Formel 1

FIA veröffentlicht Startaufstellung für den Spanien-GP nach Grid-Strafen

FIA veröffentlicht Startaufstellung für den Spanien-GP nach Grid-Strafen
MADRID, SPAIN - SEPTEMBER 12: Pole position qualifier Lando Norris of Great Britain and McLaren Second placed qualifier Andrea Kimi Antonelli of Italy and Mercedes AMG Petronas F1 Team and Third placed qualifier Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing look on during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Spain at Madring on September 12, 2026 in Madrid, Spain. (Photo by Alex Bierens de Haan/LAT Images)

Die Startaufstellung für das F1-Debüt in Madrid steht fest.

Freitagnachmittag saß Lando Norris nach nur zwei Runden bereits tatenlos in der McLaren-Garage. Ein Getriebeschaden beraubte ihn im zweiten Freien Training um fast alle Erfahrungswerte auf einer Strecke, die die Formel 1 zuvor noch nie gesehen hatte.

Einen Tag später erklang über den Boxenfunk der Satz, der dieses erste Qualifying in Madrid perfekt zusammenfasst. „Oh, das war vielleicht meine beste Runde überhaupt!“, rief der Weltmeister, als er die Ziellinie überquerte.

George Russell und Kimi Antonelli hatten alle drei Freien Trainings dominiert, und der Italiener war erst letzte Woche in Monza von Startplatz 19 zum Sieg gefahren. Sie schienen also die besten Karten zu haben.

Oliver Bearman und Lance Stroll kamen nach einem schweren Crash beziehungsweise einem vermuteten Problem mit dem Wasserdruck gar nicht erst zum Einsatz.

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Verstappen warnt Mercedes in Q2

Max Verstappen überstand Q1 auf dem Medium-Reifen und sparte so einen Satz der weichen Mischung. Dieser Satz zahlte sich in Q2 sofort aus, denn der Niederländer markierte eine 1.32,431 und distanzierte Antonelli damit um 0,160 Sekunden.

Plötzlich mischte Red Bull, das das gesamte Wochenende noch nicht in den Top 3 vertreten war, voll um die Pole mit.

Lewis Hamilton, der seinen Ferrari am Samstagmorgen noch in die Mauer gesetzt hatte, führte die Zeitentabelle nach den ersten Runs in Q3 mit einer 1.32,079 an. Verstappen blieb nach einem kleinen Fehler auf dem fünften Rang hängen.

Dann folgte der finale Run. Antonelli setzte als erster der Favoriten eine Zeit und unterbot mit einer 1.31,835 die Marke von Hamilton. Sechs Fahrer versuchten es danach, scheiterten jedoch alle.

Nur Norris nicht. Er nahm Antonelli im Mittelsektor fast drei Zehntel ab und schlitterte in der letzten Kurve beinahe in die Mauer. Die Uhr blieb bei 1.31,824 stehen – elf Tausendstelsekunden schneller als der WM-Spitzenreiter.

„Das war wahrscheinlich eine der besten Runden meiner gesamten Karriere“, so Norris gegenüber Formula1.com. Der Quersteher kostete ihn noch zwei bis drei Zehntel. „Die Frage war, ob mein Kopf mich das in dieser letzten Runde machen lässt“, sagte der Brite.

„Ich dachte, es wäre eine gute Runde gewesen, aber dann hat dieser Kerl sie mir einfach weggeschnappt“, kommentierte Antonelli.

Streikende Batterie kostet Verstappen den letzten Sektor

Verstappen fuhr in diesem letzten Run den schnellsten Mittelsektor aller Piloten, meldete dann aber über Funk eine streikende Batterie. Am Ende stand eine 1.31,964 zu Buche, was Platz drei mit 0,140 Sekunden Rückstand auf Norris bedeutete.

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„Wir sind im letzten Sektor zu langsam. Das ist immer das Problem“, erklärte Verstappen gegenüber Viaplay.

Laut seiner Analyse fehlt es Red Bull dort an der richtigen Deployment-Strategie der Hybrid-Energie, und die Software lässt sich in diesem Bereich nicht korrigieren.

Dennoch wirkte er auffallend gut gelaunt. „Dritter zu sein, ist ein gutes Ergebnis“, so Verstappen. Das Auto habe sich laut seiner Aussage endlich wieder so angefühlt, wie er es sich wünscht.

Lewis Hamilton und Charles Leclerc belegen mit nur sechs Tausendsteln Differenz die Plätze vier und fünf. Russell kam nicht über die sechstschnellste Zeit hinaus und blieb erneut hinter seinem Teamkollegen zurück, der in der WM 66 Punkte vor ihm liegt.

Oscar Piastri büßte auf Rang sieben 0,470 Sekunden auf Norris ein, während Pierre Gasly eine Woche nach seiner Pole in Monza nicht über Startplatz 14 hinaus kam.

Für das spanische Publikum wurde es ein Nachmittag zum Vergessen. Carlos Sainz und Fernando Alonso scheiterten beide bereits in Q1. Sainz rutschte zudem durch eine Strafe für das Behindern von Valtteri Bottas auf den 20. Startplatz ab.

Die Formel 1 ist zum ersten Mal seit 1981 zurück in Madrid. Von der Pole Position bis zum Bremspunkt der ersten Kurve sind es nur 200 Meter – dort bietet sich am Sonntag direkt die Chance für Antonelli.

Norris selbst erwartet, dass Überholen schwierig, aber nicht unmöglich sein wird. Er könnte am Sonntag seinen dritten Sieg in vier Rennen feiern, muss aber noch 96 Punkte auf Antonelli aufholen.

Sehen Sie die Zusammenfassung auf YouTube.

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