Formel 1

George Russell überzeugt: Er wird Kimi Antonelli bügeln

George Russell überzeugt: Er wird Kimi Antonelli bügeln

Kimi Antonelli überzeugt auf ganzer Linie und lässt Teamkollege George Russell klar hinter sich.

Mit seinem dritten Sieg in Folge hat sich Kimi Antonelli an der Spitze der Formel-1-Weltmeisterschaft festgesetzt.

Der 19-jährige Italiener gewann am Sonntag den Grand Prix von Miami und ließ damit seinen Teamkollegen George Russell erneut hinter sich.

George Russell beendete das Rennen als Vierter und sieht seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft endgültig in einen Rückstand von 20 Punkten umschlagen.

Zu Beginn der Saison galt Russell noch als der große Favorit. Der Brite gewann den Auftakt in Australien und schien auf dem besten Weg zu seinem ersten WM-Titel zu sein.

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Russell bewahrt die Ruhe

Doch seither hat Antonelli drei Rennen in Folge gewonnen und das Blatt komplett gewendet. Während Russell den Sprint in Miami auf Rang fünf abschloss, sicherte sich Antonelli die Pole Position. Ein Muster, das der Brite bereits kommen sah.

„Das ist eine Strecke, auf der ich schon immer meine Schwierigkeiten hatte. Kimi stand hier schon im Vorjahr auf der Sprint-Pole, während ich Fünfter war. Heute das Gleiche. Das Grip-Niveau ist hier einfach niedrig und der Asphalt ist heiß. Ich will dieses Wochenende einfach ordentlich über die Bühne bringen“, sagte Russell am Rande des Wochenendes.

Dennoch lässt der Brite den Kopf nicht hängen. Nach dem Rennen in Miami gab Russell zu Protokoll, dass er weiterhin an ein gutes Ende glaubt. Dabei verweist er auf seine Erfahrung im Titelkampf und die Tatsache, dass die Saison noch lang ist.

„Kimi hat momentan ganz klar einen Lauf und das Momentum auf seiner Seite“, so Russell. „Aber ich habe in meiner Karriere genug Meisterschaften gewonnen, um zu wissen, wie sich das Momentum im Laufe eines Jahres drehen kann. Das hat man auch in der vergangenen Saison gesehen.“

Der Brite fügte hinzu, dass er sich derzeit nicht mit dem Titelkampf als solchem beschäftige. „Um ehrlich zu sein, denke ich gar nicht daran. Ich will einfach nur wieder ganz oben auf dem Podium stehen“, gab sich Russell kämpferisch. Doch trotz dieser Kampfansage zeigte die Realität in Miami, dass er gegen seinen jungen Teamkollegen erneut das Nachsehen hatte.

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Das Rennen in Miami verlief turbulent. Bereits in der Anfangsphase sorgten zwei Zwischenfälle für eine Safety-Car-Phase. Pierre Gasly hob nach einer Kollision mit Liam Lawson ab und segelte in spektakulären Drehungen durch die Luft der Haarnadelkurve. Die anschließende Neutralisation wirbelte das strategische Feld komplett durcheinander.

Antonelli erwischte keinen guten Start und musste sich früh gegen Charles Leclerc und Lando Norris zurückkämpfen. Letztlich übernahm der Italiener jedoch die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab – trotz Getriebeproblemen in der Schlussphase.

Norris sicherte sich Rang zwei vor Oscar Piastri, nachdem Charles Leclerc sein Auto in der allerletzten Runde verlor und in die Mauer einschlug. Russell profitierte von dem Patzer und rückte auf den vierten Platz vor.

In der Weltmeisterschaft führt Antonelli nun mit 100 Punkten vor Russell mit 80 Zählern. Leclerc belegt mit 63 Punkten Rang drei, gefolgt von Norris auf Platz vier. Max Verstappen erlebte mit Rang fünf sein bislang bestes Saisonrennen, rangiert in der Gesamtwertung jedoch nur auf dem siebten Platz.

Nächste Herausforderung: Kanada

Das nächste Rennen findet am 24. Mai in Kanada statt. Eine Strecke, die Russell historisch gesehen liegt. Im vergangenen Jahr triumphierte er in Montreal von der Pole Position aus und sicherte sich zudem die schnellste Rennrunde. Antonelli wurde im selben Rennen Dritter. Diese jüngste Statistik stimmt Russell vorsichtig optimistisch.

Antonelli selbst ist sich bewusst, dass mit Russell in Kanada zu rechnen sein wird.

„Die Saison ist noch lang und es kann noch viel passieren. George wird in Kanada sicher extrem stark sein, er war dort schon immer schnell. Er wird definitiv wieder ganz vorne mitmischen“, so der Italiener. Gleichzeitig spürt Antonelli seine eigene fahrerische Weiterentwicklung.

„Ich fühle mich im Auto deutlich wohler und habe viel mehr Kontrolle“, erklärte Antonelli. Mit drei Siegen in Folge und als jüngster WM-Spitzenreiter der Formel-1-Geschichte im Rücken kommt dieses Selbstvertrauen nicht von ungefähr.

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