Formel 1 F1-Boliden droht Leistungsverlust in Silverstone: Neue Regeln könnten für weniger Power sorgen Von A. Schenk 3. Juli 2026 F1-News Formel 1 Max Verstappen Silverstone Silverstone 2026: Der Große Preis von Großbritannien verspricht eines der vielfältigsten Rennen der Saison zu werden. Die Rennstrecke, auf der 1950 das allererste Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft stattfand, beherbergt in diesem Jahr zum ersten Mal die neue Generation der Antriebseinheiten. Das einzigartige Layout des Kurses könnte dabei eine der größten Schwächen der neuen Ära offenlegen. Das Kernproblem lautet Super-Clipping. Dabei handelt es sich um das Phänomen, bei dem den Fahrzeugen auf langen Vollgaspassagen die elektrischen Energiereserven ausgehen und sie an Leistung verlieren, bevor die Gerade zu Ende gefahren ist. Das Problem war zu Saisonbeginn ein viel diskutierter Kritikpunkt von Fahrern und Fans und wurde durch Anpassungen der FIA vor dem Grand Prix von Miami teilweise entschärft. Doch die seitdem besuchten Strecken waren hinsichtlich des Energiemanagements weniger anspruchsvoll als Silverstone. Silverstone verfügt nur über eine begrenzte Anzahl an harten Bremszonen. Genau hier liegt der Kern des Problems, denn auf Strecken mit langen Geraden und harten Bremspunkten kann die regenerative Bremstechnologie der Power Units Energie in die Batterie zurückgewinnen. Lies auch: Max Verstappen lässt Spa beben: Vernichtende erste Ansage zum Auftakt Fahrer jagen mit Vollgas durch die Kurven Silverstone ist vielmehr ein Kurs, der durch High-Speed-Kurven wie Copse, Maggots, Becketts, Chapel und Stowe geprägt ist, in denen die Piloten kaum bremsen, sondern stattdessen mit Vollgas durchfahren. Das bedeutet wenig Möglichkeiten zur Energierückgewinnung, was die Batterie schnell leert. Max Verstappen bezeichnete seine Erfahrungen im Simulator als schockierend. „Ich liebe die Strecke, aber ich bin ein paar Runden im Simulator gefahren und musste einfach lachen. Ehrlich gesagt hat es sich wie eine andere Strecke angefühlt.“ „Man hat über die Runde kaum Batterie übrig. Es ist konstant Vollgas.“ Das sagt viel darüber aus, wie fundamental sich der Charakter einer Silverstone-Runde unter dem Reglement für 2026 verändern könnte. Der Kampf um die Meisterschaft macht das Wochenende dennoch besonders attraktiv. George Russell reiste mit viel Schwung nach Silverstone, nachdem er in Österreich gewonnen hatte, wo er seine Pole Position in einen Start-Ziel-Sieg verwandelte. Artikel geht weiter unter dem Bild. Er wird versuchen, den Rückstand auf den WM-Führenden Andrea Kimi Antonelli weiter zu verkürzen. Antonelli, der in Österreich zu kämpfen hatte, aber dennoch auf das Podium fuhr, benötigt eine starke Reaktion. Verstappen zeigte in Österreich, dass Red Bull endlich ein konkurrenzfähiges Paket gebracht hat. Er beendete das Rennen als Zweiter knapp hinter Russell und war zu bestimmten Zeitpunkten der schnellste Mann auf der Strecke. Wenn Red Bull diese Form in Silverstone fortsetzen kann, ist der Niederländer ein ernsthafter Siegkandidat. Ferrari hat es schwerer; Lewis Hamilton warnte bereits davor, dass die langen Geraden in Silverstone die motorischen Defizite von Ferrari offenlegen könnten. Hamilton kann zehn Mal in Silverstone gewinnen Doch Hamiltons persönliche Bilanz auf dieser Strecke ist mit neun Siegen unerreicht, einschließlich des jüngsten Erfolgs im Jahr 2024. Ein zehnter Silverstone-Sieg, sein erster in Ferrari-Rot, wäre einer der denkwürdigsten Momente der Saison. McLaren steht vor einem schwierigen Heimrennen. Lando Norris kehrt als amtierender Weltmeister nach Silverstone zurück, aber sein Team hat in dieser Saison noch keinen Grand Prix gewonnen und erwartet vor Zandvoort kein großes Upgrade. Piastri zeigte in der Schlussphase von Österreich eine vielversprechende Pace, aber McLaren liegt deutlich einen Schritt hinter den Top Drei zurück. Silverstone bleibt eine der besten Rennstrecken der Welt. Die Atmosphäre, das Publikum und die Geschichte verleihen dem Wochenende einen besonderen Status. Doch ob die Autos in diesem Jahr das Potenzial der Strecke voll ausschöpfen können, hängt davon ab, wie gut die Teams das Energieproblem in den Griff bekommen. Lies auch: Kurz vor GP von Belgien: FIA belegt Top-Fahrer mit Startplatzstrafe von 10 Plätzen Lies auch: Nach Verstappen-Crash: Red Bull reagiert mit deutlicher Ansage Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Max Verstappen lässt Spa beben: Vernichtende erste Ansage zum Auftakt Formel 1 Kurz vor GP von Belgien: FIA belegt Top-Fahrer mit Startplatzstrafe von 10 Plätzen Formel 1 Nach Verstappen-Crash: Red Bull reagiert mit deutlicher Ansage Formel 1 Lewis Hamilton wütend: Formule 1 streicht ikonische Rennstrecke aus dem Kalender Formel 1 F1-Experte enthüllt Bottas-Gehalt: Fassungslosigkeit über die Millionen-Gage des Finnen Formel 1 F1-Kalender droht zu wackeln: Zwei Grands Prix stehen auf der Kippe