Formel 1

F1-Legende im Fahrerlager-Chaos gestoppt: „Ich will dir eine verpassen“

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Fahrer verliert die Beherrschung: Teammitglieder müssen den Piloten zurückhalten

Romain Grosjean hat am vergangenen Wochenende beim Grand Prix of Indianapolis auf dem Indianapolis Motor Speedway für Aufsehen gesorgt. Das Rennen gilt traditionell als Vorgeschmack auf die berühmten Indy 500.

Der ehemalige F1-Pilot verlor nach einem Zwischenfall auf der Strecke völlig die Beherrschung und versuchte, in der Boxengasse direkt auf seinen Rivalen Marcus Armstrong zumarschieren, um ihm ordentlich die Meinung zu geigen.

In der Folge musste das Team von Meyer Shank Racing alle Register ziehen, um die beiden Kontrahenten physisch voneinander zu trennen.

Teamchef Jimmy Looper übernahm dabei die Hauptrolle und fungierte praktisch als Bodyguard für seinen eigenen Fahrer, während seine Kollegen versuchten, Grosjean auf Distanz zu halten.

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Bilder des Streits

Auf Aufnahmen, die IndyCar-Reporter Marshall Pruett über die sozialen Medien verbreitete, ist zu sehen, wie der 40-jährige Franzose von mehreren Teammitgliedern festgehalten wird.

„Weg damit, weg damit!“, gefolgt von dem Ausruf: „Ich wollte mit ihm reden, ich wollte sagen: Ich will euch schlagen“, rief er.

Als die Menschenmenge rund um die Box wuchs, erkannte Grosjean, dass ein Durchkommen unmöglich war. Er flehte die Anwesenden an, ihn durchzulassen, mit den Worten: „Ich werde meine Hände hinter dem Rücken halten.“

Text geht unter dem Bild weiter.

Grosjean bestreitet Drohung im Nachhinein

Schließlich durfte er ein Gespräch mit Armstrong führen, wenngleich Looper und ein weiterer Mitarbeiter die beiden räumlich trennten. Grosjean sagte in diesem Dialog: „Ich habe in meinem Leben noch nie jemanden geschlagen.“ Pruett berichtete später, dass Grosjean ihn persönlich angerufen habe, um seine Sicht der Dinge darzulegen.

Dem Reporter zufolge gab Romain Grosjean an, er habe nur einen Scherz gemacht und die Bemerkung über das Schlagen sei völlig aus dem Kontext gerissen worden. Armstrong selbst nahm die Situation mit Humor.

„Er hatte wohl Lust auf einen Faustkampf, eigentlich ein bisschen UFC, ein bisschen MMA – etwas, das ich nicht gewohnt bin. Hey, ich hatte einen 160 Kilo schweren Fahrer, nämlich Looper, direkt hinter mir. Also Hut ab vor Romain, er hat Mut, mich anzugreifen, während er hinter mir stand“, so der neuseeländische IndyCar-Pilot gegenüber Journalisten.

Text geht unter dem Video weiter.

Romain Grosjean ist kein Unbekannter im Motorsport

Der Auslöser für den Wutausbruch steht nicht mit Sicherheit fest, Kommentatoren vermuten jedoch eine Kollision oder eine gefährliche Situation während des Rennens.

Grosjean bestritt sein erstes Formel-1-Rennen im Jahr 2009 und blickt auf eine Karriere mit 179 Starts zurück, unter anderem für Teams wie Lotus und Haas.

Sein letzter Auftritt in der Formel 1 war beim Grand Prix von Bahrain 2020, wo er bei einem schweren Crash in Flammen aufging, aber wie durch ein Wunder mit lediglich Verbrennungen an den Händen entkam.

Nach einer Saison Pause im Jahr 2025 kehrte Grosjean in die IndyCar-Serie zurück, die zweitbeliebteste Motorsport-Klasse der Welt.

Das Indy 500, das später in diesem Monat auf derselben Strecke ausgetragen wird, ist das prestigeträchtigste Rennen im IndyCar-Kalender und lockt jährlich Hunderttausende Zuschauer nach Indianapolis. Ob Grosjean und Armstrong dort erneut aufeinandertreffen und ob die Luft vollständig bereinigt ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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