Formel 1

F1-Boss enthüllte unbeabsichtigt den wahren Grund für Jonathan Wheatleys Abschied zu Audi

F1-Boss enthüllte unbeabsichtigt den wahren Grund für Jonathan Wheatleys Abschied zu Audi
SHANGHAI, CHINA - MARCH 14: <> during the Sprint/qualifying ahead of the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 14, 2026 in Shanghai, China. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Überraschendes Audi-Aus für Jonathan Wheatley nach weniger als einem Jahr: Mattia Binotto schafft nun Klarheit.

Mattia Binotto hat mit einer scheinbar beiläufigen Bemerkung womöglich unbeabsichtigt verdeutlicht, warum Jonathan Wheatley weniger als ein Jahr nach seinem Amtsantritt bei Audi bereits wieder von Bord gegangen ist.

Wheatley trat im vergangenen Jahr beim Großen Preis von Japan erstmals als Teamchef des künftigen Audi-Werksteams in Erscheinung.

Nach zwanzig Jahren als Sportdirektor bei Red Bull strahlte er den Ehrgeiz von jemandem aus, der endlich die Rolle gefunden hatte, nach der er gesucht hatte. Er schien zudem aufrichtig glücklich mit seinem neuen Lebensabschnitt in der Schweiz zu sein.

Weniger als zwölf Monate später beschrieb Binotto die Funktion, die er von Wheatley übernommen hat, auf eine Art und Weise, die viel über die tatsächliche Aufgabenverteilung bei Audi aussagt.

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Was Wheatley missfiel: Er war nicht wirklich der Chef

„Wir suchen nicht nach einem neuen Teamchef“, sagte Binotto.

„Ich behalte diese Rolle, aber ich brauche jemanden, der mich an den Rennwochenenden unterstützt, da ich nicht immer selbst vor Ort sein werde.“

„Ich muss mich vor allem auf das Werk konzentrieren, wo der größte Transformationsprozess nötig ist – und zwar nicht nur Entwicklung, sondern eine echte Transformation.“

„Daher ist Unterstützung an den Rennwochenenden notwendig“, so Binotto.

Was er hier beschreibt, ist faktisch keine vollwertige Teamchef-Rolle, sondern eine exekutive Funktion an der Rennstrecke, während er selbst in der Fabrik die Fäden in der Hand hält.

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Für jemanden wie Wheatley, der zwei Jahrzehnte lang unter Christian Horner bei Red Bull gearbeitet hat, wo jede Entscheidung über den Teamchef lief, muss dies eine enttäuschende Realität gewesen sein. Jemand, der es gewohnt ist, am Steuer zu stehen, soll bei Audi lediglich als verlängertem Arm eines anderen fungieren.

Dass Wheatley sich damit nicht identifizieren konnte, ist für Kenner seines Rufes gut vorstellbar. Er ist der Mann, der in der berüchtigten Schlussphase des Großen Preises von Abu Dhabi 2021 Rennleiter Michael Masi so weit beeinflussen konnte, dass das Rennen auf kontroverse Weise zugunsten von Verstappen endete.

Binotto tätigte nach dem Japan-GP zudem eine Aussage, die Wheatley ebenfalls sauer aufgestoßen sein könnte.

„Das Team ist an diesem Wochenende fokussiert und konzentriert geblieben und hat operativ eine gute Leistung gezeigt.“

„Das zeigt, dass es letztlich nicht um eine Einzelperson geht, sondern um das Team. Ich mache mir wegen einzelner Personen keine Sorgen um die Zukunft“, erklärte der Italiener.

Mehrere Namen wurden bereits als potenzielle Kandidaten für die Rolle gehandelt, die Binotto als Unterstützung bezeichnet. Darunter Allan McNish, der Le Mans Gewinner, der bereits das Formel-E-Programm von Audi leitete.

Unterdessen wird allgemein davon ausgegangen, dass Wheatley nach einer Phase des Gardening Leave bei Aston Martin anheuern wird. Nico Hülkenberg erfuhr vom Abschied Wheatleys übrigens durch seine Mutter, die ihm einen Link zu einer Schlagzeile schickte. Das unterstreicht, wie unerwartet die Nachricht selbst intern einschlug.

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