Formel 1

Gute Nachrichten für Verstappen vor dem GP von China

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MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 07: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing prepares to drive in the garage during final practice ahead of the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 07, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603070077 // Usage for editorial use only //

Formel-1-Saisonauftakt 2026 in Australien: Erstes klares Bild über das Kräfteverhältnis der Top-Teams.

Mercedes beeindruckte am Freitag unmittelbar mit starken und sehr konstanten Longruns. Viele Teams zeigten sich vom Tempo des deutschen Rennstalls überrascht, wenngleich sich nach dem Rennen herausstellte, dass Max Verstappen letztlich doch näher dran war als zunächst angenommen.

Bereits während der Freien Trainings am Freitag stellten George Russell und Rookie Kimi Antonelli unter Beweis, dass Mercedes über eine exzellente Race-Pace verfügte. Vor allem in den Longruns während des zweiten Freien Trainings wirkte das Team besonders stark.

In solchen Sessions bleibt es jedoch schwierig, das exakte Tempo zu bewerten, da Spritmengen und Motorenmodi nicht bekannt sind. Dennoch bestätigte sich im Rennen am Sonntag, dass Mercedes tatsächlich einen Vorteil hatte.

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Vier bis fünf Zehntel pro Runde Rückstand

Für eine Analyse der Rennpace wurden die zwei konstantesten Stints der Fahrer aus den vier Top-Teams untersucht. Im ersten Stint fuhr Verstappen eine durchschnittliche Rundenzeit von 1:23.527.

Antonelli lag mit einem Durchschnitt von 1:23.090 deutlich darunter, während Russell einen Schnitt von 1:23.190 notierte. Das bedeutete, dass dem Niederländer in der Anfangsphase etwa vier bis fünf Zehntelsekunden pro Runde fehlten.

Red Bull entschied sich zudem für eine andere Strategie als Mercedes. Verstappen setzte auf eine Zweistopp-Strategie, während Russell und Antonelli mit nur einem Boxenstopp durchfuhren. Dadurch veränderte sich das Tempo gegen Ende des Rennens.

In der zweiten Hälfte der GP-Distanz konnte Verstappen die Lücke nämlich verkleinern. Seine durchschnittliche Rundenzeit in einem späteren Stint lag bei 1:22.984. Russell verbuchte in dieser Phase einen Schnitt von 1:23.080, während Antonelli 1:22.932 fuhr. Dies verdeutlicht, dass die Abstände zum Rennende hin deutlich schrumpften.

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Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Autos gegen Ende des Rennens durch das sinkende Kraftstoffgewicht leichter werden. Russell fuhr zudem in relativ freier Fahrt, da er über einen komfortablen Vorsprung verfügte. Antonelli lag sechs bis sieben Sekunden zurück.

Auch McLaren und Ferrari wurden auf die gleiche Weise analysiert. Im ersten Stint verlor Lando Norris etwa acht Zehntel pro Runde auf Mercedes und circa sieben Zehntel auf Charles Leclerc. Der Rückstand auf Lewis Hamilton war geringer und lag bei etwa einer Viertelsekunde.

Im späteren Rennverlauf konnte Norris das Tempo von Ferrari besser mitgehen. Leclerc verlor gegen Ende des Rennens etwas an Speed, sodass Hamilton noch einmal herankommen konnte. Zu einer Attacke kam es jedoch nicht mehr, da der Rückstand zu groß blieb.

Ferrari wies in den ersten zwei Stints ein ähnliches Tempo wie Mercedes auf. Dadurch konnte Leclerc sogar kurzzeitig die Führung übernehmen und mit Russell kämpfen.

Für McLaren und Red Bull war es vor allem in der ersten Rennhälfte schwierig, dem Tempo von Mercedes zu folgen. Zum Ende des Rennens glichen sich die Leistungen jedoch an.

Die große Frage ist, wie sich dieses Bild beim nächsten Rennen in China darstellen wird. Der Kurs in Shanghai verfügt über eine lange Gerade und einen völlig anderen Charakter als der Albert Park. Dadurch könnten sich die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams erneut verschieben.

Vorerst scheint Mercedes im Vorteil zu sein. Gleichzeitig zeigte die Schlussphase des Rennens, dass Red Bull und McLaren möglicherweise aufschließen können, wenn sie ihren Speed früher im Rennen finden. Das könnte den Kampf an der Spitze in den kommenden Grands Prix deutlich spannender machen.

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