Formel 1

Formel 1 plant Streichung weiterer Rennen im F1-Kalender

Formel 1 plant Streichung weiterer Rennen im F1-Kalender
MONZA, ITALY - SEPTEMBER 07: Stefano Domenicali, CEO of the Formula One Group and Mohammed ben Sulayem, FIA President in parc ferme during the F1 Grand Prix of Italy at Autodromo Nazionale Monza on September 07, 2025 in Monza, Italy. (Photo by James Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Nach Bahrain und Saudi-Arabien: Drohen weiteren Grands Prix Streichungen im Kalender?

Formel 1-CEO Stefano Domenicali hat bestätigt, dass die Organisation Notfallpläne bereithält, falls der Konflikt im Nahen Osten weitere Auswirkungen auf die Königsklasse haben sollte.

Gleichzeitig ließ Liberty Media-CEO Derek Chang wissen, dass eines der beiden zuvor abgesagten Rennen möglicherweise später in dieser Saison nachgeholt werden könnte.

Die Grands Prix von Bahrein und Saudi-Arabien wurden Anfang des Jahres aufgrund des anhaltenden Konflikts unter Beteiligung des Iran und der USA abgesagt.

Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Neuer Triple-Header in Planung

Dadurch fand im April kein einziges Formel 1-Rennen statt. Der Kalender umfasst derzeit 22 statt der ursprünglich geplanten 24 Rennen. Chang äußerte sich vorsichtig optimistisch über eine mögliche Neuansetzung.

„Es könnte möglich sein, ein Rennen ans Ende der Saison zu verschieben“, so der Liberty Media-Topmanager gegenüber The Race.

Zwei Optionen werden bereits seit längerem diskutiert. Die erste sieht vor, ein Rennen zwischen dem Großen Preis von Aserbaidschan und dem GP von Singapur einzuschieben, was zu einem weiteren Triple-Header in dieser Saison führen würde.

Auch Saisonfinale unsicher

Die zweite Option besteht darin, die Schlussphase der Saison umzustrukturieren, in der die Formel 1 mit den Rennen in Katar und Abu Dhabi ohnehin im Nahen Osten gastiert.

Dies führt direkt zur zweiten Sorge: Sollte der Konflikt anhalten, könnten auch das Saisonfinale in Abu Dhabi und das vorletzte Rennen in Katar unter Druck geraten. Domenicali räumte diese Möglichkeit ein, wollte jedoch nicht über konkrete Alternativen spekulieren.

„Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass wir Pläne haben, die hoffentlich nicht angewendet werden müssen.“

„Wir hoffen sehr, dass die Situation für die Welt – und nicht nur für den Rennsport – zur Normalität zurückkehrt.“

Er wies zudem auf einen praktischen Unterschied im Handlungsspielraum der Organisation hin. Ein Rennen, das im April nicht gefahren wurde, kann theoretisch am Saisonende nachgeholt werden.

Für Rennen, die Ende November oder Anfang Dezember möglicherweise wegfallen, ist die Vorlaufzeit jedoch viel kürzer und die logistischen Optionen sind begrenzter.

Artikel geht weiter unter dem Bild.

„Die Deadline für das, was wir eventuell aus dem April kompensieren können, unterscheidet sich stark von dem, was Ende November oder Anfang Dezember angepasst werden müsste“, erklärte Domenicali.

Die Koordination solcher Anpassungen ist kein einfaches Unterfangen. Die Teams müssen Reisen planen, Personal einteilen und Material transportieren.

Streckenbetreiber müssen ihre Anlagen bereithalten oder erneut öffnen. Sponsoren und Fernsehsender müssen informiert werden. Domenicali beschrieb dies als eine „große Kettenreaktion“, in die Teams und Promoter eng eingebunden sind.

Unangenehme Situation für den Sport

Der Formel 1-Chef schloss sein Statement mit einem Appell um Verständnis für die Zurückhaltung bei konkreten Aussagen ab.

„Ich hoffe, Sie verstehen, dass wir Spekulationen vermeiden wollen.“

„Denn die größte Hoffnung ist, dass wir dorthin zurückkehren können, wo wir sein sollten.“

Für den Sport ist die Situation unangenehm. Der Formel 1-Kalender ist ein kommerzielles Produkt, bei dem jedes Rennwochenende Millionen für Teams, Organisatoren und Rechteinhaber generiert.

Zwei ausgefallene Rennen bedeuten einen zweifachen Einnahmeverlust und eine Saison, die kürzer ist als geplant. Ob diese Rennen nachgeholt werden, hängt von Faktoren ab, die außerhalb der Macht der Formel 1 liegen.

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen