Formel 1 FIA passt Startaufstellung für Italien-GP in letzter Minute an Max Verstappen of the Netherlands drives the #3 Oracle Red Bull Racing RB22 Ford RBPT during the Formula 1 Pirelli Gran Premio d'Italia 2026 at Autodromo Nazionale Monza in Monza, on September 4, 2026. (Photo by Alessio Morgese/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 6. September 2026 F1-News Formel 1 Max Verstappen Red Bull Strafen-Hagel stellt Monza auf den Kopf und wirft WM-Spitzenreiter ans Ende des Feldes Wer am Samstagnachmittag einen Blick auf das Zeitstableau des Qualifyings in Monza warf, hatte noch keine Vorstellung davon, wie die Startaufstellung für den Großen Preis von Italien letztlich aussehen würde. Stunden nach der Session waren die Stewards nämlich noch intensiv mit der Untersuchung eines Zwischenfalls aus Q2 beschäftigt, zudem schwebten bereits drei Motorenstrafen über dem Feld. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Eine empfindliche Strafe für McLaren Die erste große Verschiebung betrifft Oscar Piastri. Der Australier fuhr die drittschnellste Zeit, doch die Stewards entschieden, dass er Liam Lawson in der ersten Schikane behindert hatte. Piastri kam gerade aus der Box, als Max Verstappen und Lawson mit hoher Geschwindigkeit herannahten. Den Stewards zufolge hatte er mit den ihm vorliegenden Informationen keine andere Wahl mehr. Dass er Lawson dennoch im Weg stand, brachte ihm die Standardstrafe von drei Plätzen Rückversetzung ein. Piastri selbst gab bereits vor dem Urteil an, dass ihn die Situation überrumpelt hatte. „Ich kam gerade aus der Box. Der Geschwindigkeitsunterschied aus der Boxengasse heraus ist hier so groß, dass ich nicht wirklich weiß, wo er herkam. Ich muss mir das mit dem Team noch einmal ansehen“, so Piastri. Teamchef Andrea Stella räumte ein, dass McLaren in Q3 nicht das Maximum herausgeholt habe. „Wir hatten Schwierigkeiten, in Q3 die richtige Position auf der Strecke zu finden, und einige Ungenauigkeiten führten dazu, dass wir unser Potenzial schlichtweg nicht ausgeschöpft haben“, so Stella. Durch die Strafe steht McLaren nun mit einem Auto in der dritten und mit einem Auto in der fünften Startreihe. Lawson selbst verpasste den Einzug ins Q3 und hätte ohnehin nicht von einer guten Zeit profitiert. Red Bull hatte nämlich kurz vor dem Qualifying eine ganze Reihe neuer Motorenkomponenten in sein Auto eingebaut. Da er den Wagen des verletzten Isack Hadjar pilotierte, wird die Komponentenhistorie dieses Autos übernommen, was ihm eine Strafe von insgesamt 35 Plätzen einbrachte. Kimi Antonelli erhielt 30 Plätze Strafe für einen fünften Verbrennungsmotor plus neuen Energiespeicher und Steuerelektronik, während Alex Albon bei Williams 20 Plätze kassierte. Alle drei überschritten das erlaubte Kontingent von vier Antriebseinheiten pro Saison und starten daher ganz hinten. Erste Pole nach neun Jahren Warten Pierre Gasly fuhr in Q3 eine 1:21,786 und schlug damit George Russell um sechs Hundertstelsekunden. Es ist die erste Pole seiner Karriere, und sie gelingt ihm auf der Strecke, auf der er 2020 seinen einzigen Sieg feierte. „Es war eine neun Jahre lange Jagd auf die Chance, eine Pole zu holen. Ich habe mein erstes Rennen in Monza gewonnen und hole meine erste Pole auf dieser Strecke. Das ist hier etwas Besonderes“, sagte Gasly. Russell reagierte sportlich und verriet, dass Gasly ihn bereits eine Viertelstunde vor der Session bei einer Partie Schach besiegt hatte. „Ich dachte mir: Dann schlage ich dich eben im Qualifying. Und jetzt steht er wieder vor mir“, so Russell. Für Russell ist der Sonntag wichtiger, als es der zweite Startplatz vermuten lässt. Er liegt nämlich 59 Punkte hinter seinem Teamkollegen Antonelli in der Meisterschaft, und der Italiener beginnt sein Heimrennen am Ende des Feldes. Toto Wolff redete nicht um den heißen Brei herum. „Unser Sport belohnt keine Sentimentalitäten. Das Ziel ist jetzt klar: so viele Plätze wie möglich gutmachen und die Punkte maximieren“, erklärte Wolff. Ferrari hatte auf eine Heim-Pole gehofft, kam aber nicht über die Plätze vier und fünf hinaus. Durch die Strafe gegen Piastri rücken Charles Leclerc und Lewis Hamilton dennoch in die zweite Startreihe vor. Die vollständige Startaufstellung Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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