Formel 1

Deutschland im Verstappen-Fieber: „Müssen wir wirklich dankbar für sein“

Deutschland im Verstappen-Fieber: „Müssen wir wirklich dankbar für sein“
Max Verstappen performing at ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie on the 21th of March 2026, photographed by Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool NLS2: 58. Barbarossapreis, Nürburgring-Nordschleife 2026 - Foto: Gruppe C Photography // Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool // SI202603250265 // Usage for editorial use only //

Unsere Nachbarn feiern Max Verstappen – und das aus gutem Grund.

Eddie Mielke, die Stimme der Nürburgring Langstrecken-Serie, hat mehrfach seine Dankbarkeit gegenüber Max Verstappen zum Ausdruck gebracht.

Der Niederländer lockt regelmäßig ein beispielloses Publikum an die Nordschleife und hat die Langstreckenrennen in der Eifel wieder fest auf der internationalen Landkarte verankert.

Das Interesse, das Verstappen generiert, ist enorm. Über seinen Twitch-Kanal zieht der viermalige Weltmeister Millionen von Zuschauern zu den NLS-Rennen.

Luke Crane kommentiert auf diesem Kanal und wurde von Mielke namentlich erwähnt. „Max Verstappen ist ein echter Rekrutierungsmotor für unsere Rennen. Auch dafür ein Dankeschön an Max Verstappen!“, so Mielke.

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Verstappen fühlt sich auf dem „Ring“ immer heimischer

Verstappen feierte im September 2025 sein Debüt auf der Nordschleife in einem Ferrari 296 GT3. Er gewann auf Anhieb sein erstes GT3-Rennen zusammen mit Teamkollege Chris Lulham. Im März 2026 kehrte er für die NLS2 im Mercedes-AMG GT3 unter der Flagge von Verstappen Racing zurück.

Er überquerte gemeinsam mit Jules Gounon und Dani Juncadella als Erster die Ziellinie, wurde jedoch aufgrund eines Fehlers von Winward Racing bei der Anzahl der im freien Training verwendeten Reifensätze disqualifiziert.

Die NLS-Läufe sind für Verstappen keineswegs nur ein lockerer Zeitvertreib. Er nutzt sie zur gezielten Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, das im Mai 2026 stattfindet.

Zusammen mit seinen Teamkollegen Juncadella, Gounon und Lucas Auer wird er in einem Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 3 antreten. Das Team startet unter dem Namen Verstappen Racing.

Verstappen hebt die NLS auf ein neues Level

Die Popularität von Verstappen in Deutschland ist seit Jahren groß, hat aber durch seine Aktivitäten auf der Nordschleife weiter zugenommen. Vor vierzehn Jahren meldete der Nürburgring noch Insolvenz an und wurde übernommen.

Im Corona-Jahr 2020 kehrte die Formel 1 kurzzeitig in die Eifel zurück, doch es war letztlich Verstappen, der der Rennstrecke dauerhaft massive Aufmerksamkeit bescherte.

„So etwas hatten sie in der Vergangenheit noch nicht. Das ist wirklich sensationell, denn es sorgt für ein Millionenpublikum. Dafür müssen wir wirklich dankbar sein“, erklärt Mielke.

Verstappen fördert den Motorsport an mehreren Fronten. Über Verstappen Sim Racing, früher bekannt als Team Redline, ist er auch online extrem aktiv. Stream-Manager Crane spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Kombination aus Formule-1-Status, Sim-Racing und GT-Abenteuern auf der Nordschleife sorgt für eine mediale Reichweite, wie sie die NLS zuvor noch nie erlebt hat.

Mielke beschreibt Verstappen als einen Vollblut-Racer, der keine halben Sachen macht.

„Max Verstappen kennt nur eine Stellung und das ist Vollgas. Er will alles tun, um der Beste zu sein, und das ist auch der Grund, warum er im Motorsport so erfolgreich ist“, sagt der Kommentator.

Diese Einstellung führte auch dazu, dass Verstappen im Teamchef-Ranking bei seinem Formel-1-Debüt 2015 direkt als Vierter hinter Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Nico Rosberg bewertet wurde. In den zehn folgenden Saisons landete er fünfmal auf Platz zwei und danach fünfmal auf Rang eins.

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Episches Duell mit Haase

Auf der Nordschleife liefert sich Verstappen Duelle, die seine Formel-1-Konfrontationen teilweise in den Schatten stellen. Sein Kampf mit Christopher Haase während der NLS2 hinterließ bleibenden Eindruck.

„Wenn man Max Verstappen am Ende des Jahres fragt, wer sein härtester Gegner war, dann wird er nicht die Namen von Lando Norris, Oscar Piastri oder Charles Leclerc nennen. Es wird definitiv der Name Haase fallen“, lacht Mielke.

Das Duell mit Haase wurde zur Mitte des Rennens unterbrochen, als Verstappens Team durch ein technisches Problem am Splitter eine halbe Stunde verlor. „Verstappen ist nach diesem epischen Kampf mit Christopher Haase wahrscheinlich ein wenig frustriert“, so Mielke.

Dennoch wächst Verstappens Verbundenheit mit der Nordschleife stetig. Sein nächstes großes Ziel ist das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring.

„Verstappen hat hier viel mehr Spaß als in der Formel 1. Er liebt den Sport auf der Nordschleife“, weiß der NLS-Kommentator. Im Jahr 2025 lockte das 24-Stunden-Rennen bereits 280.000 Zuschauer an. Mit Verstappen in der Startaufstellung dürften es in diesem Jahr vermutlich noch mehr werden.

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