Formel 1

Heute vor zehn Jahren: Max Verstappen wird zu Red Bull befördert

Heute vor zehn Jahren: Max Verstappen wird zu Red Bull befördert

Heute vor genau zehn Jahren: Als Max Verstappens Wechsel von Toro Rosso zu Red Bull Racing Geschichte schrieb

Es ist der 5. Mai 2016, als Red Bull eine Pressemitteilung über das damalige Twitter verbreitet. Max Verstappen wird am 15. Mai 2016 beim Großen Preis von Spanien zum ersten Mal im Cockpit von Red Bull Racing Platz nehmen. Der damals 18-jährige Verstappen konnte dieses Rennen auf Anhieb gewinnen.

Seit diesem Tag ist ein Star geboren. Nicht als Versprechen. Nicht als Überraschung, die im Nachhinein logisch erschien. Sondern als ein Teenager, der genau das tat, wofür er befördert wurde: Schneller sein als der Rest.

Die Ankündigung seines Wechsels zum Red Bull A-Team kam abrupt. Daniil Kvyat wurde mitten in der Saison 2016 zurück zu Toro Rosso geschickt und Verstappen übernahm seinen Platz an der Seite von Daniel Ricciardo. Der damalige Teamchef Christian Horner fand klare Worte.

„Max hat bewiesen, dass er ein außergewöhnliches junges Talent ist“, ließ der Brite damals verlauten.

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Erste Jahre bei Red Bull waren ein Lernprozess

„Seine Leistungen bei Toro Rosso waren bis jetzt beeindruckend und wir freuen uns, ihm die Chance zu geben, für Red Bull Racing zu fahren.“

Was folgte, war eine der außergewöhnlichsten Karrieren in der modernen Geschichte der Formel 1. Verstappen entwickelte sich von einem Teenager, der 2015 im Alter von 17 Jahren sein Debüt im Sport bei Toro Rosso gab, zum gefürchtetsten Piloten seiner Generation.

Diese Entwicklung verlief nicht linear und auch nicht ohne Kontroversen, aber der rote Faden blieb bei Verstappen immer gleich. Die niederländische Nachwuchshoffnung war fast immer schneller, als es sein Auto oder die Situation eigentlich zuließen.

Die ersten Jahre bei Red Bull waren ein Lernprozess für den Mann, der später bei dem österreichischen Rennstall Ruhm und Reichtum erlangen sollte. Verstappen zeigte bereits seinen absoluten Grundspeed, kämpfte jedoch zuweilen mit der Konstanz in seinem Alles-oder-Nichts-Fahrstil.

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Zwischenfälle mit Teamkollege Daniel Ricciardo und anderen Fahrern waren in seinen frühen Jahren an der Tagesordnung. Kritiker zweifelten, ob Verstappen die nötige Disziplin entwickeln könne, die ein Weltmeister braucht. Diese Zweifel erwiesen sich als unbegründet.

Ab 2021 zeigte Verstappen, was hinter seinen Ecken und Kanten und der reinen Geschwindigkeit steckt: ein kompletter Rennfahrer. Im dramatischsten Titelkampf der Sportgeschichte besiegte er Lewis Hamilton in Abu Dhabi in der allerletzten Runde des allerletzten Rennens.

Abu Dhabi 2021 hat sich für immer in das kollektive Gedächtnis des Sports eingebrannt, unabhängig davon, wie man über den Ausgang denkt. Verstappen sicherte sich dort seinen ersten Weltmeistertitel.

Was danach folgte, war pure Dominanz. 2022 gewann er 15 Rennen und holte sich seinen zweiten Titel in souveräner Manier. 2023 brach er fast jeden Rekord, den es zu brechen gab.

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Er gewann in jener Saison 19 von 22 Rennen – eine Leistung, die selbst die dominantesten Champions der Geschichte übertrifft. Michael Schumacher und Ayrton Senna werden im selben Atemzug mit seinem Namen genannt. Seine Weltmeistertitel Nummer drei und vier folgten fast wie eine Selbstverständlichkeit.

Insgesamt steht Verstappen nun bei 71 Siegen und vier WM-Titeln in der Formel 1 und hat den Sport durch seine Präsenz maßgeblich geprägt. Max Verstappen ist nicht nur schnell, sondern auch ein Fahrer, der andere zwingt, besser zu werden.

Lando Norris hat sich unter dem Druck von Verstappen enorm weiterentwickelt. Der siebenmalige Weltmeister Hamilton musste seine Strategie auf den Niederländer anpassen. Leclerc lernte viel aus seinen Fehlern, auch weil er Verstappen als Maßstab hatte.

2026 beginnt ein neues Kapitel. Das neue Reglement bereitet ihm Kopfzerbrechen. Red Bull kämpft mit dem Übergang zu eigenen Motoren. Aber Verstappen hat schon öfter bewiesen, dass er schwierige Phasen in Erfolg ummünzen kann. Spanien 2016 war der Anfang. Das Ende ist noch lange nicht in Sicht.

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