Formel 1 Debakel für Ferrari: Dieses Ergebnis wollte bei der Scuderia niemand sehen BAKU, AZERBAIJAN - SEPTEMBER 21: Charles Leclerc of Monaco and Scuderia Ferrari and Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari talk in the Paddock prior to the F1 Grand Prix of Azerbaijan at Baku City Circuit on September 21, 2025 in Baku, Azerbaijan. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 12. Juli 2026 Charles Leclerc F1-News Ferrari Formel 1 Lewis Hamilton Italienische Analyse deckt schmerzhaftes Ferrari-Problem auf: Jahrzehntelang war die Frage, wem Italien in der Formel 1 die Daumen drückt, überflüssig. Die Antwort lautete schlichtweg immer Ferrari. Eine neue Untersuchung der La Gazzetta dello Sport zeigt nun, dass diese Selbstverständlichkeit allmählich schwindet, denn Kimi Antonelli ist in seinem Heimatland inzwischen populärer als beide Ferrari-Piloten. Die Studie wurde von StageUp und Ipsos-Doxa im Auftrag der italienischen Sporttageszeitung durchgeführt. Insgesamt nahmen 1835 Formel-1-Fans im Alter zwischen 18 und 64 Jahren teil. Ihnen wurde die Frage gestellt, mit wem sie sich in der aktuellen Formel 1 am meisten verbunden fühlen. Die Teilnehmer durften zwei Nennungen abgeben und konnten dabei sowohl Fahrer als auch Teams auswählen. Antonelli wurde von 33,1 Prozent der Befragten genannt und lässt damit Charles Leclerc mit 21,5 Prozent deutlich hinter sich. Lewis Hamilton kommt über 11,6 Prozent nicht hinaus und muss sich mit dem dritten Platz begnügen. Lies auch: Max Verstappen äußert sich zu emotionalem Abschied Auch Verstappen überzeugt Dahinter erreichten nur noch Max Verstappen, George Russell und Oscar Piastri mindestens zwei Prozent der Stimmen. Italienische Medien weisen zudem darauf hin, dass die 33,1 Prozent von Antonelli exakt dem Prozentsatz entsprechen, den Ferrari als Team erzielte. Der Mercedes-Pilot ist in Italien also ebenso beliebt wie die Scuderia selbst – ein Umstand, der im Land der Tifosi lange Zeit undenkbar war. Artikel geht unter dem Bild weiter. Nach einer eher durchwachsenen Debütsaison im Vorjahr hat sich Antonelli 2026 zum dominierenden Mann der Meisterschaft entwickelt. Der 19-jährige Italiener feierte bereits fünf Saisonsiege und liegt 25 Punkte vor seinem Teamkollegen Russell, der vor der Saison noch als Titelfavorit galt. Antonelli ist der erste italienische Grand-Prix-Sieger seit Giancarlo Fisichella im Jahr 2006 und schickt sich an, der erste italienische Weltmeister seit den 1950er-Jahren zu werden. Der letzte Landsmann, der ernsthaft um den Titel kämpfte, war Michele Alboreto im Jahr 1985. Allerdings versehen italienische Medien den Zeitpunkt der Umfrage mit einem Caveat. Die Erhebung fand im Juni statt, und es bleibt unklar, ob dies vor oder nach dem Sieg von Hamilton in Barcelona am 14. Juni geschah. 20 Monate Der Brite beendete dort eine Durststrecke von 20 Monaten ohne Ferrari-Sieg, was ihm möglicherweise zusätzliche Stimmen eingebracht hätte. Seitdem hat sich die Situation weiter verändert. Leclerc triumphierte Anfang Juli in Silverstone und beendete damit eine persönliche Flaute von 632 Tagen, während Antonelli dort von technischen Problemen an seinem Mercedes geplagt wurde. Eine erneute Umfrage am Saisonende könnte daher durchaus anders ausfallen. Innerhalb von Ferrari bleibt das interne Kräfteverhältnis ebenfalls spannend. Hamilton gilt als wichtigster Neuzugang des Teams seit Michael Schumacher, benötigte jedoch lange Zeit, um in Fahrt zu kommen. Sein erstes Podium in Rot gelang erst im März beim Grand Prix von China, in seinem 26. Rennen für den Rennstall. Danach folgten vier weitere, und mittlerweile rangiert der Rekordweltmeister in der WM-Wertung vor Leclerc. Der Monegasse fährt bereits seit 2019 für Ferrari und gewann in dieser Zeit zweimal in Monza. Mit 159 Rennen belegt er nun den zweiten Platz in der Liste der Fahrer mit den meisten Starts für das Team. Nur Schumacher liegt mit 180 Rennen noch darüber. Wie emotional das Thema Antonelli in Italien diskutiert wird, zeigte sich erst vergangene Woche beim Goodwood Festival of Speed. Dort ließ sich der Mercedes-Pilot inmitten einer Gruppe von Ferrari-Mechanikern fotografieren – ein Bild, das in den sozialen Medien sofort für Aufsehen sorgte. Sollte Antonelli den Titel in diesem Jahr tatsächlich auf Kosten von Leclerc oder Hamilton gewinnen, würde Ferraris Wartezeit auf einen Fahrertitel auf mindestens 19 Jahre anwachsen. Der letzte Champion in Rot war Kimi Räikkönen im Jahr 2007 – ein Jahr nach der Geburt von Antonelli. Lies auch: Abschied in der Formel 1: Willem-Alexander, Máxima und Alexia stehen Prinz Bernhard bei Lies auch: 32 Bergsteiger ignorieren Warnungen am Mont Blanc und fordern anschließend kostenlosen Rettungsflug Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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