Formel 1

Hiobsbotschaft für Ferrari nach schwerem Unfall in der Boxengasse

Hiobsbotschaft für Ferrari nach schwerem Unfall in der Boxengasse

Boxengassen-Drama schockt Ferrari: Team muss schwere Folgen nach Unfall verarbeiten

In der Boxengasse von Spa-Francorchamps kam es am Sonntag fast zu einer Katastrophe. Ein Ferrari-Mechaniker landete auf dem Asphalt, nachdem er vom rechten Vorderrad eines losfahrenden Autos getroffen wurde.

Der Mann kam mit dem Schrecken davon, doch die Rennleitung leitete umgehend eine Untersuchung ein. Erst Stunden nach der Zieldurchfahrt folgte das Urteil, das bemerkenswert ausfällt.

Der siebenmalige Weltmeister Hamilton kam während einer Virtual-Safety-Car-Phase zum Boxenstopp herein, bei dem er auch eine zuvor verhängte Fünf-Sekunden-Zeitstrafe absitzen musste.

Diese Strafe resultierte aus einer Berührung mit George Russell in der Eröffnungsrunde. Der Mercedes-Pilot schied daraufhin aus und war am Boden zerstört. Er fühlte sich nach eigener Aussage auf der Geraden komplett eingequetscht und war „sehr enttäuscht,“ so Russell.

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„Kein Grip“

Hamilton sah die Sache anders. „Das Auto zog vor mir rüber. Ich war dicht hinter einem anderen Fahrzeug und hatte daher keinen Grip an der Vorderachse,“ erklärte der Brite in Ferrari-Diensten über den Boxenfunk.

Das eigentliche Chaos entstand jedoch erst in der Box. Hamilton hatte um eine Verstellung des Frontflügels gebeten, doch diese Nachricht erreichte den sogenannten Super-Controller nie.

Nach Ablauf der fünf Sekunden rief ein Teammitglied „Go“ und direkt danach „0,6 Grad“. Das erste war das Signal für den Start des Service, das zweite die Anweisung für den Flügel.

Die Reifen wurden gewechselt und das grüne Licht sprang an, während ein Mechaniker mit dem Flügel-Werkzeug noch nach vorne trat. Er blickte nach unten auf sein Werkzeug und sah das Signal nicht.

Artikel geht weiter unter dem Video des Vorfalls:

Eine sportliche Strafe blieb daher aus, doch Ferrari erhielt eine Geldstrafe von 30.000 Euro, wovon 10.000 Euro für zwölf Monate zur Bewährung ausgesetzt sind. Das Team muss zudem innerhalb von 14 Tagen einen Bericht bei der FIA einreichen, der Maßnahmen zur Vermeidung einer Wiederholung enthält.

Hamilton sicherte sich trotz allem den vierten Platz hinter Max Verstappen, Teamkollege Charles Leclerc und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. In der Weltmeisterschaftswertung kletterte er sogar auf die zweite Position.

Dennoch überwog bei dem 41-Jährigen vor allem die Erleichterung. Der Moment weckte bei ihm Erinnerungen an das Jahr 2018, als sich ein Ferrari-Mechaniker bei einem Boxenstopp von Kimi Raikkonen ein Bein brach.

„Das Licht ging auf Grün, also fuhr ich los. Man schaut nach links zu den Lichtern und nicht in diese Richtung, daher liegt das letztlich wohl eher in der Verantwortung des Teams. Aber als es passierte, sah ich ihn und hielt an. In diesem Moment schoss mir durch den Kopf, wie Kimi damals den Mechaniker traf und ihm das Bein brach. Mir rutschte kurz das Herz in die Hose,“ so Hamilton gegenüber Sky F1.

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