Formel 1 Geheime WhatsApp-Chats der F1-Piloten enthüllt: Fahrer stimmen über neue Regeln ab Von A. Schenk 1. Mai 2026 F1-News FIA Formel 1 Valtteri Bottas Formel-1-Piloten fordern via WhatsApp Anpassung des Regelwerks. Die Formule 1 kehrt an diesem Wochenende nach einer unerwartet langen Pause von gut einem Monat zurück. Der Grand Prix von Miami ist das vierte Rennen der Saison und das erste seit Japan Ende März. Die Unterbrechung gab der FIA Zeit, sich mit Teams und Fahrern über das neue Reglement für 2026 abzustimmen, das zum Re-Start in Kraft tritt. Was nur wenige wussten: Die Piloten stimmten untereinander in einer WhatsApp-Gruppe über die gewünschten Anpassungen ab. Valtteri Bottas enthüllte im Vorfeld des Rennwochenendes in Miami, wie der Abstimmungsprozess ablief. Der finnische Cadillac-Pilot ließ wissen, dass alle Fahrer im Grid Teil eines gemeinsamen Gruppenchats sind. „Alle Fahrer sind in einem Gruppenchat auf WhatsApp, wir haben dort also viel kommuniziert, besonders nach Japan“, so Bottas. In diesem Chat wurde über die gewünschten Regeländerungen abgestimmt. Laut Bottas herrschte dabei eine bemerkenswerte Einigkeit. „Wir haben auch über Dinge abgestimmt und sind uns in fast allem ziemlich einig.“ Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Crash Der Auslöser für die Dringlichkeit nach Japan war der schwere Crash von Haas-Pilot Oliver Bearman. Nach einer Berührung mit Franco Colapinto schlug der Brite mit einer Verzögerung von 50G hart in die Reifenstapel ein. Dieser Zwischenfall machte schmerzlich deutlich, dass die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Fahrzeugen auf den Geraden zu gefährlichen Situationen führen. GPDA-Vorsitzender Alex Wurz gab bereits an, dass die WhatsApp-Gruppe nach diesem Crash vor Nachrichten regelrecht explodierte. Kleine, aber bewusste Schritte Nicht alle Fahrer saßen bei den Gesprächen mit der FIA am Tisch. Der Weltverband entschied sich dazu, nur erfahrene Piloten zu den direkten Verhandlungsrunden einzuladen. Dennoch konnten alle 22 Fahrer über den Gruppenchat ihre Stimme abgeben. Bottas erklärt, wie das normalerweise abläuft. „Manchmal sprechen nur ein paar Fahrer direkt mit der FIA, aber das geschieht im Namen aller über die GPDA“, so der Finne. George Russell und Carlos Sainz sind derzeit die Direktoren der Fahrergewerkschaft. Die Regeländerungen, die in Miami eingeführt werden, wurden bewusst begrenzt gehalten. Die Super-Clipping-Leistung steigt von 250 kW auf maximal 350 kW, während die Energiespeicherung im Qualifying von 8 MJ auf 7 MJ gesenkt wird. Dies soll sicherstellen, dass die Fahrer auf den Geraden weniger „Lift and Coast“ betreiben müssen. Zudem wird bei langsamen Rennstarts der Elektromotor automatisch zugeschaltet, um gefährliche Geschwindigkeitsunterschiede im Grid zu vermeiden. Bottas steht den Anpassungen positiv gegenüber, glaubt aber gleichzeitig, dass mehr möglich gewesen wäre. „Alle neuen Regelanpassungen sind logisch. Es geht in die richtige Richtung, um die Geschwindigkeitsunterschiede beim Auflaufen zu verringern und das aggressive Abschalten am Ende der Geraden etwas zu reduzieren. Es ist immer noch ein recht kleiner Schritt, aber ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte der 36-jährige Pilot. Text geht weiter unter dem Bild. Pflaster auf den Wunden „Man könnte größere Änderungen vornehmen, aber man möchte Teams, die gute Arbeit leisten, nicht benachteiligen. Man will keine Änderungen, die das Kräfteverhältnis plötzlich verschieben. Große Anpassungen mitten in der Saison sind schwierig, daher ist dies ein guter erster Schritt“, so Bottas. Es wird erwartet, dass für die Saison 2027 grundlegendere Änderungen möglich sind. Die aktuellen Homologationsregeln verbieten nämlich physische Änderungen an den Motoren bis frühestens zu diesem Jahr. Vorerst sind die Anpassungen in Miami daher nur ein Pflaster auf den Wunden. Bottas schließt mit einem nüchternen, aber hoffnungsvollen Ausblick. „Ich denke, dass sich alle beteiligten Parteien einig sind. Jetzt müssen wir diese Dinge in der Praxis sehen.“ Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“