zu identifizieren, und wir scheinen es gefunden zu haben. Jetzt versuchen wir, so schnell wie möglich eine Lösung umzusetzen“, sagt Antonelli.

Er fügte hinzu, dass das Problem grundlegender sei als gedacht: „Es erfordert eine umfassende Anpassung der Kupplungswippe und auch der Handposition. Wir werden in Miami sehen, ob wir einen Schritt nach vorne machen können.“

Miami ist für Antonelli auch persönlich eine besondere Strecke. Im vergangenen Jahr holte er hier seine allererste Pole in einem Sprint-Wochenende. Diesen Erfolg will er wiederholen, weiß aber, dass die Vorzeichen nun andere sind. Er flog seine gesamte Familie nach Florida ein, um sich mental bestmöglich auf den Druck im Titelkampf vorzubereiten.

Zur Zusammenarbeit mit Russell äußert sich Antonelli deutlich: „George und ich sind uns bewusst, dass wir gegeneinander fahren dürfen, aber mit Respekt und ohne Dumme-Jungen-Streiche. Das Team hat uns grünes Licht gegeben, weil sie uns beiden die gleichen Chancen ermöglichen wollen.“

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