Formel 1

F1-Teamchef deutlich: Adrian Newey hätte diesen Schritt niemals gehen dürfen

F1-Teamchef deutlich: Adrian Newey hätte diesen Schritt niemals gehen dürfen

Guenther Steiner hinterfragt Adrian Neweys Rolle als Teamchef bei Aston Martin kritisch

Der ehemalige Haas-Teamchef betont, dass der legendäre Designer diese Rolle niemals hätte annehmen dürfen und dass seine Stärken woanders liegen, nämlich beim Entwurf von Rennwagen.

Adrian Newey verließ Red Bull Racing im Jahr 2025 nach fast zwanzig Jahren und unterschrieb bei Aston Martin als Managing Technical Partner und Anteilseigner. Ursprünglich schien seine Rolle rein technischer Natur zu sein.

Doch im November 2025 wurde bekannt gegeben, dass er auch die Funktion des Teamchefs von Andy Cowell übernehmen würde, der auf den Posten des Chief Strategy Officer aufrückte.

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Newey war nicht lange Teamchef

Diese Ernennung war nicht von langer Dauer, da Cowell im Vorfeld der Saison 2026 die operative Verantwortung faktisch wieder an sich riss. Steiner sprach im Drive to Wynn-Podcast offen darüber.

„Nein“, antwortete er auf die Frage, ob Newey diese zusätzliche Verantwortung hätte übernehmen sollen.

„Und wenn man Adrian selbst fragen würde, würde er sagen: Ich weiß nicht, warum ich das getan habe oder warum ich dem zugestimmt habe.“

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„Ich weiß nicht, wie es gelaufen ist, aber das ist offensichtlich nicht das, wo seine Stärken liegen. Er ist sehr gut in dem, was er tut, nämlich Autos zu entwerfen.“

„Dass er dort eingestiegen ist, war so etwas wie: Warum um alles in der Welt?“

„Ich denke, er hatte eine seltsame Vorstellung davon, was ein Teamchef ist oder was es bedeutet, Teamchef zu sein. Und das hielt dann auch nicht lange an.“

Teamchef-Rolle weit außerhalb des technischen Bereichs

„Es zeigt einmal mehr, dass man Menschen immer dort einsetzen muss, wo ihre Stärken liegen, und sie niemals überfördern darf.“

Steiner fungierte selbst jahrelang als Teamchef bei Haas und weiß aus eigener Erfahrung, wie viel die Rolle außerhalb des rein technischen Bereichs abverlangt. Ein Teamchef ist verantwortlich für die Personalpolitik, Sponsorenbeziehungen, Medientermine, strategische Entscheidungen und die interne Politik.

Das sind Aufgaben, die wenig mit aerodynamischem Design oder technischer Innovation zu tun haben, egal wie brillant jemand auf letzterem Gebiet auch sein mag. Für Newey persönlich war die kurze Zeit als Teamchef dem Vernehmen nach ebenfalls keine angenehme Erfahrung.

Andy Cowell hat die operative Leitung wieder übernommen

Er erholt sich derzeit von einer Krankheit und hat die letzten Rennen verpasst. Andy Cowell hat die tägliche Leitung wieder übernommen und reist nach Japan zu technischen Beratungen mit Honda über die Probleme mit dem Motor.

Diese Motorenprobleme sind der größte Stolperstein für Aston Martin in dieser Saison. Das japanische Aggregat verursachte in den ersten Rennen schwere Vibrationen, die sowohl für das Auto als auch für die Fahrer gefährlich waren.

Fernando Alonso und Lance Stroll konnten anfangs nicht mehr als 25 beziehungsweise 15 Runden fahren, ohne das Risiko permanenter Nervenschäden an den Händen einzugehen. Nach vier Rennen belegt Aston Martin mit null Punkten den letzten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Probleme schienen in Miami teilweise unter Kontrolle

In Miami schien Honda die Probleme teilweise unter Kontrolle zu haben. Alonso kam als 15. ins Ziel und lieferte sich ein langes Duell mit Sergio Perez von Cadillac. Es war kein Podiumsplatz, aber es war ein beendetes Rennen, was für dieses Team bereits einen Fortschritt bedeutete.

Neweys technischer Beitrag zum Design des neuen Aston Martin wird sich voraussichtlich erst später in der Saison und sicher im Jahr 2027 manifestieren. Steiner zweifelt nicht an diesem Beitrag.

„Er wird es lösen. Aber als Teamchef hätte er dort nie stehen dürfen.“

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