Formel 1 Haftbefehl gegen Ryan Wedding: Einzigartige MotoGP-Sammlung nach Festnahme von kanadischem Sammler beschlagnahmt Von A. Schenk 8. April 2026 F1-News Formel 1 Vom Olympioniken zum Drogenbaron: Ryan Wedding in Haft Der Fall des Kanadiers Ryan Wedding liest zich wie ein Filmskript. Ein ehemaliger Athlet, der einst bei den Olympischen Spielen antrat und nach seiner Karriere zu einem der meistgesuchten Drogenbarone der Welt aufstieg. Parallel zu seiner kriminellen Laufbahn baute Wedding zudem eine Motorradsammlung auf, die so manches Museum vor Neid erblassen ließe. Seine Verhaftung in Mexiko und die Überstellung in die USA haben die Motorsportwelt in Aufruhr versetzt. Wedding nahm 2002 für Kanada an den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City teil, wo er als Snowboarder im Parallel-Riesenslalom startete. Zwanzig Jahre später stand er auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Kriminellen. FBI-Direktor Kash Patel verglich den Kanadier sogar mit Pablo Escobar und Joaquín „El Chapo“ Guzmán. Die Operation zu seiner Ergreifung trug nicht ganz zufällig den Codenamen Operation Giant Slalom. Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Motorräder dienten der Geldwäsche Laut US-Anklage leitete Wedding ein internationales Drogenkartell, das jährlich rund 60 Millionen Kilogramm Kokain von Kolumbien über Mexiko nach Los Angeles transportierte. Der geschätzte Jahresumsatz beläuft sich auf mehr als eine Milliarde Dollar. Während seiner jahrelangen Flucht in Mexiko wurde Wedding vom Sinaloa-Kartell protegiert. Inzwischen wurden 36 Personen im Zusammenhang mit seinem Netzwerk festgenommen. Seine Motorradsammlung, die im Dezember 2025 bei einer Serie von Razzien an vier Standorten in Mexiko-Stadt und im Bundesstaat Mexiko sichergestellt wurde, verleiht dem Fall eine besondere Dimension für die Motorsportwelt. In einer Lagerhalle stießen die Behörden auf 62 Motorräder, deren Gesamtwert auf etwa 36 Millionen Euro geschätzt wird. Experten stufen die Sammlung als museumswürdig ein. Artikel geht unter dem Bild weiter. Mehrere MotoGP-Werksmaschinen befanden sich in der Sammlung, darunter drei Motorräder, die von Valentino Rossi pilotiert wurden: seine Aprilia RS125, mit der er 1996 sein Grand-Prix-Debüt gab, sowie zwei Ducati Desmosedici-Modelle – die GP11 und GP12 – aus seiner Ära beim italienischen Werksteam. Zudem wurden eine Ducati GP20 und eine GP18 sowie eine seltene Suter Moto2 entdeckt, auf der Marc Márquez fuhr, bevor ihm der Durchbruch in der MotoGP gelang. Experten wiesen darauf hin, dass derartige Maschinen so gut wie nie in Privatbesitz gelangen und normalerweise ausschließlich in den Werkssammlungen oder Markenmuseen zu sehen sind. Es ist unklar, wie Wedding in den Besitz dieser Motorräder kam – eine der zentralen Fragen, die die Justiz nun klären will. Die Verhaftung erfolgte, nachdem sich Wedding in der US-Botschaft in Mexiko-Stadt gestellt hatte. Anschließend wurde er festgenommen und in die USA überstellt. Artikel geht unter dem Video weiter. Zuvor hatte das US-Außenministerium eine Belohnung von 14 Millionen Euro für Informationen ausgelobt, die zu seiner Ergreifung führen. Ob diese Belohnung nun ausgezahlt wird, ist noch nicht bekannt. Die Anklagepunkte wiegen schwer. Wedding wird beschuldigt, eine kriminelle Organisation angeführt zu haben, in mehrere Morde und großangelegten Drogenhandel verwickelt zu sein und die Liquidierung eines Zeugen angeordnet zu haben, der im Januar 2025 in einem Restaurant in Kolumbien erschossen wurde. Laut Staatsanwaltschaft hatte seine Organisation ein Kopfgeld auf den Zeugen ausgesetzt, in der Hoffnung, dass dessen Tod zur Einstellung der Ermittlungen führen würde. Neben der Motorradsammlung wurde auch ein seltener Mercedes-Benz CLK-GTR Roadster im Wert von rund 12 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Behörden werfen einem von Weddings Geschäftspartnern vor, ihm beim Kauf dieser Luxusgüter geholfen zu haben, um kriminell erwirtschaftetes Geld reinzuwaschen. Was mit den Motorrädern geschehen wird, ist noch nicht entschieden. Sie verbleiben bis zum Abschluss der Ermittlungen in staatlicher Verwahrung. Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Lies auch: Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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