Formel 1 Hartes Urteil über Zandvoort: „Diese Strecke ist für die Formel 1 absolut ungeeignet“ ZANDVOORT, NETHERLANDS - AUGUST 23: Franco Colapinto of Argentina driving the (43) Alpine F1 A526 Mercedes leads Yuki Tsunoda of Japan driving the (22) Visa Cash App Racing Bulls VCARB 03 RB Ford on track prior to the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 23, 2026 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images) Von A. Schenk 1. September 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis der Niederlande Max Verstappen Zandvoort Zandvoort verabschiedet sich endgültig aus dem Formel-1-Kalender: Große Enttäuschung bei den Fans, aber Lob von dieser niederländischen Qualitätszeitung. Nach sechs Austragungen ist das Märchen nun endgültig vorbei: Die Formel 1 und der Circuit Zandvoort verabschieden sich definitiv voneinander. Doch wer glaubt, dass damit auch die Diskussionen rund um den Heineken Dutch Grand Prix automatisch verstummen, sieht sich getäuscht. Die Tageszeitung Trouw äußert sich besonders kritisch über die sechs Jahre, in denen die Königsklasse des Motorsports jeden Sommer im niederländischen Küstenort gastierte. Trotz des großen internationalen Erfolgs, den das Event in den vergangenen Jahren feierte, hält es das Blatt für richtig, dass die Formel 1 nicht zurückkehrt. Am vergangenen Wochenende endete nach sechs Jahren das moderne Formel 1-Abenteuer, das wie schon in der Ära zwischen 1952 und 1985 in Zandvoort stattfand. Mit der Rückkehr von Zandvoort in den Formel 1-Kalender im Jahr 2021 entwickelte sich der Dutch Grand Prix zu einer riesigen Oranje-Party, nicht zuletzt dank der Erfolge von Max Verstappen, der die ersten drei Siege an der Küste für sich verbuchen konnte. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Organisation lieferte beachtliche Leistung Auch abseits der Strecke war der Erfolg des Großen Preises der Niederlande in Zandvoort durch Hunderttausende Besucher spürbar, die in den Küstenort strömten. Dennoch wiegen all diese positiven Aspekte laut der Zeitung die Kehrseite der Veranstaltung nicht auf. Trouw erkennt an, dass die Organisation hinter dem Dutch Grand Prix in verschiedenen Bereichen eine beachtliche Leistung erbracht hat. So wurde das Event ohne direkte finanzielle Unterstützung durch den Staat organisiert. Zudem verhinderte Zandvoort ein Verkehrschaos, indem die Besucher massenhaft per Zug und Fahrrad zur Rennstrecke reisten. Nichtsdestotrotz ist man bei Trouw davon überzeugt, dass es besser ist, wenn die Formel 1 nach sechs Editionen wieder aus den Niederlanden verschwindet. Artikel geht unter dem Bild weiter. Dabei begründet die Zeitung ihren Standpunkt vor allem mit den Auswirkungen, die das Rennen auf die Natur rund um den Kurs hatte, da die Rennstrecke unmittelbar an den Nationalpark Zuid-Kennemerland grenzt. „Wer herauszoomt, sieht eine umweltverschmutzende Veranstaltung am Rande eines Naturschutzgebietes“, schreibt Trouw. Nach Ansicht der Zeitung bedarf es wenig Kontext für die Behauptung, dass die Natur durch die Aktivitäten auf der benachbarten Strecke stark beeinträchtigt wurde. Entsprechend hart fällt das Fazit von Trouw aus: Die fossile Party habe nun lange genug gedauert. Neben den Schäden für die unmittelbare Umgebung stellt Trouw die Zukunftsfähigkeit eines Großen Preises der Niederlande infrage. Das Blatt vermutet, dass der Erfolg von Zandvoort zu einem erheblichen Teil auf dem Erfolg von Max Verstappen basierte. Der viermalige Weltmeister sorgte mit der Max Mania für einen enormen Popularitätsschub der Formel 1 in den Niederlanden und spielte damit eine zentrale Rolle im Geschäftsmodell hinter dem Rennen. Da der Niederländer nun nicht mehr die dominante Kraft in der Formel 1 ist, erwartet Trouw Schwierigkeiten, den Ticketverkauf und die Sponsoreneinnahmen auf dem gleichen Niveau zu halten. Eine Rückkehr nach Zandvoort in der Zukunft erscheint der Zeitung daher wenig wahrscheinlich. Außer in Zandvoort und Silverstone werden alle Formel 1-Rennen in Ländern organisiert, in denen die Regierungen bereit sind, sehr viel Geld für einen Platz im Kalender zu bezahlen. Die niederländische Regierung wollte die Rolle des Geldgebers in Zandvoort nie übernehmen. Trouw bezeichnet dies als positive Entwicklung und geht deshalb nicht davon aus, dass der Große Preis der Niederlande so schnell zurückkehren wird. 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