Formel 1

Hamilton teilt aus und schickt deutliche Botschaft an Leclerc

Hamilton teilt aus und schickt deutliche Botschaft an Leclerc

Nach dem Grand Prix der Niederlande: Spannungen bei Ferrari spitzen sich weiter zu

Lewis Hamilton war während des Rennens auf dem Circuit Zandvoort sichtlich unzufrieden mit der strategischen Umsetzung seines Teams. Auch die Rolle seines Teamkollegen Charles Leclerc sorgte für Irritationen.

Laut Hamilton kostete die Situation Ferrari möglicherweise sogar einen Podestplatz. Der siebenfache Weltmeister machte seinem Unmut bereits während des Rennens über den Boxenfunk Luft.

„Eine fantastische Art und Weise, Zeit zu verlieren, gut gemacht Jungs“, funkte Hamilton sarkastisch an seine Crew.

Ein Kernproblem war, dass Hamilton mehrere Runden lang hinter Leclerc feststeckte. Der Brite war auf einer versetzten Strategie und mit anderen Reifen unterwegs, weshalb er davon überzeugt war, zu diesem Zeitpunkt deutlich schneller fahren zu können.

Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Ferrari hätte konsequenter agieren müssen

Nach dem Rennen stellte Hamilton klar, dass Ferrari aus seiner Sicht entschlossener hätte handeln müssen.

„Es war offensichtlich frustrierend. Ich hatte eine starke Pace und war auf einer anderen Strategie als Charles mit anderen Reifen unterwegs.“

„Er hatte sichtlich Probleme mit den Medium-Reifen und ich habe hinter ihm Sekunden verloren.“

Hamilton ist der Meinung, dass Ferrari kostbare Punkte liegen gelassen hat.

„Wenn wir als Team die maximale Punktzahl einfahren wollen, müssen wir besser zusammenarbeiten. Das hat uns mindestens das Podium gekostet.“

Seine Kritik verknüpfte der Brite direkt mit seinem übergeordneten Ziel bei Ferrari.

„Mein Ziel ist es, dieses Team zum Titel zu führen. Es wird ein ruhiges Gespräch geben, aber man muss auch direkt sein.“

Artikel geht weiter unter dem Bild.

„Wenn man gewinnen will, muss man solche Dinge tun – die Konkurrenz macht das schließlich auch.“

Teamchef Fred Vasseur räumte nach dem Rennen ein, dass die Ausführung nicht gut genug war. Hamilton verlor zunächst Zeit hinter Oscar Piastri. Später fand er laut Vasseur besser in seinen Rhythmus, woraufhin Ferrari versuchte, Druck auf George Russell auszuüben.

Dabei spielte das Timing nicht mit. Auch ein virtuelles Safety-Car beeinflusste die letztliche Strategie massiv.

„Was den Zeitpunkt des virtuellen Safety-Cars und die Umsetzung betrifft, lief es nicht gut“, erklärte Vasseur.

Wenn ein Auto über ausreichend Speed verfügt, aber strategische Entscheidungen verhindern, dass dieses Potenzial voll ausgeschöpft wird, rücken automatisch der Kommandostand und das Zusammenspiel der Fahrer in den Fokus.

Auch das Verhalten von Leclerc spielte eine Rolle: Ferrari wollte den Monegassen an die Box holen, doch Leclerc war anderer Meinung und blieb auf der Strecke. Er kam schließlich zwei Runden später zum Service, als Ferrari ursprünglich gefordert hatte.

In dieser Phase hielt er Hamilton auf, was dessen Frustration nährte, da er sicher war, mit seinen Reifen ein höheres Tempo gehen zu können. Leclerc wollte die Diskussion nach Rennende nicht überbewerten.

„Das sind normale Diskussionen während eines Rennens“, sagte er.

„Von außen sieht es immer schlimmer aus. Besonders dann, wenn der Fokus darauf liegt, weil auf der Strecke sonst nicht viel passiert.“

Laut Leclerc gab es zudem einen triftigen Grund, warum er nicht sofort zum Stopp kam. Er beschrieb sein Rennen als „frustrierend“.

„Es war nicht die richtige Runde, um an die Box zu kommen. Wir werden das intern noch besprechen.“

Die Geschehnisse in Zandvoort verdeutlichen ein bekanntes strategisches Dilemma. Wenn zwei Teamkollegen auf unterschiedlichen Reifenmischungen und Strategien unterwegs sind, kann das starre Festhalten an der Reihenfolge wertvolle Rundenzeit kosten.

Ferrari muss intern die Weichen stellen

Gleichzeitig muss das Team die gesamte Rennstrategie beider Fahrzeuge im Blick behalten. Hamilton lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass er von Ferrari in solchen Situationen schnellere Entscheidungen erwartet. Seine Botschaft geht dabei über die verlorenen Sekunden in den Niederlanden hinaus.

Er fordert, dass die Zusammenarbeit und die Entscheidungsfindung das Niveau erreichen, das notwendig ist, um dauerhaft um Siege und letztlich die Weltmeisterschaft zu kämpfen.

Für Ferrari wird die interne Analyse daher wegweisend sein. Während Vasseur Fehler bei der Umsetzung einräumt, sieht Hamilton durch die mangelnde Kooperation Punkte verloren.

Da Leclerc zudem hinter seiner Entscheidung steht, den ersten Boxenstopp-Ruf ignoriert zu haben, gibt es bei Ferrari nach Zandvoort reichlich Redebedarf vor dem nächsten Grand Prix.

„Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen