Formel 1

FIA in Panik: F1-Regeln kurz vor GP von Australien über den Haufen geworfen

FIA in Panik: F1-Regeln kurz vor GP von Australien über den Haufen geworfen
MELBOURNE, AUSTRALIA - March 16, 2025: Lando Norris, from United Kingdom competes for McLaren F1. Race day for the F1 Australian Grand Prix 2025.

FIA erwägt kurzfristige Reglementänderung nach Bedenken über neue Hybrid-Antriebseinheiten

Der FIA steht kurz vor dem Saisonstart 2026 in Australien möglicherweise eine schmerzhafte Entscheidung bevor. Die Teams kämpfen mit unerwarteten Problemen bei den neuen Hybrid-Power-Units, und es wird nun ernsthaft über eine Anpassung des Reglements nachgedacht, um die Qualität des Racings zu verbessern.

Ab 2026 liefert die Batterie fast 50 Prozent der Gesamtleistung des Autos. Während der Wintertests in Bahrain sorgte dies für beeindruckende Höchstgeschwindigkeiten. Doch es tauchte auch ein fundamentales Problem auf.

Auf der Hälfte der langen Geraden war die elektrische Energie oft vollständig aufgebraucht, woraufhin die Geschwindigkeit sank. Das macht Überholmanöver besonders schwierig, da die Fahrer ihre Energie verwalten müssen, anstatt voll anzugreifen.

Seit dem Wegfall der MGU-H, die Wärmeenergie in elektrische Energie umwandelte, ist die maximale Energierückgewinnung deutlich begrenzt. Die neuen Motorenhersteller wollten einfachere und kostengünstigere Triebwerke, doch der Nebeneffekt ist, dass der Energiemangel während der Fahrt nicht kompensiert werden kann.

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Batterie leer vor dem Bremspunkt

Die Fahrer wenden nun massenhaft Lift-and-Coast-Techniken an, um die Batterie für die nächste Gerade schneller aufzuladen. In Bahrain wurde deutlich, dass die Piloten seltener einen Überholversuch in Kurven wie Kurve 1, Kurve 4 und Kurve 11 wagen, wenn sie nicht bereits komplett neben ihrem Gegner sind.

Unter anderem Lewis Hamilton, Max Verstappen und Weltmeister Lando Norris haben ihre Besorgnis geäußert. Sie befürchten, dass das Wheel-to-Wheel-Racing schwieriger wird als in der Ground-Effect-Ära von 2022 bis 2025. Neben der Energiefrage gibt es noch zwei weitere Sorgenpunkte.

In den Aufwärmrunden kann die Power Unit nicht vollständig vorbereitet werden, was zu einer verzögerten Leistungsabgabe beim Start führen kann. Ferrari soll hierfür bereits Lösungen gefunden haben, doch unter anderem McLaren und Mercedes hatten hiermit anfangs Schwierigkeiten.

Zudem variiert die Verfügbarkeit der elektrischen Leistung je nach Rennstrecke stark. Kurse mit langen Geraden und wenigen harten Bremszonen wie Monza, Jeddah und Suzuka könnten zusätzlich problematisch werden.

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Bahrain ist relativ begünstigt, da die Strecke mehrere harte Bremspunkte hat, an denen Energie zurückgewonnen werden kann. Berichten zufolge steht die FIA im Austausch mit den Teams, um schnell eine Lösung zu finden.

Eine mögliche Anpassung besteht darin, die maximale elektrische Leistung um 15 bis 30 Prozent zu senken. Dadurch könnte der Einsatz der MGU-K länger aufrechterhalten werden, was das sogenannte Clipping reduziert und für eine gleichmäßigere Leistungsentfaltung sorgt.

Mercedes plädiert dem Vernehmen nach für einen Kompromiss, bei dem die maximale Leistung angepasst wird, auch im Namen der Kundenteams McLaren, Alpine und Williams. Andere Hersteller möchten angeblich noch weiter gehen.

An den letzten Testtagen wurde bereits mit einer geringeren elektrischen Leistung experimentiert. Das könnte die Rundenzeiten um 1,5 bis 2,5 Sekunden verlangsamen, doch laut Beteiligten liefert es ein natürlicheres Fahrgefühl und eine weniger extreme Abhängigkeit vom Elektro-Boost bei Überholmanövern.

Ein kleines Zugeständnis bei der reinen Geschwindigkeit im Austausch für besseres Racing und mehr Spektakel scheint für viele Teams ein akzeptabler Preis zu sein. Ob die FIA tatsächlich noch vor dem Großen Preis von Australien eingreift, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

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