Formel 1 Helmut Marko enthüllt: Warum er Red Bull und Verstappen verlassen hat BUDAPEST, HUNGARY - AUGUST 02: Dr Helmut Marko, Team Consultant of Oracle Red Bull Racing looks on in the garage during final practice ahead of the F1 Grand Prix of Hungary at Hungaroring on August 02, 2025 in Budapest, Hungary. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 25. April 2026 F1-News Formel 1 Helmut Marko Red Bull Helmut Marko verlässt Red Bull 2025 aus persönlichen Gründen Helmut Marko hat sich nach mehr als zwanzig Jahren von Red Bull Racing verabschiedet. Der Grund, den er selbst nennt, ist bemerkenswert direkt: Das Verpassen des fünften Weltmeistertitels in Folge mit Max Verstappen war für den 82-jährigen Österreicher der Moment, in dem er entschied, dass seine Zeit gekommen sei. Als Leiter des Juniorprogramms war er für die Entdeckung und Förderung ganzer Generationen von Formel-1-Talenten verantwortlich. Unter seiner Fittiche schafften Fahrer wie Sebastian Vettel und Max Verstappen den Aufstieg an die absolute Weltspitze. Es war Marko, der als einer der Ersten das Potenzial des jungen Verstappen erkannte und ihn zu Red Bull holte. Diese Entscheidung entwickelte sich zu einer der prägendsten in der modernen Geschichte der Formel 1. Nach über zwei Jahrzehnten als Motorsportberater entschied sich Marko Ende 2025 zum Rückzug. Er besass zwar noch einen laufenden Vertrag bis einschliesslich 2026, entschloss sich jedoch zu einem vorzeitigen Abschied. Im Paddock wurde umgehend über die wahren Hintergründe spekuliert. Gerüchte kursierten über unangemessene Aussagen in den Medien. So soll Marko nach dem Grand Prix von Katar ungewollt eine Welle von Online-Aggressionen gegen Mercedes-Talent Kimi Antonelli ausgelöst haben – mit Kommentaren, die ihm intern die rote Karte einbrachten. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Das Ziel, das ausser Reichweite blieb Den eigentlichen Grund nannte Marko selbst in Gesprächen mit der österreichischen Zeitung Die Zeit und dem Sender ORF. „Ich war in dieser Saison der Erste und später zusammen mit Gianpiero Lambiase auch der Einzige im Team, der noch an den Weltmeistertitel von Max Verstappen geglaubt hat. Wir waren mit viel Enthusiasmus und Hingabe bei der Sache, deshalb war es eine enorme Enttäuschung, als es nicht klappte. Aus dieser Enttäuschung heraus ist der Entschluss gereift, dass dies ein guter Zeitpunkt für den Ruhestand ist“, so Marko. Verstappen musste den Titel mit nur zwei Punkten Rückstand Lando Norris überlassen. Ein denkbar knappes Ergebnis nach einer Saison voller Höhen und Tiefen. Verstappen gewann zwar das Saisonfinale in Abu Dhabi von der Pole Position aus und schloss das Jahr mit den meisten Siegen ab, doch für den Titel reichte es nicht. Marko beschrieb den Abend in Abu Dhabi als den Moment, in dem seine Entscheidung endgültig fiel. Er tröstete Renningenieur Gianpiero Lambiase nach dem Rennen am Kommandostand. Lambiase war sichtlich mitgenommen. Danach reiste Marko nach Dubai und rief Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff an, um ihm seinen Entschluss mitzuteilen. Ein langes Gespräch folgte, doch Marko blieb hartnäckig. „Wenn wir es machen, dann müssen wir es auch vollumfänglich machen“, sagte er über diesen Moment. Text wird unter dem Bild fortgesetzt. Der Schumacher-Rekord „Das wäre unser fünfter WM-Titel in Folge gewesen. Das ist bisher nur Michael Schumacher mit der Scuderia Ferrari gelungen. Es war eine riesige Enttäuschung“, erklärte Marko. Schumacher gewann zwischen 2000 und 2004 fünf aufeinanderfolgende Meisterschaften mit Ferrari und steht damit einsam an der Spitze der Sportgeschichte. Red Bull und Verstappen kamen so nah heran wie nie zuvor, doch die Ziellinie blieb knapp ausser Reichweite. Trotz des verpassten Rekords hat Verstappen in den letzten Jahren bereits viele Statistiken von Schumacher überschrieben. Eine der bemerkenswertesten war der Rekord für die meisten aufeinanderfolgenden Tage an der Spitze der Fahrerwertung. Schumachers bisherige Bestmarke lag bei 896 Tagen. Verstappen brach diesen Rekord im Jahr 2024 und hielt die Führungsposition insgesamt 1029 Tage lang. Erst als Norris den Grand Prix von Australien 2025 gewann, rutschte Verstappen zum ersten Mal seit fast drei Jahren vom ersten Platz ab. Das Erbe einer Ikone Unter seiner Leitung holte Red Bull acht Fahrertitel und entwickelte sich von einem Team ohne Rennsieg zum erfolgreichsten Konstrukteur der modernen Formel 1. Marko räumte ein, dass Red Bull schon seit geraumer Califone nicht mehr dasselbe sei wie in den Anfangsjahren. Er verwies auf den Tod von Firmengründer Dietrich Mateschitz im Jahr 2022 als entscheidenden Wendepunkt. „Unter ihm war es eine One-Man-Show. Dietrich konnte eigenständig entscheiden, hatte Visionen und sah blitzschnell, was gut war und was nicht. Jetzt hat Red Bull drei Geschäftsführer, die Bericht erstatten müssen. Es ähnelt nun viel mehr einer normalen Unternehmensstruktur“, so Marko. Sein direkter Kommunikationsstil passte weniger gut in die straffere Struktur, die nach dem Tod von Mateschitz entstand. Dennoch bestritt Marko, dass diese Reibereien den Ausschlag gaben. Sein Abschied war nach eigenen Worten eine Entscheidung, die aus Enttäuschung und dem Verlust an Motivation resultierte, nachdem ein historischer Meilenstein knapp verpasst wurde. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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