Formel 1

George Russell nennt Kritik von Norris nach dominantem Mercedes-Sieg „egoistisch“

George Russell nennt Kritik von Norris nach dominantem Mercedes-Sieg „egoistisch“

George Russell reagiert deutlich auf Kritik von Lando Norris und Fahrerkollegen am neuen Formel-1-Reglement

Nach Ansicht des Mercedes-Piloten sind viele Kommentare vor allem vom Eigeninteresse getrieben.

Der amtierende Weltmeister Lando Norris äußerte sich bereits mehrfach kritisch über das neue Reglement, ebenso wie Max Verstappen in unmissverständlichen Worten.

Der Limburger fand sogar noch deutlichere Worte zu den Problemen, die seiner Meinung nach durch die neuen Regeln entstehen.

McLaren und Red Bull haben bislang Mühe, mit Mercedes Schritt zu halten. Das Werksteam aus Brackley erwischte einen starken Saisonstart mit einem dominanten Doppelsieg beim Grand Prix von Australien.

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Russell pariert Norris-Kritik

Nach dem Rennen wurde Russell auf die Aussagen von Norris angesprochen. Der Brite suggerierte, dass die Kritik vor allem daher rühre, dass McLaren Schwierigkeiten mit der neuen Fahrzeuggeneration habe.

„Ja nun, er ist immer… ja, ich weiß nicht. Wenn er gewinnen würde, würde er wohl kaum dasselbe sagen“, so Russell gegenüber den Medien.

Russell verwies zudem auf Diskussionen aus der vergangenen Saison. Damals beklagten sich mehrere Teams über zu harte Autos und den bekannten Porpoising-Effekt. Laut ihm reagierten die McLaren-Piloten damals ganz anders.

„Wir waren letztes Jahr nicht glücklich darüber, wie steif die Autos waren und wegen des Porpoisings. Alle hatten Rückenschmerzen und die Fahrer beschwerten sich, aber die McLaren-Fahrer sagten, es gäbe kein Porpoising, obwohl wir ihr Auto sahen und es sehr wohl Porpoising hatte“, erklärte George.

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Laut Russell schauen Fahrer oft zuerst auf ihre eigene Situation. Das gehöre zum Sport dazu.

„Jeder schaut also immer auf sich selbst und wir sind in dieser Hinsicht alle egoistisch. Die Wahrheit ist, dass wir letztes Jahr denselben Motor hatten wie sie, und McLaren hielt besser mit als wir und sie schlugen uns.“

„Jetzt hat McLaren denselben Motor wie wir, genau wie Williams und Alpine, und bisher haben wir einen besseren Job gemacht als sie. So läuft das Spiel nun mal“, ließ ein sichtlich gereizter George protokollieren.

Der Kalender ist noch lang

Dennoch erwartet Russell, dass sich das Blatt in dieser Saison noch wenden kann. Der Kalender umfasst immerhin 24 Rennen mit Strecken, die sich stark voneinander unterscheiden. Das Energiemanagement spielt dabei eine große Rolle.

„Ich denke, das Interessante an diesen Regeln ist, dass es nicht auf jeder Strecke, auf die wir kommen, so sein wird.“

„Jeder fährt nach Shanghai, wo es eine lange Gerade gibt, also nutzen die meisten Fahrer ihre Energie auf diesem einen Abschnitt. Man muss sie nicht wie hier in Melbourne auf vier Abschnitte aufteilen.“

„Jeder ist sehr schnell mit Kritik bei der Hand. Man muss der Sache eine Chance geben. Wir sind 22 Fahrer. Als wir die besten Autos und den geringsten Reifenverschleiß hatten und wir am glücklichsten waren, sagten alle, die Rennen seien schlecht.“

„Jetzt sind die Fahrer nicht vollkommen zufrieden und alle sagen, es war ein großartiges Rennen. Man kann also nicht alles haben. Wir müssen dem Ganzen eine Chance geben und nach ein paar Rennen Bilanz ziehen“, sagte Russell.

Beim Grand Prix von China wird sich zeigen, ob Mercedes seinen Vorsprung behaupten kann oder ob die Konkurrenz Boden gutmacht.

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