Formel 1

FIA passt Startzeiten für den Miami-GP kurzfristig an

FIA passt Startzeiten für den Miami-GP kurzfristig an
MIAMI GARDENS, FL - MAY 03: The F1 safety car enters turn 1 during the running of the Sprint race for the F1 Crypto.com on May 03, 2025 at Miami International Autudrome in Miami Gardens, FL.(Photo by Jeff Robinson/Icon Sportswire via Getty Images)

Spezielle Herausforderung in Miami: Nach fünf Wochen Pause und neuen technischen Regeln bleibt den Teams nur ein Training für das Set-up vor dem Sprint-Wochenende.

Fahrer und Teams erhalten dadurch anstelle der üblichen sechzig Minuten nun anderthalb Stunden Zeit, um ihre Boliden auf dem Miami International Autodrome abzustimmen.

„Diese Entscheidung wurde angesichts der langen Pause seit dem letzten Grand Prix, der jüngst angekündigten Änderungen am Reglement und der technischen Anpassungen sowie der Tatsache getroffen, dass der Grand Prix von Miami im Sprint-Format ausgetragen wird, wodurch am Wochenende weniger Trainingszeit zur Verfügung steht“, so die FIA.

Die Session findet von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr Ortszeit statt, was 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr niederländischer Zeit entspricht. Alle anderen Sessions, die vor dem ersten Training auf dem Programm standen, werden ebenfalls um dreißig Minuten vorgezogen.

Die Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien wurden zuvor in dieser Saison aufgrund des Krieges in der Region gestrichen. Dadurch hatten die Teams etwa fünf Wochen Zeit, um an ihren Autos zu arbeiten.

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Regelanpassungen

Die maximale Ladekapazität der Motoren wurde gesenkt und die Spitzenleistung im Zuge der von der FIA vorgenommenen technischen Anpassungen erhöht.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff bewertet die Eingriffe positiv. „Die reglementbedingten Anpassungen sind eher eine Evolution als eine Revolution. Sie wurden entwickelt, um auf der Qualität des Racings aufzubauen, die wir bisher gesehen haben, während die Fahrer gleichzeitig ans Limit gehen können“, so Wolff.

„Diese Änderungen respektieren die DNA unseres Sports, und ich bin fest davon überzeugt, dass sie in Zukunft zu einem noch größeren Spektakel beitragen werden.“

Für Red Bull und Max Verstappen steht in Miami mehr auf dem Spiel als nur Trainingszeit. Nach drei Rennen, in denen Mercedes dominierte und Verstappen mit Red Bull enttäuschte, hat die FIA eine Änderung im technischen Reglement vorgenommen. Zum ersten Mal wird sich nun zeigen, ob diese das Racing verbessert hat und ob sich die Kräfteverhältnisse möglicherweise verschoben haben.

Zahlreiche Änderungen am Auto von Verstappen und Hadjar

Red Bull nutzte die Pause intensiv. Das Team überraschte die Konkurrenz mit einem 200 Kilometer langen Filmtag in Silverstone, bei dem Verstappen ein neues Aerodynamik-Paket testete, das in Miami sein Debüt feiern soll.

Der RB22 präsentierte neue Komponenten, darunter ein neuer Unterboden, neue Seitenkästen und ein neuer Frontflügel. Aufnahmen des Filmtags zeigten zudem, dass Verstappen einen von Ferrari inspirierten, rotierenden Heckflügel am RB22 testete.

Zentraler Punkt im Erholungsplan von Red Bull ist die Bekämpfung des Übergewichts am RB22. Quellen berichten, dass der Bolide derzeit 9 bis 10 Kilogramm über dem Mindestgewicht liegt.

Teamchef Laurent Mekies dämpft bewusst die Erwartungen. „Wir haben noch nicht alle Probleme gelöst, aber es wurden zweifellos Fortschritte gemacht, um unseren Fahrern eine konstantere Performance zu ermöglichen. Wissen wir, ob wir alles aussortiert haben? Nein. Wir wissen, dass wir das noch nicht geschafft haben, aber einen beträchtlichen Teil davon schon“, erklärte Mekies.

Verstappen belegt nach drei Rennen den neunten Platz in der Meisterschaft. Kimi Antonelli führt das Klassement für Mercedes an.

Die 90-minütige Session des Freien Trainings am Freitag ist für Red Bull von enormer Bedeutung. Das verlängerte FP1 ist die einzige Chance, die Korrelation zwischen Simulationsdaten und dem realen Fahrverhalten des runderneuerten Autos zu überprüfen.

Sollte das virtuelle Modell stimmen, kann Verstappen auf ein besser fahrbares Auto zurückgreifen. Falls nicht, wird das Wochenende faktisch zu einer Testfahrt unter freiem Himmel.

Nach Miami steht am 24. Mai der Grand Prix von Kanada auf dem Programm, gefolgt von Monaco am 7. Juni, Spanien am 14. Juni und Österreich am 28. Juni.

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