Formel 1

FIA bestätigt offizielles Ergebnis des Großen Preises von Spanien nach Strafen

FIA bestätigt offizielles Ergebnis des Großen Preises von Spanien nach Strafen
MADRID, SPAIN - SEPTEMBER 13: Max Verstappen of the Netherlands driving the (3) Oracle Red Bull Racing RB22 Red Bull Ford Powertrains on track during the F1 Grand Prix of Spain at Madring on September 13, 2026 in Madrid, Spain. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202609130664 // Usage for editorial use only //

Das Ergebnis der Formel-1-Premiere in Madrid.

Das Rennen war noch keine zwei Runden alt, da hatte Max Verstappen bereits genug gesehen. Nachdem er sich in Kurve 1 an Lewis Hamilton vorbei auf den zweiten Platz gekämpft hatte, erhielt er von Renningenieur Gianpiero Lambiase die Anweisung, die Position wieder abzugeben.

„Lewis wäre mir fast reingefahren. Er hatte das Auto überhaupt nicht unter Kontrolle. Wenn ich nicht Platz gemacht hätte, wäre er einfach in mich hineingekracht. Ich wäre vorne gewesen“, so Verstappen unmittelbar nach dem Zwischenfall.

Red Bull blieb aus Angst vor einer Zeitstrafe hartnäckig, woraufhin der Niederländer erst recht aus der Haut fuhr. „Kumpel, was redet ihr da bitteschön? Er wäre mir reingefahren. Wenn ich einfach auf der Strecke bleibe, bin ich raus“, schimpfte der viermalige Weltmeister.

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Glühender Asphalt und ein Sieben-Sekunden-Stopp

Die Bedingungen waren extrem. Bei einer Außentemperatur von dreißig Grad hatte sich der nagelneue Asphalt auf 53 Grad aufgeheizt, und da noch nie zuvor jemand ein Rennen auf diesem Kurs bestritten hatte, wagten die Teams völlig unterschiedliche Reifenstrategien.

Lando Norris und Kimi Antonelli starteten auf den Mediums, Verstappen und Hamilton auf dem Soft-Reifen, während sich dahinter Charles Leclerc, George Russell, Oscar Piastri und Liam Lawson für die harte Mischung entschieden.

Für Hamilton war der Arbeitstag bereits nach sieben Runden beendet. Der Ferrari-Pilot meldete Bremsprobleme, schoss mehrfach geradeaus und wurde an die Box beordert.

Es war sein erster Ausfall der Saison und gleichzeitig der Moment, in dem sich Verstappen die zuvor abgegebene Position wieder zurückholte.

Norris drehte derweil einsam an der Spitze seine Runden, bis Lance Stroll in Runde 15 mit einem Defekt in der Auslaufzone strandete und die Rennleitung ein Virtual Safety Car ausrief.

Boxenstopp-Pech

Antonelli, Verstappen und Russell bogen sofort in die Box ab. Norris hatte die Boxeneinfahrt gerade erst passiert und fuhr weiter. McLaren holte ihn eine Runde später herein – genau in dem Moment, als die Strecke wieder freigegeben wurde. Zu allem Überfluss dauerte der Reifenwechsel dann auch noch sieben Sekunden.

Der amtierende Weltmeister fiel auf den fünften Platz zurück, obwohl er das schnellste Auto im Feld unter sich hatte.

Danach verflachte das Rennen zusehends. Leclerc blieb auf seinem ersten Satz harter Reifen draußen und hielt Antonelli dutzende Runden lang hinter sich, schlichtweg weil Überholen auf dem Madring kaum möglich schien.

Schlussphase ohne Positionswechsel

Erst in Runde 48 kam der Monegasse an die Box, woraufhin Antonelli die Führung übernahm – mit Verstappen etwas mehr als eine Sekunde dahinter und Norris direkt im Getriebe des Red Bull.

Die letzten zehn Runden versprachen einen Dreikampf um den Sieg, doch es blieb beim bloßen Belauern. Norris hing mehrfach im Windschatten von Verstappen, fand aber keinen Weg vorbei.

Verstappen leistete sich in Runde 56 einen Fahrfehler in der Schikane von Kurve 5 und kam weit raus. Norris forderte über Funk die Position, doch die Stewards sahen nach einer kurzen Notiz keinen Grund für eine Untersuchung.

Antonelli meldete unterdessen eine Mauerberührung in Kurve 7, rettete den Sieg aber dennoch mit über vier Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Antonelli baut Führung aus

Antonelli feierte damit seinen achten Sieg im 14. Grand Prix. Sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf Teamkollege Russell beträgt bei neun verbleibenden Rennen nun 81 Punkte.

„Das hat eine Menge mentale Kraft gekostet“, funkte sein Ingenieur Peter Bonnington. „Es tut mir leid für Lando, aber…“, so die Reaktion von Antonelli.

Für McLaren bleibt vor allem die Frage offen, wie ein Fahrer, der sich mit 0,011 Sekunden Vorsprung die Pole gesichert hatte und die beste Rennpace besaß, durch eine verpasste Boxeneinfahrt nur auf dem dritten Platz landen konnte.

Und für alle, die auf mehr Spektakel in Madrid gehofft hatten, gibt es vom Streckenbetreiber schlechte Nachrichten: Der Vertrag läuft bis einschließlich 2035.

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