Formel 1

F1-Pilot verliert Lizenz nach Strafe beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

F1-Pilot verliert Lizenz nach Strafe beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

24h Nürburgring: Vorzeitiges Aus für Timo Glock nach schwerem Verstoß gegen Sicherheitsregeln

Der ehemalige Formel 1-Pilot war mitten in der Nacht viel zu schnell durch eine sogenannte Code 60-Zone gefahren. Daraufhin entschieden die Stewards, seine Rennlizenz mit sofortiger Wirkung einzuziehen. Glock durfte im Anschluss nicht mehr am berühmten 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife teilnehmen.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht, als Glock am Steuer des McLaren 720S GT3 mit der Startnummer 69 saß. Das Auto zog am Wochenende viel Aufmerksamkeit auf sich, da es als Hommage an Michael Schumacher und dessen Weltmeistertitel von 1995 in einer historischen Bitburger-Lackierung antrat.

Die spezielle Farbgebung des Fahrzeugs – blau mit gelben Bitburger-Logos auf den Seiten – erinnerte an die Benetton-Ära von Schumacher und sorgte im Vorfeld für große Begeisterung unter den Motorsport-Fans.

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Code 60 dient der Sicherheit von Marshals und Rettungskräften

Während des Rennens wurde Glock jedoch mit 112 km/h in einer Zone gemessen, in der maximal 60 km/h erlaubt sind. Solche Code 60-Zonen wurden am Nürburgring eingeführt, um die Sicherheit von Marshals und Hilfsdiensten zu gewährleisten.

Da die Nordschleife über 25 Kilometer lang ist, wird nicht immer ein komplettes Safety-Car eingesetzt. Stattdessen nutzt man lokale Geschwindigkeitsbeschränkungen. Die Fahrer müssen zunächst auf 120 km/h und anschließend auf ein Maximum von 60 km/h verzögern.

In diesen Abschnitten der Strecke können sich Bergungsfahrzeuge und Ersthelfer auf der Fahrbahn befinden. Aus diesem Grund werden Verstöße äußerst streng geahndet.

Glock sammelte bereits im Qualifying Strafpunkte

Aufgrund der schmalen Fahrbahn und der begrenzten Auslaufzonen gilt der Nürburgring als eine der gefährlichsten Rennstrecken der Welt. Organisation und Rennleitung verfolgen daher seit Jahren eine Null-Toleranz-Politik bei den Code 60-Regeln.

Glock erhielt für das Vergehen zwei Strafpunkte. Das reichte für einen direkten Ausschluss, da er bereits im Qualifikationsrennen zuvor zwei Strafpunkte gesammelt hatte. Damit überschritt er das zulässige Limit. Die Stewards entschieden daraufhin, die Höchststrafe auszusprechen.

„Die Stewards haben alle Beweismittel geprüft und den Teilnehmervertreter angehört“, hieß es in der offiziellen Entscheidung.

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„Nachdem festgestellt wurde, dass Fahrer T. Glock bei dieser Veranstaltung zwei Strafpunkte erhalten hatte und zuvor bereits zwei Strafpunkte beim 24h-Qualifikationsrennen bekommen hatte, verhängten die Stewards die oben genannte Strafe.“

Obwohl Glock selbst aus dem Rennen ist, durfte der McLaren mit den verbliebenen Fahrern Ben Dörr, Timo Scheider und Marvin Kirchhofer weiterfahren. Das Auto wurde zusätzlich mit einer Zeitstrafe von 82 Sekunden belegt.

Schumacher-Hommage machte Projekt persönlich

Diese Zeitstrafe kam zu einer bereits bestehenden Strafe von 33 Sekunden wegen der Unterschreitung der Mindeststandzeit beim Boxenstopp hinzu. Berichten zufolge lief später zudem eine weitere Untersuchung wegen eines möglichen erneuten Code 60-Verstoßes desselben Autos.

Mit noch rund viereinhalb Stunden auf der Uhr lag der McLaren auf dem 15. Platz im Gesamtklassement. Ein Podestplatz schien zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie ausgeschlossen. Für Glock bedeutet der Vorfall ein besonders enttäuschendes Ende eines Wochenendes, das eigentlich einen hohen emotionalen Wert hatte.

Das spezielle Design zu Ehren von Michael Schumacher machte das Projekt für das Team besonders persönlich. Sein erzwungenes Ausscheiden überschattete daher weite Teile der Atmosphäre rund um den Einsatz.

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