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Formel 1 enthüllt Ersatzplan für abgesagte Saisonrennen

Formel 1 enthüllt Ersatzplan für abgesagte Saisonrennen
AUSTIN, TEXAS - OCTOBER 17: Stefano Domenicali, CEO of the Formula One Group and Derek Chang, President and Chief Executive Officer of Liberty Media Corporation attend the Apple TV Press Conference prior to practice ahead of the F1 Grand Prix of United States at Circuit of The Americas on October 17, 2025 in Austin, Texas. (Photo by Bryn Lennon - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Nach den Rennabsagen im Nahen Osten: So nimmt der Formel-1-Kalender jetzt Gestalt an

Der Formel 1-Kalender ist nach der Absage der Rennen in Bahrein und Saudi-Arabien ordentlich durcheinandergewirbelt worden. Diese beiden Grands Prix waren als vierter und fünfter Saisonlauf geplant, konnten jedoch aufgrund des ausbrechenden Konflikts im Nahen Osten nicht stattfinden.

Nun prüfen die Organisatoren, wie sie zumindest eines dieser Rennen retten können. Laut RacingNews365 wird das Wochenende vom 2. bis 4. Oktober als möglicher Termin für ein Ersatzrennen ins Auge gefasst.

Dieses Wochenende liegt exakt zwischen dem Großen Preis von Aserbaidschan und dem von Singapur und könnte Platz für eine Neuansetzung des Bahrein- oder Saudi-Arabien-Rennens bieten.

Bahrein scheint dabei die bevorzugte Option der FIA zu sein. Saudi-Arabien lobbyt jedoch massiv für die Rückkehr des Rennens auf dem Jeddah Corniche Circuit.

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Die FIA ließ bewusst Spielraum

Die FIA ließ bei den Absagen bewusst Spielraum, indem sie erklärte, dass die Rennen „im April nicht stattfinden könnten“, anstatt sie endgültig aus dem Kalender zu streichen.

Diese Formulierung hielt die Tür für eine mögliche Austragung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr einen Spalt weit offen. Ob diese Lücke genutzt wird, hängt von der Sicherheitslage in der Region und den logistischen Möglichkeiten der beteiligten Parteien ab.

Eine zweite Option, die im Umlauf ist, wäre ein Quadruple-Header am Ende der Saison. Diese vier aufeinanderfolgenden Rennen würden zwischen dem Großen Preis von Katar und dem Rennen in Abu Dhabi eingetaktet, das bereits auf Las Vegas folgt. Abu Dhabi müsste in diesem Fall auf den 13. Dezember verschoben werden.

Diese Lösung bringt jedoch mehrere Probleme mit sich. Zum einen ist da der menschliche Faktor: Teams und Fahrer, die bereits eine lange Saison hinter sich haben, stünden vor einem knallharten Saisonfinale, wenn vier Rennen in kürzester Zeit absolviert werden müssten.

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Zum anderen sind da die Fans, die bereits Tickets und Flüge für das ursprüngliche Abu Dhabi-Wochenende gebucht haben. Diese Zuschauer könnten mit leeren Händen dastehen, sollte das Rennen verlegt werden.

Zudem gibt es eine vertragliche Hürde. Abu Dhabi hat eine Klausel, die vorschreibt, dass es das letzte Saisonrennen sein muss. Das macht es unmöglich, Saudi-Arabien am 13. Dezember fahren zu lassen, da dieser Termin in einem angepassten Kalender nach dem Wochenende in den Emiraten liegen würde.

Für die Organisatoren ist dies ein weiteres Puzzleteil, das den Spielraum weiter einschränkt. In der Zwischenzeit läuft die Saison normal weiter.

Nach dem Großen Preis von Miami, den WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli für sich entscheiden konnte, gibt es eine zweiwöchige Pause, bevor die Formel 1 vom 22. bis 24. Mai in Montreal zum Großen Preis von Kanada gastiert. Dieses Rennen steht nicht zur Debatte und bietet Fahrern und Teams nach dem turbulenten Jahresbeginn ein gewohntes Umfeld.

Ob und wie die abgesagten Rennen nachgeholt werden, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Druck auf die Organisatoren ist groß, da sowohl die Promoter aus Bahrein als auch jene aus Saudi-Arabien einen vertraglichen Anspruch auf ihr Rennen und die damit verbundenen Einnahmen haben.

Eine Einigung über eine Neuansetzung erfordert die Zustimmung mehrerer Parteien, darunter die FIA, das Formel 1-Management, die betroffenen Rennstrecken und die Teams.

Das Chaos im Kalender ist eine unerwünschte Nebenwirkung einer geopolitischen Situation, auf die der Sport keinen Einfluss hat, deren Folgen er jedoch tragen muss.

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