Formel 1

„Gianpiero Lambiase bei Red Bull bereits ersetzt“

„Gianpiero Lambiase bei Red Bull bereits ersetzt“

Helmut Marko bestätigt: Red Bull hat bereits Nachfolger für Gianpiero Lambiase fixiert

Der Renningenieur von Max Verstappen, Gianpiero Lambiase, wechselt nach Ablauf seines aktuellen Vertrages im Jahr 2028 zu McLaren. Auch wenn dieser Zeitpunkt noch zwei Jahre entfernt ist, arbeitet das Team bereits im Stillen an einer Lösung.

Der ehemalige Top-Berater Helmut Marko teilte österreichischen Medien mit, dass Red Bull bei Ferrari einen Nachfolger gefunden hat. Wer der Ingenieur genau ist, wollte Marko nicht verraten. Es bleibt zudem unklar, ob es sich um einen direkten Ersatz für Lambiase als Renningenieur von Verstappen handelt oder um den neuen Head of Racing bei Red Bull.

Seine Botschaft ist dennoch deutlich. „Erfolgreiche Leute werden immer abgeworben. Lambiase stand durch Max im Rampenlicht“, so Marko.

Die Nachricht über den Abschied von Gianpiero Lambiase schlug ein wie eine Bombe. Verstappen erklärte einst, dass er mit dem Rennfahren aufhören würde, sollte Lambiase gehen. Die beiden arbeiten bereits seit 2016 zusammen, weshalb der Abschied für viele überraschend kam und gleichzeitig ein deutliches Signal für die Zukunft des viermaligen Weltmeisters ist.

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Gianpiero Lambiase wird Chief Racing Officer bei McLaren

Bei McLaren wird „GP“ künftig als Chief Racing Officer eingesetzt. Laut Teamchef Andrea Stella wird Lambiase ihn nicht ersetzen, sondern an seiner Seite arbeiten, um die operationelle Effizienz des Teams zu verbessern. Stella bezeichnete die Verpflichtung des 45-jährigen Briten als das Sahnehäubchen.

„Die Ankunft von Gianpiero wird dem Team langfristig eine enorme Menge an Fachwissen und Potenzial verleihen. Es ist gleichzeitig eine Bestätigung dafür, wie attraktiv McLaren für die besten Talente in der Formel 1 geworden ist“, sagte Stella.

Es kursierten auch Gerüchte, dass Lambiases Wechsel zu McLaren der Vorbote für einen Abgang von Stella in Richtung Ferrari sein könnte. Stella arbeitete zwischen 2000 und 2014 für Ferrari, bevor er zu McLaren wechselte und im Dezember 2022 den Posten des Teamchefs von Andreas Seidl übernahm.

Mehrere Quellen bei McLaren und Red Bull behaupten jedoch, dass eine Rückkehr nach Maranello vorerst nicht zur Debatte steht. Dennoch ist es bemerkenswert, dass ausgerechnet Ferrari nun als Ursprung des Lambiase-Nachfolgers bei Red Bull genannt wird.

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Jos Verstappen äußert sich zu der Angelegenheit

Es wird erwartet, dass Geld eine große Rolle gespielt hat. Jos Verstappen sagte, dass Lambiase geht, „weil sie ihm viel Geld bieten“. Red Bull Berater Helmut Marko spielt den Verlust nicht herunter, behält aber das Vertrauen in das Team. „Man fühlt mit dem gesamten Team mit. Aber hoffen wir auf unsere Tradition, dass wir das Ruder, wie schon in der Vergangenheit, auch dieses Mal wieder herumreißen können“, so der Österreicher.

Sportlich gesehen hat Red Bull im Jahr 2026 ebenfalls zu kämpfen. Verstappen liegt auf dem neunten Platz der Weltmeisterschaft und verfügt über ein Auto, das nicht mit Mercedes und Ferrari mithalten kann. Es ist der schwächste Saisonstart für das Team seit 2015.

Marko sieht den Motor dabei nicht als den entscheidenden Problemfaktor. „Der Motor ist sicher nicht der beste, aber das ist nicht das größte Problem“, stellt er fest. Er sieht die Fahrzeugentwicklung als Kern des Problems und hofft, dass die neue Führung unter Teamchef Laurent Mekies schrittweise den Weg nach oben findet.

Lambiase ist nicht der erste große Name, der Red Bull verlässt. Auch Chefdesigner Rob Marshall, Technik-Chef Adrian Newey, Sportdirektor Jonathan Wheatley und CEO Christian Horner haben den Rennstall in den letzten Jahren verlassen.

Der Ferrari-Transfer des noch unbekannten Nachfolgers bietet den Fans von Verstappen möglicherweise einen gewissen Trost.

Ob der Neuzugang jedoch in der Lage sein wird, eine ähnlich starke Bindung zum Niederländer aufzubauen, wie sie Lambiase über zehn Jahre hinweg pflegte, bleibt abzuwarten.

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