Formel 1

F1-Abschied bei Max Verstappen? Das war seine klare Antwort in Miami

F1-Abschied bei Max Verstappen? Das war seine klare Antwort in Miami
ZANDVOORT, NETHERLANDS - AUGUST 31: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing waves on the drivers parade prior to the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 31, 2025 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Max Verstappen im Fokus: Kriselnde Ergebnisse und Lambiase-Abschied schüren Spekulationen um seine Formel-1-Zukunft

In Miami äußerte sich Max Verstappen am Donnerstag erstmals ausführlich zur aktuellen Situation, und seine Botschaft fiel bemerkenswert nüchtern aus.

„Um ehrlich zu sein, gibt es in dieser Hinsicht nichts Neues“, erklärte der Niederländer gegenüber den anwesenden Medien auf die Frage nach seinem aktuellen Standpunkt.

Die Anpassungen, die der Weltverband FIA für Miami vorgenommen hat, stimmten ihn nicht direkt optimistischer. Verstappen betrachtet diese lediglich als einen Anfang, der für eine echte Kehrtwende jedoch völlig unzureichend sei.

„In den letzten Wochen war ich mit anderen Dingen beschäftigt, aber ich habe noch Zeit und nehme mir diese Zeit auch. Das ist ein kleiner Schritt, aber mit Blick auf das nächste Jahr brauchen wir viel mehr als nur einen kleinen Schritt“, so Verstappen.

Zuvor hatte er bei einem Event von Viaplay betont, dass die Regeln aus seiner Sicht fundamental falsch seien und nicht jeder den Mut aufbringe, dies öffentlich zuzugeben. Die subtilen Tweaks für Miami ändern an dieser Einschätzung nichts.

Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Kein böses Wort über Lambiase

Der Abgang von Lambiase ist für Verstappen ein separates Thema. Er stellte unmissverständlich klar, dass beide Angelegenheiten nichts miteinander zu tun haben. „Das hat damit nichts zu tun“, reagierte er kurz angebunden auf die Frage nach einer Verbindung zwischen den News um Lambiase und seinen eigenen Zukunftsüberlegungen.

Bezüglich des Abschieds seines langjährigen Renningenieurs zeigte sich Verstappen bemerkenswert offen. „Ich habe bereits in den Niederlanden erklärt, wie das mit GP gelaufen ist. Er und ich haben eine sehr ehrliche und offene Beziehung, daher war das alles absolut in Ordnung. Ich habe damals auch gesagt, dass ich ihm so oder so nur das Beste wünsche“, sagte Verstappen.

Auch zum internen Umgang von Red Bull mit der Situation bezog er klar Stellung. „Für mich gab es kein böses Blut. Und als Team blicken wir natürlich auch in die Zukunft. Man will immer innovativ sein und sich verbessern, und genau das tun wir im Moment.“

Teamchef Laurent Mekies bestätigte, dass Verstappen über die Gespräche, die Red Bull mit Lambiase führte, vollständig informiert war. Laut Mekies verstehe der Pilot die Dynamik innerhalb eines Erfolgsteams wie kein anderer.

„Absolut nicht. Das ist meine direkte Antwort an dich“, reagierte Mekies auf die Frage, ob der Abgang von Lambiase die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass Verstappen das Team ebenfalls verlassen könnte.

Zusammenarbeit unter Druck

Dennoch gibt es Bedenken, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Verstappen und Lambiase in der kommenden Zeit entwickeln wird. Der ehemalige Red Bull-Pilot David Coulthard erwartet, dass Red Bull Lambiase mit zunehmender Nähe zu seinem Abschied immer weiter von internen Prozessen ausschließen wird.

Das Team will verhindern, dass er wertvolle Informationen zu McLaren mitnimmt. „Es wird also ein Moment kommen, an dem sie sagen werden: ‚Hör zu, du kannst nicht mehr wirklich an diesem Auto arbeiten’“, so Coulthard.

Lambiase arbeitet seit dem Großen Preis von Spanien 2016 mit Verstappen zusammen – gemeinsam gewannen sie sechs Weltmeistertitel (Fahrer und Konstrukteure). Verstappen hatte früher einmal angedeutet, seine Karriere zu beenden, sollte Lambiase aufhören, scheint davon jedoch nun abzurücken.

Lambiase wird in jedem Fall bis Ende 2027 bei Red Bull bleiben, bevor er als Chief Racing Officer zu McLaren wechselt.

Red Bull setzt auf Upgrades

Red Bull bringt ein Update-Paket nach Florida mit. Während eines privaten Filmtags in Silverstone war bereits eine Version des RB22 mit modifizierten Winglets und einem neuen Sidepod-Profil zu sehen.

Das auffälligste Detail war eine eigene Interpretation des sogenannten Macarena-Heckflügels, mit dem auf den Geraden ein begrenztes Maß an Auftrieb erzeugt wird.

Mekies räumte ein, dass Red Bull es Verstappen in den ersten drei Rennwochenenden nicht leicht gemacht habe.

„Wir müssen ihm jetzt ein Auto geben, mit dem er konstant pushen kann“, so der Teamchef.

Ob dies gelingt, wird sich an diesem Wochenende zeigen.

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen