Formel 1 F1-Kalender vor erneutem Umbau: Zwei Rennen könnten zurückkehren ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 6: FIA President Mohammad Ben Sulayem walks in the paddock during final practice ahead of the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on December 6, 2025 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Jayce Illman/Getty Images) Von A. Schenk 16. April 2026 F1-News FIA Formel 1 Robert Doornbos Formel 1: Kalender-Rüttler zeichnet sich ab – Nächste Änderung am Rennplan möglich Die Formel 1 erlebt derzeit eine ungewöhnlich lange Unterbrechung von fünf Wochen. Aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten nach den iranischen Angriffen auf US-Militärstützpunkte wurden die Grands Prix von Bahrein und Saudi-Arabië aus dem Kalender gestrichen. Die FIA gab die Entscheidung am 14. März bekannt, auch aufgrund der komplexen Logistik, die mit dem Verschiffen von Frachtgütern in die Region Wochen vor einem Rennen verbunden ist. Durch die beiden Streichungen umfasst die Saison 2026 vorerst nur noch 22 Grands Prix anstelle der geplanten 24. Das nächste Rennen ist für den 3. Mai in Miami angesetzt. Möglicherweise ändert sich der Kalender im Laufe der Saison jedoch noch einmal. Lies auch: Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein Jeddah-Rückkehr im Dezember? Der ehemalige Formel 1-Pilot und Botschafter des Abu Dhabi Grand Prix, Robert Doornbos, deutete bei Ziggo Sport an, dass der Große Preis von Saudi-Arabië eventuell doch noch in diesem Jahr stattfinden könnte, wobei der 6. Dezember als möglicher Termin gilt. Der Abu Dhabi Grand Prix würde in diesem Szenario um eine Woche auf den 13. Dezember nach hinten rücken. Doornbos verwies dabei auf die kommerziellen Interessen von Aramco. Der staatliche Ölkonzern ist einer der größten Sponsoren der Formel 1 und eng mit dem Grand Prix in Jeddah verbunden. „Wir kennen Aramco als Sponsor der Formel 1. Sie promoten das Event in Jeddah massiv, denn das ist ihr Prunkstück. Jeddah könnte in diesem Jahr noch in den Kalender zurückkehren“, so Doornbos. Ihm zufolge würde Abu Dhabi um eine Woche verschoben und Jeddah dazwischen eingeschoben, wodurch die Saison mit vier aufeinanderfolgenden Rennen enden würde: Las Vegas, Qatar, Jeddah und Abu Dhabi. Doornbos fügte jedoch hinzu, dass es noch dauern könne, bis etwaige Kalenderänderungen bestätigt werden. Abu Dhabi hat vertraglich festgelegt, dass das Rennen dort stets als Saisonfinale stattfindet. Ein Termin eine Woche später für den letzten Lauf würde diese Bedingung grundsätzlich erfüllen, erfordert jedoch entsprechende Anpassungen aller beteiligten Parteien. Doornbos deutete auch eine mögliche Rückkehr des Bahrein Grand Prix an, doch falls die Wahl auf nur ein Rennen fällt, hat Jeddah vermutlich den Vorzug. Saudi-Arabië verfügt über eine weitaus größere kommerzielle und strategische Präsenz im Weltsport als Bahrein. Die finanziellen Verflechtungen mit der Formel 1 sind tiefer und der institutionelle Wille, das Event durchzuführen, ist größer. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem ließ bei der Bekanntgabe der Streichung wissen, dass sowohl Bahrein als auch Saudi-Arabië extrem wichtig für das Ökosystem der Saison seien und er sich darauf freue, so schnell wie möglich zurückzukehren. Die FIA hat in der offiziellen Erklärung bewusst nicht die Wörter „annulliert“ oder „abgesagt“ verwendet. Das lässt Spielraum für eine Rückkehr im weiteren Jahresverlauf. Teams nutzen die Pause Unterdessen stehen die Teams nicht still. Die unfreiwillige Pause wird für Tests und die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte genutzt. Mercedes und McLaren absolvierten am vergangenen Dienstag und Mittwoch einen zweitägigen Pirelli-Reifentest auf dem Nürburgring in Deutschland. Es war das erste Mal seit sechs Jahren, dass aktuelle Formel 1-Autos auf dem Kurs in der Eifel fuhren. Der Test war ursprünglich in Jeddah geplant, musste aber wegen der Absage des Saudi Grand Prix verlegt werden. Am ersten Tag übernahmen George Russell und Oscar Piastri das Steuer. Russell absolvierte 127 Runden und markierte mit einer 1:33.899 die Tagesbestzeit. Piastri wurde durch ein technisches Problem eingebremst und fuhr lediglich 65 Runden mit einer Bestzeit von 1:35.096. Am zweiten Tag waren Lando Norris und Kimi Antonelli an der Reihe. Meisterschaftsspitzenreiter Antonelli erzielte mit einer 1:32.990 bei 109 Runden die schnellste Zeit des gesamten Tests. Norris kam auf 108 Runden und eine Zeit von 1:33.640. Russell sagte im Anschluss, dass der Test strikt für Pirelli vorgesehen war und die Teams keine Freiheit für eigene Entwicklungsarbeit hatten. „Wir sind für einen Reifentest hier. Wir dürfen keine Starts üben“, so der Mercedes-Pilot. Russell bezeichnete den Nürburgring als „traditionelle Rennstrecke“ und gab an, gerne wieder einmal einen Grand Prix auf dem ikonischen Kurs fahren zu wollen. Deutschland hat derzeit keinen festen Platz mehr im Formel 1-Kalender. Neben dem Test auf dem Nürburgring hielt Pirelli bereits zuvor einen Regenreifentest in Suzuka nach dem Großen Preis von Japan ab. Ferrari führte eigene Regentests auf der Teststrecke in Fiorano durch. Das nächste offizielle Rennen ist der Grand Prix von Miami vom 1. bis 3. Mai. Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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