Formel 1

FIA spricht Warnung für Piloten kurz vor dem Österreich-GP aus

FIA spricht Warnung für Piloten kurz vor dem Österreich-GP aus

Angesichts der Hitze-Welle: Spielberg-Organisatoren prüfen Maßnahmen für den Österreich-GP

Die FIA hat für den Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring in Spielberg eine offizielle Hitzewarnung herausgegeben. Europa wird von der ersten großen Hitzewelle des Sommers heimgesucht, wobei Österreich zu den Ländern gehört, in denen Temperaturrekorde für Juni gebrochen wurden.

Die für dieses Wochenende erwarteten Wetterbedingungen führen zur Aktivierung des Hitze-Protokolls der FIA mit konkreten Folgen für die Fahrer und die Autos.

Die FIA-Erklärung bezieht sich auf Artikel B1.5.10 des Formel-1-Reglements: Sobald der offizielle Wetterdienst vorhersagt, dass der Hitze-Index zu irgendeinem Zeitpunkt während des Rennens 31 Grad Celsius übersteigt, wird eine Hitzewarnung ausgerufen.

Genau das wird an diesem Wochenende erwartet. Für das dritte freie Training und das Qualifying am Samstag wird eine Temperatur von 32 Grad vorhergesagt, und für den Grand Prix am Sonntag mit einer Startzeit von 15:00 Uhr Ortszeit gehen die Erwartungen von 33 Grad aus.

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Ohne Weste müssen 500 Gramm Ballast mit

Das Hitze-Protokoll verpflichtet die Teams, ein Kühlsystem für den Fahrer im Auto zu installieren. Dieses System besteht aus einer Pumpe, Leitungen und einem thermischen Speichertank, die kalte Flüssigkeit erzeugen, welche über eine feuerfeste Weste mit integrierten Schläuchen zum Fahrer geleitet wird.

Die Installation des Systems im Auto ist obligatorisch, aber das Tragen der Kühlweste selbst ist für den Fahrer optional. Wer die Weste nicht tragen möchte, muss zum Ausgleich 0,5 Kilogramm Ballast im Cockpit platzieren, um den Gewichtsunterschied im Vergleich zur persönlichen Standardausrüstung zu kompensieren.

Dieses Ballastsystem soll verhindern, dass Fahrer, die auf die Weste verzichten, einen unfairen Gewichtsvorteil haben. Die FIA hatte ursprünglich geplant, das Tragen der Kühlwesten zur Pflicht zu machen, doch diese Pläne scheiterten am Widerstand der Fahrer.

Die Einwände richtten sich gegen den Komfort und die Effektivität in der Praxis. Beim Großen Preis von Singapur 2025 klagten mehrere Piloten über die Westen, wobei Lewis Hamilton sie als kratzig bezeichnete. Seitdem bleibt die Nutzung optional.

Das Hitze-Protokoll hat auch Auswirkungen auf das Mindestgewicht der Fahrzeuge. Während des Trainings und des Qualifyings gilt ein zusätzliches Mindestgewicht von 2 Kilogramm über den standardmäßigen 768 Kilogramm.

Für das Rennen selbst kommen noch einmal 5 Kilogramm extra hinzu. Diese Anpassungen sollen Raum für das zusätzliche Gewicht der Kühlanlage schaffen, ohne dass die Teams gezwungen sind, an anderer Stelle Gewicht am Auto einzusparen.

Strecke in Österreich liegt höher

Der Red Bull Ring ist eine Strecke, die aufgrund ihrer Lage auf 700 Metern Höhe in den steirischen Bergen besondere Anforderungen an die Kühlsysteme der Autos stellt. Die dünnere Luft in dieser Höhe beeinflusst die Motorleistung und die Kühlung.

In Kombination mit extremen Außentemperaturen werden die thermischen Herausforderungen sowohl für die Fahrer als auch für die technischen Systeme größer als auf einer durchschnittlichen Rennstrecke.

Die FIA betonte, dass nicht damit zu rechnen sei, dass das Rennen wegen der Hitze unterbrochen oder verschoben wird. Hohe Temperaturen beim Österreich-Grand-Prix kamen in den vergangenen Jahren häufiger vor, ohne dass der Rennbetrieb gestört wurde.

Die Teams passen ihre Strategie für das Motorsetup, die Kühlung und das Reifenmanagement an die Bedingungen an, was ein Standardteil der Vorbereitung auf Strecken in heißen Klimazonen ist.

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