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Harte Kritik an George Russell: „Bin fassungslos“

Harte Kritik an George Russell: „Bin fassungslos“
LAS VEGAS, NEVADA - NOVEMBER 19: George Russell of Great Britain and Mercedes AMG Petronas F1 Team looks on in the Drivers Press Conference during previews ahead of the F1 Grand Prix of Las Vegas at Las Vegas Strip Circuit on November 19, 2025 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Clive Rose/Getty Images)

Experte Peter Windsor übt scharfe Kritik an George Russell.

Peter Windsor zeigt sich fassungslos darüber, wie Kimi Antonelli seinen Teamkollegen George Russell weiterhin dominiert. Der ehemalige Formel-1-Analyst schießt scharf gegen den britischen Mercedes-Piloten und zeigt wenig Verständnis für die Erklärungen, die Russell für seine enttäuschenden Ergebnisse anführt.

Nach dem Grand Prix von Miami analysierte Windsor auf seinem YouTube-Kanal ausführlich die Performance von Antonelli. Der 19-jährige Italiener feierte seinen dritten Sieg in Folge und führt die Weltmeisterschaft nun mit zwanzig Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen an. Windsor zeigte sich begeistert von der gezeigten Leistung.

„Ich bin fast sprachlos, das ist fantastisch. Und ich weiß nicht, was bizarrer ist: Die Art und Weise, wie er die Siege einfährt, sein Selbstvertrauen und wie er seinen Ansatz angepasst hat, um in mittelschnellen oder langsamen Kurven schneller zu sein. Oder die Tatsache, dass er George Russell zeigt, wo es langgeht, um es mal ganz unverblümt zu sagen“, so Windsor.

Antonelli gewann in Miami von der Pole Position. Damit hat er seine ersten drei Grands Prix jeweils vom ersten Startplatz aus gewonnen – ein Kunststück, das es in der Geschichte der Formel 1 noch nie gegeben hat. Russell hatte Mühe, das Tempo seines Teamkollegen mitzugehen, und kam als Vierter mit vierzig Sekunden Rückstand ins Ziel.

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Russell sucht nach Erklärungen, stößt aber auf wenig Verständnis

Windsor spart nicht mit Kritik an Russells Einstellung nach schwierigen Rennwochenenden. „Dass George auf diese Weise von Kimi Antonelli im gleichen Auto geschlagen wird, ist absolut erstaunlich.“

„Ich bin völlig fassungslos, wie George das einfach hinnimmt und in Miami Ausreden vorschiebt, wonach es eine Strecke mit wenig Grip sei. Dass die Reifen überhitzen und es nicht sein Streckentyp sei. Die Bedingungen sind für alle gleich“, so der Analyst weiter.

Russell gab nach dem Rennen an, dass sein Fahrstil nicht zu Strecken mit wenig Grip passe. Der Brite nannte Zandvoort und Brasilien als Beispiele für Kurse, auf denen er traditionell Probleme habe. Windsor wies darauf hin, dass Antonelli genau auf diesen Strecken brillierte. Dieser Unterschied sei weitaus aussagekräftiger als die Erklärungen, die Russell anführe.

Windsor beobachtet, dass Antonelli bei Richtungswechseln und der Lenkarbeit besser agiert. Zudem lobt der Experte den WM-Spitzenreiter für seinen Fahrstil in den langsamen Passagen.

Seine Frage ist simpel: Warum versucht Russell nicht, davon zu lernen? „Nur weil er George Russell ist und schon mehrere Rennen gewonnen hat, heißt das nicht, dass er nicht von Kimi lernen kann“, stellte Windsor klar.

Laut Windsor ist Antonelli bereits seit seinem ersten Rennen in den langsamen Kurven stärker als Russell. Durch sein wachsendes Selbstvertrauen performe er nun auch in den mittelschnellen und schnellen Kurven immer besser.

Windsor fragt sich, ob Russell noch in der Lage ist, gegenzusteuern. Er schließt es nicht aus, warnt jedoch davor, dass die Suche nach Ausreden den Lernprozess blockiert. Solange der Brite seinen Rückstand auf externe Faktoren schiebt, anstatt seinen Fahrstil zu analysieren, werde eine Verbesserung ausbleiben.

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Antonelli baut Führung in der Weltmeisterschaft aus

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Antonelli feierte drei Grand-Prix-Siege in Serie und führt das Klassement an. Russell folgt mit zwanzig Punkten Rückstand – was fast dem Äquivalent eines kompletten Sieges entspricht. Lando Norris belegt Rang drei und gilt bei einigen Analysten aufgrund der Fortschritte von McLaren bereits als gefährlichster Herausforderer von Antonelli. Das Team brachte ein großes Update-Paket nach Miami und war am Sonntag schneller als in den Eröffnungsrennen der Saison.

Russell war nach seinem Sieg in Australien als Favorit in die Saison gestartet. Doch seitdem hat sich das Blatt gewendet. Antonelli sicherte sich die Pole Positions und Siege in China, Japan und Miami. Der Druck auf Russell wächst mit jedem Rennen. Die kommenden Läufe werden zeigen, ob der Brite seinen Fahrstil anpassen kann oder ob Antonelli ungehindert in Richtung seines ersten Weltmeistertitels fährt.

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