Formel 1 David Coulthard mit schlechten Nachrichten für F1-Puristen HUNGARORING, MOGYOROD, HUNGARY - 2023/07/23: Former Driver David Coulthard in the paddock before the F1 Grand Prix of Hungary . (Photo by Marco Canoniero/LightRocket via Getty Images) Von A. Schenk 27. April 2026 David Coulthard F1-News FIA Formel 1 Die Durststrecke dürfte vorerst anhalten. Der ehemalige Formel-1-Pilot und TV-Experte glaubt, dass der Stadtkurs in Florida zu wenig Anhaltspunkte bietet, um zu beurteilen, ob die kurz vor dem Grand Prix eingeführten Regeländerungen den gewünschten Effekt erzielen. „Interessant wird sein zu sehen – ich denke, dass wir in Miami aufgrund der Streckencharakteristik nicht unbedingt die Ergebnisse dieser Änderungen sehen werden“, sagte Coulthard im Up To Speed-Podcast. „Viele langsame und mittelschnelle Kurven. Es gibt keinen wirklich großen, substanziellen oder ikonischen Streckenabschnitt, wo man denkt: ‚Wow, da habe ich gesehen, wie der Fahrer oder das Auto etwas wirklich Besonderes geleistet hat.‘ Ich denke, wir müssen dem Ganzen ein paar Rennen Zeit geben.“ Dennoch glaubt der Schotte fest an die Wirkung der Anpassungen auf längere Sicht. „Aber ich denke schon, dass es einen Unterschied machen wird. Daran gibt es keinen Zweifel“, so Coulthard. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Evolution Die Anpassungen erfolgten nach massiver Kritik an der Performance der 2026er-Autos. FIA-Formelsport-Direktor Nikolas Tombazis bezeichnete das Paket als Evolution und nicht als Revolution. „Es ist wichtig zu wissen, dass niemand glaubte, der Patient – unser Sport – läge auf der Intensivstation. Es gab offensichtlich Probleme, aber wir waren nicht auf der Intensivstation. Vielleicht muss sich der Patient etwas mehr bewegen, ein paar Äpfel am Tag essen und Vitamine zu sich nehmen. Das ist es, was wir getan haben“, erklärte Tombazis. Nach mehreren Abstimmungsrunden zwischen der FIA, der Formel 1, den Teams und den Motorenherstellern wurde ein konkretes Maßnahmenpaket vereinbart. Einschränkungen beim Super Clipping Die greifbarste Maßnahme betrifft das sogenannte Super Clipping. Die maximale Leistung dafür wird von 250 auf 350 Kilowatt angehoben. Fahrer können dadurch mehr Energie zurückgewinnen, während sie unter Volllast fahren. Das Ergebnis ist ein berechenbareres Geschwindigkeitsprofil und weniger gefährliche Lift-and-Coast-Manöver, bei denen Autos auf den Geraden plötzlich an Tempo verlieren. Auch die Ladeleistung während des Qualifyings wird reduziert, und zwar von 8 auf 7 Megajoule pro Runde. Dadurch können die Piloten während einer Qualifying-Runde mehr am Limit agieren und müssen weniger lupfen und rollen lassen. Die Autos werden zwar etwas langsamer, aber das Fahrverhalten wird als natürlicher empfunden. Der schwere Crash von Haas-Pilot Oliver Bearman in Japan verdeutlichte die Risiken. Er fuhr mit voller Leistung, während der Alpine von Franco Colapinto vor ihm ohne elektrische Unterstützung unterwegs war. Der Geschwindigkeitsunterschied war enorm und führte zu einem heftigen Unfall. In den Rennen wird das Boost-Maximum daher auf 150 Kilowatt begrenzt, um solche Situationen zu verhindern. Andere Startprozedur in der F1 Auch die Starts erhalten zusätzliche Aufmerksamkeit. Die FIA testet in Miami ein sogenanntes „Low Power Start Detection System“, das Autos mit einer abnormal niedrigen Beschleunigung unmittelbar nach dem Loslassen der Kupplung erkennt. In solchen Fällen wird automatisch zusätzliche elektrische Leistung freigegeben, damit das Auto nicht auf dem Startgrid stehen bleibt. Blinkende Rücklichter warnen die nachfolgenden Fahrer, wenn das System aktiv ist. Coulthard räumt ein, dass die Anpassungen möglicherweise weniger spektakuläre Überholmanöver liefern könnten, als die Fans in den vergangenen Wochen gesehen haben. Er zieht jedoch einen interessanten Vergleich zum früheren DRS-System. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Es kann sein, dass wir weniger Überholvorgänge auf der Strecke sehen, aber diese werden bedeutungsvoller sein. Es wird mehr um die Positionierung des Autos durch den Fahrer gehen, der versucht, den Windschatten zu nutzen. Ja, man hat immer noch einen Boost, aber das war im Grunde auch das, was DRS in den vergangenen Jahren war. Ich bin optimistisch“, so der Schotte. Sowohl die FIA als auch die Formel 1 wollten die flüssigen Überholmanöver aus den ersten drei Rennen ausdrücklich beibehalten. Trotz der Beschwerden über das sogenannte Jo-Jo-Racing betrachten sie die Action auf der Strecke selbst nicht als problematisch. Max Verstappen war der lauteste Kritiker des neuen Reglements und deutete aufgrund seiner Unzufriedenheit sogar an, seine Zukunft im Sport zu überdenken. Die Formel 1 kehrt nächste Woche mit einem Sprint-Wochenende in Miami vom 1. bis 3. Mai zurück. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“