Formel 1 Ehemaliger Renningenieur von Michael Schumacher: „Er tat Dinge, die nicht wirklich nett waren“ during practice for the British Grand Prix at Silverstone Circuit on July 6, 2012 in Northampton, England. Von A. Schenk 19. Mai 2026 F1-News Formel 1 Mercedes Michael Schumacher Michael Schumacher gilt noch immer als einer der größten Fahrer in der Geschichte der Formel 1. Deutscher gewann sieben Weltmeistertitel und fuhr während seiner Karriere für Jordan, Benetton, Ferrari und Mercedes. Doch neben seinen Erfolgen war er auch für seinen harten Charakter und sein teils kontroverses Verhalten auf und abseits der Strecke bekannt. Dieses Bild wird nun erneut von Jock Clear bestätigt, dem ehemaligen Renningenieur von Michael Schumacher bei Mercedes. Clear arbeitet heute bei Ferrari als Coach von Charles Leclerc, erlebte jedoch hautnah mit, wie Schumacher während seiner letzten Jahre in der Formel 1 agierte. Schumacher kehrte 2010 nach drei Jahren aus dem Ruhestand zurück. Das Comeback bei Mercedes brachte jedoch nicht mehr dieselben Erfolge wie seine dominante Ära bei Ferrari zwischen 2000 und 2004. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Eine knallharte, aber charmante Persönlichkeit Während seiner zweiten Formule 1-Phase gewann Schumacher keine Rennen mehr, erzielte jedoch noch einen Podestplatz, wodurch sein Rekord auf 155 Podiums-Platzierungen ausgebaut wurde. Laut Clear war Schumacher eine komplexe Persönlichkeit, die sowohl charmant als auch hart sein konnte. „Sein Umgang mit Menschen war nicht so simpel, dass man einfach sagen konnte, er sei ein netter Kerl“, erzählte er im Gespräch mit Betpack. „Es gab Dinge an Michael, die nicht sehr angenehm waren. Es gab Momente, in denen er ein sehr unangenehmer Mensch sein konnte“, erklärte Clear. Artikel geht weiter unter dem Bild. Clear gab dabei zu, dass Schumacher mitunter eine schwierige Seite hatte. Vor allem in Wettbewerbssituationen kam laut Clear eine schärfere Seite von Schumacher zum Vorschein. „Er hatte eine sehr scharfe Seite in seinem Charakter, wenn er das wollte, und das haben wir ein paar Mal im Cockpit gesehen.“ Dennoch betonte der Ingenieur, dass Schumacher gleichzeitig enorm gut darin war, die Menschen um ihn herum zu motivieren. Laut Clear wusste der Deutsche genau, wie er ein Team hinter sich bringen konnte. „Er hatte eine sehr einnehmende Persönlichkeit und wenn er Leute auf seine Seite ziehen wollte, wusste er genau, wie er das anstellen musste.“ Während seiner Mercedes-Jahre arbeitete Clear auch mit Nico Rosberg zusammen, der Schumachers Teamkollege war. Laut dem Ingenieur waren beide Fahrer in ihrem Ansatz völlig verschieden. Rosberg war bekannt für seine analytische Arbeitsweise und verfügte über einen starken technischen Hintergrund. Clear erzählte, dass Rosberg oft die Daten von Schumacher studierte, um zu verstehen, an welchen Stellen sein Landsmann schneller war. „Was macht Michael hier? Warum ist er dort schneller?“, waren Fragen, die Rosberg laut Clear regelmäßig stellte. Dennoch fand der Ingenieur, dass Speed nicht allein durch Daten zu erklären war. Er erinnert sich gut daran, dass er Rosberg manchmal sagen wollte, dass Schumacher vor allem außergewöhnlich stark im Umgang mit den Menschen innerhalb des Teams war. Nahezu jeder bei Mercedes arbeitete gerne für Schumacher. „Jeder wollte, dass Michael gewinnt. Jeder wollte Michaels bester Freund sein.“ Laut Clear lag das nicht daran, dass Schumacher bewusst manipulativ vorging, sondern vielmehr an seiner natürlichen Ausstrahlung und seinem Charisma, wodurch sich die Leute automatisch hinter ihn stellten. Diese Eigenschaft spielte Experten zufolge eine wichtige Rolle während seiner erfolgreichen Ferrari-Jahre. Schumacher baute dort zusammen mit Jean Todt, Ross Brawn und Rory Byrne eines der erfolgreichsten Teams auf, die es in der Geschichte der Formel 1 je gegeben hat. Trotzdem blieb Schumacher während seiner gesamten Karriere nicht unumstritten. Der Deutsche war in mehrere Vorfälle verwickelt, die für viel Wirbel sorgten, darunter die Kollisionen mit Damon Hill 1994 und Jacques Villeneuve 1997. Schumacher noch immer das große Vorbild Zudem erntete Schumacher Kritik wegen der Stallregie bei Ferrari und seinem extrem harten Fahrstil. Doch trotz dieser Kontroversen bleibt Schumacher für viele Fans eine Ikone des Sports. Seit seinem schweren Ski-Unfall Ende 2013 ist Schumacher vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Seine Familie schützt seine Privatsphäre sehr streng, weshalb öffentlich nur wenig über seinen Gesundheitszustand bekannt ist. Innerhalb der Formel 1 bleibt sein Einfluss groß. Viele aktuelle Fahrer und Ingenieure nennen Schumacher noch immer als Vorbild wegen seiner Arbeitsmoral, seiner Schnelligkeit und seiner Fähigkeit, komplette Teams auf ein höheres Niveau zu heben. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“