Formel 1

Gerhard Berger kritisiert neue F1-Regeln scharf: „Das geht nicht in meinen Kopf rein“

Gerhard Berger kritisiert neue F1-Regeln scharf: „Das geht nicht in meinen Kopf rein“
ROME, ITALY - 2025/11/13: Gerhard Berger attends the Benetton Formula premiere at The Space Cinema Moderno. (Photo by Mario Cartelli/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)

Neues 2026er-Reglement: Formule 1 wird komplexer und fordert die Fahrer auf einem neuen Level

Der zehnfache Grand-Prix-Sieger Gerhard Berger erwartet, dass sich die Kräfteverhältnisse dadurch verschieben könnten. Laut dem 66-jährigen Österreicher wird es in dieser Saison nicht nur auf den puren Speed ankommen, sondern vor allem darauf, wer das technische Zusammenspiel am besten beherrscht.

Berger vergleicht es mit dem Klavierspielen: Wer die Knöpfe und Systeme am besten unter Kontrolle hat, kann den Unterschied ausmachen. Dabei spielt das Management der leistungsstärkeren Batterie eine Schlüsselrolle.

Es geht nicht mehr nur darum, so spät wie möglich zu bremsen, sondern auch darum zu wissen, wann man Energie sparen und laden muss, um später die maximale Performance abzurufen.

Laut Berger hat Max Verstappen dafür die besten Karten. Der viermalige Weltmeister kombiniert Aggressivität auf der Strecke mit einem tiefen technischen Verständnis.

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Max Verstappen hat die besten Karten

Er soll sogar in die Programmierung der Simulator-Einstellungen involviert sein. Dieser obsessive Drang, jedes Detail zu verstehen, macht ihn laut Berger so stark.

Dennoch sieht Berger Red Bull nicht automatisch als Favorit für den Saisonauftakt in Melbourne. Trotz positiver Eindrücke der neuen, zusammen mit Ford entwickelten Power Unit, erwartet er, dass Mercedes und die Kundenteams des deutschen Herstellers vorerst das Maß der Dinge sein werden.

Vor allem McLaren und Mercedes würden seiner Meinung nach im Race-Trim die Benchmarks bilden. Er vermutet, dass sie während der Tests noch nicht alle Karten aufgedeckt haben.

Hinter diesem Duo siedelt Berger Ferrari an. Er sieht dort zwar keinen schwachen Eindruck, merkt aber an, dass Lewis Hamilton im vergangenen Jahr in Sachen Speed von Charles Leclerc übertroffen wurde.

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Hamilton bleibt in seinen Augen ein Ausnahmefahrer, doch Berger stellt auch fest, dass der Brite mit 41 Jahren nicht mehr auf seinem absoluten Peak ist. Gleichzeitig könnte das neue Reglement jedoch eine Chance für einen Umschwung sein.

Auf eine konkrete WM-Prognose will sich Berger nicht festlegen. George Russell gilt bei den Buchmachern als Favorit, doch er muss sich laut Berger erst gegen seinen jungen Teamkollegen Kimi Antonelli behaupten. Den 19-jährigen Italiener sieht er als ein großes Talent, das Russell unter Druck setzen kann.

Auch andere junge Piloten machen Eindruck. Isack Hadjar, der bei Red Bull Yuki Tsunoda ersetzt, könnte laut Berger näher an Verstappen herankommen als frühere Teamkollegen.

Darüber hinaus nennt er Arvid Lindblad bei Racing Bulls und Gabriel Bortoleto bei Audi als vielversprechende Namen. Audi könnte sich nach der Übernahme von Sauber als fünfte oder sechste Kraft im vorderen Mittelfeld etablieren.

Trotzdem überwiegt bei Berger eine gewisse Skepsis gegenüber dem neuen Reglement. Er will es sich erst ein halbes Jahr lang ansehen, bevor er ein endgültiges Urteil fällt.

Insbesondere mit der Vorstellung, dass ein Fahrer eine Kurve nicht mehr voll fährt, um Energie für die Batterie zu sparen, kann er sich nur schwer anfreunden. Für ihn bleibt das pure Racing die Essenz des Sports.

Zudem findet er den Zeitpunkt der Reglementänderung unglücklich, da die vergangenen Spielzeiten für eine selten erlebte Spannung und Abwechslung bei den Siegern gesorgt haben.

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