Formel 1

FIA bringt V10-Motoren bereits 2027 zurück: Formel 1 im Kriegszustand

FIA bringt V10-Motoren bereits 2027 zurück: Formel 1 im Kriegszustand

Stoppschild für die Formel 1: Die zunehmende Elektrifizierung wird vorerst gebremst.

Bemerkenswerte Neuigkeiten aus der Motorsportwelt am heutigen Tag. Die FIA soll nach einem Geheimtreffen in der Schweiz beschlossen haben, die aktuellen Hybrid-Antriebseinheiten bereits 2027 einzustellen und zum ikonischen V10-Motor zurückzukehren.

Bei dieser Versammlung sollen mehrere Weltmeister anwesend gewesen sein, darunter Lewis Hamilton, Fernando Alonso, Max Verstappen und Lando Norris, zusammen mit Teamchefs wie Toto Wolff, Zak Brown und Fred Vasseur.

Sogar Sebastian Vettel soll eine Rolle als Vorsitzender einer technischen Arbeitsgruppe gespielt haben.

Die Seite GrandPrix247 verfüge angeblich über geleakte E-Mails, die belegen, dass eine Ankündigung unmittelbar bevorstehe. Damit wären die aktuellen Power Units die kurzlebigsten Motoren in der modernen Geschichte der Formel 1.

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3,0-Liter-V10

Eine Rückkehr zu einem 3,0-Liter-V10-Saugmotor mit nachhaltigem Kraftstoff werde bereits für 2027 vorbereitet, wobei eine völlig neue Generation von V10-Triebwerken für 2028 bereitstehen soll.

Die Geschichte klingt verlockend, sicher für jeden, der das Kreischen und Brüllen der Motoren aus der Ära von 1995 bis 2005 vermisst. Und sie spielt geschickt mit einer Diskussion, die im Fahrerlager schon seit geraumer Zeit schwelt.

Denn die „Zurück-zum-V10-Debatte“ ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem deutete Anfang 2025 öffentlich an, dass der Verband ernsthaft über eine Rückkehr zu Saugmotoren mit nachhaltigen Kraftstoffen nachdenken sollte.

Die FIA führte Gespräche mit Teams und Motorenherstellern über die Möglichkeit, bereits 2028 auf eine neue V10-Formel umzustellen.

Ein FIA-Vorschlag aus dem Jahr 2025, das Motorenreglement von 2026 bereits 2028 wieder zu beenden und auf V10-Sauger mit nachhaltigem Sprit umzusteigen, wurde letztlich von den Teams abgelehnt. Damit schien die Tür vorerst geschlossen.

Warum V10?

Die Anziehungskraft des V10 ist verständlich. Die Ära von 1995 bis 2005 wird von Fans konsequent als die spektakulärste in der Geschichte des Sports angeführt. Mit Drehzahlen von über 19.000 U/min erzeugten die Motoren von Ferrari, Mercedes, BMW, Honda und Renault einen Sound, der bis heute unerreicht ist.

Die aktuellen Hybrid-Antriebe werden oft als zu leise, zu komplex und zu weit entfernt von dem kritisiert, was die Formel 1 für viele Fans ausmacht.

Diese Kritik hat in dieser Saison nur noch zugenommen (und die Zuschauerquoten sind in einigen Ländern dramatisch gesunken). Fahrer wie Max Verstappen beklagen offen, dass das Fahren mehr zu einem Management der Energiesysteme geworden ist als zu echtem Rennsport.

Ein V10 mit nachhaltigem Kraftstoff könnte darauf die Antwort sein. Technisch ist das laut Befürwortern machbar. Sebastian Vettel fuhr bereits 2022 ein historisches Formel-1-Auto mit komplett CO2-neutralem synthetischem Kraftstoff, ohne dass dafür große Motorenanpassungen nötig waren. Befürworter argumentieren, dass ein moderner V10 mit E-Fuels deutlich günstiger in der Entwicklung und im Betrieb wäre als die aktuellen Hybridsysteme.

Doch ein großes Problem

Die Geschichte hat jedoch ein fundamentales Problem. Motorenhersteller wie Mercedes, Ferrari, Honda und die Red Bull Ford Partnership haben in den letzten Jahren Unsummen in die Entwicklung der 2026er Power Units investiert. Eine Regeländerung nach nur einem Jahr würde diese Investitionen komplett zunichtemachen.

Das ist eine politische und finanzielle Hürde, und bisher hat kein Hersteller signalisiert, bereit zu sein, diesen Verlust zu akzeptieren.

Zudem erfordert eine solche Regeländerung einen breiten Konsens innerhalb der Formel-1-Kommission. Das ist ein Prozess, der Jahre in Anspruch nimmt. Ein Übergang zum V10 im Jahr 2027 ist in der Praxis technisch und juristisch nahezu unmöglich.

Vermutlich handelt es sich hierbei also um einen Aprilscherz, in Anbetracht des heutigen Datums.

Die Website GrandPrix247 veröffentlichte die Geschichte am 1. April 2026, und auch die Reaktionen unter dem Artikel lassen wenig Raum für Spekulationen. Ein Leser schreibt, es sei „so grausam, wenn man bedenkt, wie schlecht die aktuellen Regeln sind“, ein anderer fragt schlicht: „Nice try GP247!“

Hier war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.

Ein Auszug aus den Reaktionen unter dem Artikel:

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