Formel 1

Ella Häkkinen will ihren Vater nicht dabei haben: „Ohne ihn ist die Stimmung einfach besser“

Ella Häkkinen will ihren Vater nicht dabei haben: „Ohne ihn ist die Stimmung einfach besser“

Ella Häkkinen spricht offen über ihre Kindheit mit einem berühmten Motorsport-Vater.

In einem Interview mit BBC Newsbeat erklärte das finnische Nachwuchstalent, dass sie zwar sehr von den Ratschlägen ihres Vaters profitiere, ihn aber lieber nicht zu den Rennwochenenden mitnehme, da er emotional zu sehr involviert sei.

„Er ist sehr hilfreich und weiß genau, welche Mentalität man in diesem Sport braucht,“ sagt Ella.

„Aber meistens fahre ich ohne ihn zu den Rennen. Die Atmosphäre ist ohne ihn besser, weil er ziemlich emotional wird.“

Laut der 15-jährigen Tochter des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters versteht Mika Häkkinen perfekt, wie sich ein Pilot mental auf ein Rennen vorbereiten muss und wie wichtig die anschließende Regeneration ist.

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Leidenschaft durch Oma Häkkinen entfacht

Ella Häkkinen bestreitet in dieser Saison ihr erstes komplettes Jahr im Formelsport für Jenzer Motorsport in der Zentraleuropäischen Formel-4-Meisterschaft und macht damit die ersten ernsthaften Schritte in Richtung einer professionellen Karriere im Motorsport.

In der aktuellen Meisterschaftswertung belegt sie den 14. Rang, was angesichts ihrer begrenzten Erfahrung kein schlechter Start ist.

Interessanterweise entstand ihre Leidenschaft für den Rennsport nicht direkt durch ihren Vater. Vielmehr war es ihre Großmutter, die sie zum ersten Mal mit an eine Kartbahn nahm.

„Sie nahm uns mit in eine Indoor-Karthalle und ich war sofort von der Atmosphäre und der Leidenschaft dort gefesselt,“ erzählt Ella.

Dass sie nun Teil des Juniorprogramms von McLaren ist, macht ihre Geschichte besonders speziell, da das britische Traditionsteam eine Hauptrolle in der Karriere ihres Vaters spielte.

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Mika Häkkinen gewann mit McLaren die Formel-1-Weltmeistertitel 1998 und 1999 und gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Piloten in der Geschichte des Teams.

McLaren investiert in den letzten Jahren verstärkt in junge Talente und sieht bei Ella deutliches Potenzial. Das Nachwuchsprogramm bietet Unterstützung auf technischer, physischer und mentaler Ebene, wodurch sie Zugang zu Know-how und Betreuung erhält, von der viele junge Fahrer nur träumen können.

Dennoch bringt der Name Häkkinen nicht nur Vorteile mit sich. Kinder berühmter Sportler stehen automatisch im Rampenlicht und unter ständiger Beobachtung.

Vergleiche mit den Eltern sind fast unvermeidlich, und der Motorsport bildet da seit Jahren keine Ausnahme. Man denke nur an Namen wie Schumacher, Verstappen und nun eben auch Häkkinen.

Ella scheint damit bemerkenswert nüchtern umzugehen; sie nutzt die Erfahrung ihres Vaters als Hilfestellung, versucht aber gleichzeitig, ihren eigenen Weg zu gehen.

Vater Häkkinen in der Formel 1 nach wie vor populär

Ihre Aussagen über Rennwochenenden ohne Mika zeigen, dass sie bewusst versucht, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie eigenständig und ohne zusätzliche Spannung oder Druck agieren kann.

Mika Häkkinen selbst gilt nach wie vor als einer der meistgeschätzten Weltmeister der Formel 1.

Seine intensive Rivalität mit Michael Schumacher Ende der neunziger Jahre wird von vielen Fans als eine der besten Epochen des modernen Motorsports angesehen. Dass seine Tochter nun denselben Weg einschlägt, sorgt naturgemäß für großes Interesse in der Rennsportwelt.

Vorerst liegt der Fokus von Ella darauf, in der Formel 4 zu lernen und Erfahrung zu sammeln. Mit ihrem Nachnamen, der Unterstützung von McLaren und dem Wissen eines Weltmeisters verfügt sie über eine außergewöhnliche Basis für ihre weitere Entwicklung im Motorsport.

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